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Fusionierte Großbank bilanziert 995,5 Millionen Euro

Es war die erste gemeinsame Vertreterversammlung der zusammengeschlossenen Genossenschaftsbanken Cloppenburg, Garrel und Molbergen. Sie fand per Briefwahl statt.

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Das neue Bankgebäude in Molbergen. Foto: VR-Bank Südoldenburg

Das neue Bankgebäude in Molbergen. Foto: VR-Bank Südoldenburg

Das Geschäftsjahr 2019 ist das erste Geschäftsjahr nach der Fusion der Volksbank Cloppenburg eG und der Raiffeisenbank Garrel eG zur VR-Bank in Südoldenburg eG. Die Bilanzsumme konnte gegenüber dem Vorjahr um 8,6 Prozent auf 995,5 Millionen Euro gesteigert werden. Der Anstieg der Forderungen an Kunden um 15,4 Prozent speise sich wie im Vorjahr besonders aus dem privaten und gewerblichen Baufinanzierungsbereich. Nicht zuletzt das niedrige Zinsniveau bleibe Treiber dieses Marktes, teilt die Bank mit.

Auch die Kundeneinlagen seien im Jahr 2019 um 7,7 Prozent angestiegen. Hier habe sich der seit Jahren anhaltende Trend, dass die Einleger ihre Gelder aufgrund der niedrigen Zinsen in kurzfristige, liquide und risikolose Anlagen investieren, bestätigt. „Wir greifen weiterhin auf die Produkte unserer starken Verbundpartner zurück und können dadurch attraktive Anlagemöglichkeiten bieten. Dies kommt auch unseren Provisionserlösen zugute, die wir erneut um 12,3 Prozent steigern konnten. Neben einer stets ausreichenden Liquidität bilden angemessene Eigenmittel die unverzichtbare Grundlage unserer erfolgreichen Geschäftspolitik.“ erläutert Jürgen Fuhler, Sprecher des Vorstands der VR-Bank, die Geschäftsentwicklung.

Erfreulicher Anstieg im Bereich Mitglieder und Kunden

So verfüge die VR-Bank in Süd­oldenburg im Berichtsjahr über eine solide Eigenkapitalbasis, die wie im Vorjahr aus eigenen Mitteln gestärkt werden konnte, und erfülle die aufsichtsrechtlichen Anforderungen. Besonders erfreulich sei und bleibe der kontinuierliche Anstieg im Bereich der Mitglieder und Kunden: Durch den Beschluss der Vertreterversammlung könne eine Dividende in Höhe von sieben Prozent an die 15155 Mitglieder ausgeschüttet werden.

Der Neubau in Garrel. Foto: VR-BankDer Neubau in Garrel. Foto: VR-Bank

Neben einigen Satzungsänderungen standen auch die Wiederwahlen von Dr. Clemens Hackstedt und Werner Timmen in den Aufsichtsrat an. Beide sind mit großer Mehrheit in ihren Ämtern bestätigt worden.

Auch das aktuelle Jahr sei trotz großer Herausforderungen positiv für die Bank verlaufen, berichtet Fuhler. In Garrel wurde nach mehr als eineinhalb Jahren Bauzeit am 22. Juni das neue Gebäude an der Hauptstraße bezogen. Fast 70 Mitarbeiter aus der Privatkunden- und Firmenkundenberatung, der Kreditsachbearbeitung, des Kundendialogcenters, der Innenrevision und der Serviceberatung sind in den umgebauten und erweiterten Räumen untergebracht.

Ein zweiter Neubau ist Ende Oktober in Molbergen fertiggestellt worden. Seither begrüßen sieben Mitarbeiter die Kunden in der neuen Filiale, direkt am zentral gelegenen Verkehrskreisel in der Cloppenburger Straße. Neben der Bankfiliale sind Wohnungen und eine Tagespflege in dem Gebäudekomplex entstanden. „Die beiden neuen Gebäude sind ein klares Bekenntnis zu unserer Region“, so Jürgen Fuhler.

Investition vor Ort parallel zur Digitalisierung

„Wir investieren vor Ort, weil wir davon überzeugt sind, dass parallel zur fortschreitenden Digitalisierung weiterhin der persönliche Kontakt zu den Menschen und unsere kurzen Entscheidungswege unsere großen Stärken sind“, meint der Vorstandssprecher.

„Trotz der aktuell enormen Herausforderungen aufgrund der Corona-Pandemie werden wir auch das Jahr 2020 erfolgreich abschließen“, blickt Jürgen Fuhler zuversichtlich nach vorne.

Erstmals hatte die VR-Bank in Südoldenburg nach der Fusion der Volksbank Cloppenburg und der Raiffeisenbank Garrel eine gemeinsame Vertreterversammlung abgehalten. Sie wurde wegen der Corona-Situation in Form einer schriftlichen Vertreterversammlung organisiert. Diese Premiere war notwendig, da Versammlungen in der aktuellen Situation nicht durchführbar sind. Nichtsdestotrotz sei es satzungsgemäß vorgegeben, die Vertreter einzuladen, von ihrem Mitbestimmungsrecht Gebrauch zu machen. „Zahlreiche Beschlüsse müssen fristgerecht getroffen werden, deshalb war eine Verschiebung in das nächste Jahr nicht möglich“, erläutert Jürgen Fuhler das Vorgehen. Die Versammlung wurde dann in Form einer Briefwahl durchgeführt.

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