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Frauen in Führung kommunaler Firmen unterrepräsentiert

Niedersachsen gehört zu den Schlusslichtern: Hier sitzen kaum Frauen in den Führungsgremien kommunaler Unternehmen. In Bremen sieht das anders aus.

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Symbolfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Symbolfoto: Jan-Philipp Strobel/dpa

Frauen kommen in den Topetagen kommunaler Unternehmen einer Studie zufolge vor allem in den Bereichen voran, die in der Corona-Pandemie von Bedeutung sind. Nach einer Auswertung der Zeppelin Universität Friedrichshafen liegt der Anteil weiblicher Führungskräfte in 69 größeren Städten im Bereich Gesundheit und Soziales im Schnitt bei gut 33 Prozent und in Krankenhäusern bei gut 25 Prozent.

Insgesamt sind Frauen den Angaben zufolge weiter unterrepräsentiert. Ihr Anteil im Topmanagement kommunaler Firmen stieg verglichen mit dem Frühjahr 2019 um 0,4 Prozentpunkte auf durchschnittlich 19,7 Prozent. Damit sind 432 der insgesamt 2196 Führungspositionen mit Managerinnen besetzt. «Besonders bemerkenswert sind zwei Aspekte: Auch in der Gruppe der Neubesetzung von vakanten Positionen liegt der Frauenanteil nur bei 22 Prozent. Bei einigen Städten wurden Anstiege bei der Repräsentation erreicht, in vielen weiteren stagniert die Repräsentation oder ist sogar zurückgegangen», erläuterte Studienleiter Ulf Papenfuß.

Ranking: Oldenburg oben, Osnabrück ganz unten

Schlusslichter sind die ausgewerteten Städte in Niedersachsen (13,0 Prozent), Schleswig-Holstein (10,4 Prozent) und Rheinland-Pfalz (10,3 Prozent). In Niedersachsen konnten sich Hannover (25,8 Prozent) und Oldenburg (25,0 Prozent) im Vergleich zum Vorjahr erstmals Plätze im oberen Viertel sichern. In Braunschweig waren es hingegen nur 5,6 Prozent, und Osnabrück gehörte mit 3,6 Prozent bundesweit zu den Schlusslichtern. In der Stadt Bremen waren es dagegen 28,9 Prozent, in Bremerhaven 17,9 Prozent. Spitzenreiter war erneut das hessische Offenbach mit einem Frauenanteil von 56,5 Prozent in den Topetagen kommunaler Firmen.

In den Unternehmen der Städte Flensburg, Heidelberg, Neunkirchen und Bitterfeld-Wolfen gab es den Angaben zufolge im Untersuchungszeitraum März/April 2020 dagegen keine weiblichen Führungskräfte.

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