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Frisch erschlossen und schon verkauft

Die Erweiterung des Gewerbegebietes westlich der Halener Straße in Emstek ist gefragt. 49,50 Euro kostet der Quadratmeter. Wer eine Betriebsleiterwohnung baut, muss 85 Euro pro Quadratmeter zahlen

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Getestet und für gut befunden: Bauamtsleiter Franz-Josef Rump (von links), Bürgermeister Michael Fischer und Josef Lamping als Vorsitzender des Planungsausschusses nahmen die neue Erschließungsstraße in Augenschein. Foto: Thomas Vorwerk

Getestet und für gut befunden: Bauamtsleiter Franz-Josef Rump (von links), Bürgermeister Michael Fischer und Josef Lamping als Vorsitzender des Planungsausschusses nahmen die neue Erschließungsstraße in Augenschein. Foto: Thomas Vorwerk

Der Asphalt ist gerade erst abgekühlt, da sind die meisten Kaufverträge im Gewerbegebiet an der Halener Straße schon unterschrieben. Auf zwei Parzellen sind die Solplatten bereits gegossen. Die Nachfrage ist trotz oder vielleicht sogar wegen Corona hoch, denn die bauorientierten Handwerksbetriebe hatten in den vergangenen Monaten gut zu tun.

„Acht Gewerbegrundstücke haben wir hier entwickelt“, sagte Emsteks Bürgermeister Michael Fischer bei einem Ortstermin. Sechs sind verkauft, bei den verbliebenen zwei gebe es feste Zusagen. Fünf der Flächen sind Neuansiedlungen, bestehende Unternehmen haben aber auch die Chance genutzt, sich für Erweiterungen den nötigen Platz zu sichern. „Gerne könnte es direkt im Anschluss in Richtung Wiesenstraße weitergehen“, wagt der Bürgermeister einen Ausblick. Doch dort – wie allerorts – sind teils langwierige Grundstücksverhandlungen nötig, bis man sich einig wird. Entweder finanziell, oder über Tauschflächen, was gleichermaßen einen Grundstückserwerb für die Kommune bedeutet.

„Gerne könnte es direkt im Anschluss in Richtung ­Wiesenstraße weitergehen.“
Michael Fischer, Bürgermeister

Knapp zwei Hektar sind im B-Plan 133 erschlossen worden. 550 Meter Straße wurden geschaffen und dazu auch die nötige Infrastruktur. „Der Kanalbau macht solche Projekte teuer“, erklärte Bauamtsleiter Franz-Josef Rump. Gleichzeitig wurde auch Glasfaser verlegt, um die Betriebe zukunftssicher an die digitale Autobahn anzuschließen. Vier Monate hat es gedauert, die Straße in 5,80 Metern Breite und asphaltierter Bauweise zu erstellen.

Die Nebenanlagen sind mit zwei Metern Breite angelegt und gepflastert worden. „Es fehlt noch der Feinschliff nebst Straßenbeleuchtung“, verweist Rump auf die letzten Arbeiten.

Noch vor Planungsbeginn gab es schon Anfragen

550.000 Euro hat die Erschließung gekostet. Für die Grundstücke werden 49,50 Euro pro Quadratmeter aufgerufen. Betriebsleiterwohnungen sind möglich, wofür maximal 750 Quadtratmeter genutzt werden dürfen. Das verteuert allerdings den Grundstückspreis auf 85 Euro pro Quadratmeter.

Die Planungen zur Erweiterung des Gewerbegebiets haben sich teils mit denen der Entlastungsstraße überschnitten. Vom Abzweig Halener Straße, der in näherer Zukunft als Kreisverkehr gestaltet wird, sind die ersten Meter der Trassenführung Richtung Westeremstek zu erkennen. Auch dafür befinden sich die Grundstücksgespräche in der Endphase.

Gewerbeflächen sind nach wie vor stark gefragt. Noch vor Planungsbeginn habe es schon Anfragen gegeben. Dies gilt für die Parzelle westlich der Halener Straße, wie auch für Westeremstek, wo bereits Interessensbekundungen vorliegen. Dabei handelt es sich um den Bereich zwischen der Spedition am Niedrigen Weg und der Grenze zur Kreisstadt Cloppenburg. Fischer: „Dort erwarten wir die Planreife in zirka einem Jahr.“

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