Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Friesoyther HGV lädt Handelsexperte zu Podiumsdiskussion ein

Wirtschaftswissenschaftler Professor Dr. Gerrit Heinemann steht für Klartext. Er spricht über den Onlinehandel und seine Auswirkungen. Danach diskutiert er mit IHK-Vertretern und dem Handelsverband.

Artikel teilen:
Referiert in Friesoythe: Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Gerrit Heinemann. Foto: Patricia Kalisch 

Referiert in Friesoythe: Wirtschaftswissenschaftler Prof. Dr. Gerrit Heinemann. Foto: Patricia Kalisch 

Mit der alten Kaufmannsregel „Abwarten bis andere Lehrgeld bezahlt haben und dann einsteigen“ sind viele Unternehmer aufgewachsen. Doch Lehrgeld bezahlt auch der, der zu lange wartet. In Zeiten von Digitalisierung und Onlinehandel ohnehin. Der Kunde bestimme das Rennen "und die digitale Revolution stellt spätestens seit der Corona-Pandemie jede Branche auf den Kopf", weiß auch Frank Hanneken, Vorsitzender des Friesoyther Handels- und Gewerbevereins (HGV).

Wird nun alles online und welche Auswirkung hat das veränderte Käuferverhalten eigentlich auf die verschiedenen Branchen, Handelsstrukturen und Innenstädte? Professionelle und sicher auch schonungslose Antworten liefert ein ausgewiesener Handelsexperte: Professor Dr. Gerrit Heinemann referiert auf Einladung der Kaufmannschaft am 1. Februar 2022 im Forum am Hansaplatz.

Die Veranstaltung ist außerdem mit einer Podiumsdiskussion verbunden, an der Jan König, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Nordwest (HNW), Claudia Simon, Mittelstandsbeauftragte im Niedersächsischen Wirtschaftsministerium, Carola Havekost, IHK-Geschäftsführerin, für Handel und Stadtentwicklung sowie Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann und der HGV-Vorstand mit Frank Hanneken und Markus Block teilnehmen.

61-Jähriger beschäftigt sich mit digitalem Kaufverhalten

Prof. Heinemann ist Wirtschaftswissenschaftler und stammt aus Osnabrück. Er leitet an der Hochschule Niederrhein das eWeb Research Center und beschäftigt sich vor allem mit dem digitalen Kaufverhalten.

Von Nebenschauplätzen hält der 61-Jährige nichts und bevorzugt Klartext. Seiner Ansicht nach gibt es zu viele Fußgängerzonen und aus  leerstehenden Läden könnte auch Wohnraum werden, der in den Innenstädten fehle. Nicht nur aufgrund der Tatsache, dass Lebensmittel in den meisten Fällen in einem Markt nebenan gekauft werden, habe der stationäre Handel insgesamt für ihn eine Zukunft, wenn er sich den Herausforderungen stelle, kluge und kreative Überlebensstrategien entwickle und Veränderungen vornehme.

„Und dass ein Warenwirtschaftssystem unablässig ist, muss jeder Kaufmann begreifen“, unterstützt HGV-Chef Frank Hanneken die Thesen des Experten. Dazu gehöre auch, den Online-Handel nicht grundsätzlich als zu bekämpfende Konkurrenz anzusehen, sondern ihn auch für sich zu nutzen und einzubinden. Denn in welchem Bereich und auf welchen Plattformen letztlich Umsatz gemacht werde, sei nicht entscheidend, „für uns alle ist es wichtig, dass er gemacht wird.“ Die eigene Internetseite sei für den Kaufmann und seinen Standort ein Muss und "wer sich bei Umtausch querstellt, verliert das Wichtigste – seine Kunden“.

Der Vorsitzende freut sich auf einen fundierten und unterhaltsamen Vortrag und auf die sich anschließende Diskussion mit Fachleuten, die Handel und Handwerk verstehen.

  • Info: Anmeldungen können per Mail unter info@hgvfriesoythe.de vorgenommen werden. Der Eintritt ist frei.

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Friesoyther HGV lädt Handelsexperte zu Podiumsdiskussion ein - OM online