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"Frau Holle" kommt mit dem Konzept Bewusst(er)leben nicht nur in Visbek an

Kunden kämen von weit her, um sich zu informieren oder einfach nur zu verweilen. Das Seminarangebot soll Ende September an den Start gehen.

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Daniela Busse (links) und Nina Dannenberg betreiben mit "Frau Holle"  ein Café und einen Hofladen, außerdem bieten sie hier Seminare an. Foto: Heinzel

Daniela Busse (links) und Nina Dannenberg betreiben mit "Frau Holle"  ein Café und einen Hofladen, außerdem bieten sie hier Seminare an. Foto: Heinzel

„Großartig. Überwältigend gut“ sei die Eröffnung von "Frau Holle" am 23. Juli gelaufen, berichtet Daniela Busse. Einen Tag später konnten Nina Dannenberg und sie den Andrang kaum bewältigen. „Wir sind überrannt worden“, erzählt Nina Dannenberg. Doch die Kunden zeigten sich verständnisvoll. Visbek und das Oldenburger Münsterland hätten sie sehr gut angenommen. Von überall her kamen Neugierige, die sich das Angebot von "Frau Holle" ansehen wollten, darunter Fahrradgruppen aus Vechta, Lohne, Dinklage und Goldenstedt. „Es waren unfassbar schöne Gespräche dabei“, sagt Daniele Busse. „Es ist interessant, wie viele Menschen darauf gewartet haben“, ergänzt Nina Dannenberg.

"Frau Holle" steht auf drei Standbeinen, und zwar Café, Hofladen sowie Coaching und Seminare. Das alles findet sich in der alten Fachwerkscheune an der Rechterfelder Straße in Visbek. "Bewusst(er)leben" haben sich die beiden Gründerinnen dabei als Leitspruch ausgesucht. „Wir wollen, wo es gewünscht ist, mehr Bewusstsein für gesunde Ernährung schaffen“, sagt Nina Dannenberg. Sie wollten keinesfalls missionieren. „Wir wollen eine Alternative anbieten, die schmeckt.“

Die Frauen setzen dabei auf regionale, saisonale, frische und nachhaltige Produkte sowohl im Café als auch im Hofladen. Bei den Backwaren verzichten sie auf Weizenmehl und bieten Alternativen zum Zucker. In ihrem Café zahlten Nutzer von Hafer- oder Mandelmilch denselben Preis wie für Kuhmilch. Gleiche Preise sollen eine Stigmatisierung vermeiden.

Ein Bäcker ist mit an Bord

Überall ist die Liebe zum Detail zu merken. Lange haben Nina Dannenberg und Daniela Busse beispielsweise nach einem Bäcker gesucht, der weizenfreie Produkte herstellt. Mit Hergen Barkemeyer haben sie jemanden gefunden, der dies in Kombination mit traditionellem Backhandwerk anbietet. Er stellt seine Brote immer noch mithilfe des Sauerteigs seiner Oma her. „Hergen Barkemeyer ist ein passionierter Mensch, der viel Herzblut in die Sache investiert, meint Nina Dannenberg.

Die Idee, "Frau Holle" zu gründen, kam den Visbekerinnen im Herbst 2020. „Es ist das, was ich seit Jahren umsetzen wollte“, meint Daniela Busse, die bereits zuvor selbstständig war und Schulungen zur gesunden Ernährung im homöopathisch-naturkundlichen Bereich anbot. Bei Nina Dannenberg war die Pandemie eine Art Katalysator, der zu einer Neuevaluierung ihrer Prioritäten führte und dazu, darüber nachzudenken, was sie vom Leben erwartet. Die 49-Jährige hatte stets mit ihrem Gewicht zu kämpfen und setzte sich privat intensiv mit gesunder Ernährung auseinander. Beide Visbekerinnen bildeten sich zudem kontinuierlich fort und verfügen über Fachwissen in den Bereichen WingWave, Mind Codex und NLP-Coach, Ernährungscoach Low Carb, Vitamin-D-Coach, Gesundheitstrainer für vollwertige Ernährung (UGB), Fastenleiter (UGB) und Resilienz-Trainer (AHAB). Hinzu kommen Naturheilkunde, Homöopathie und Schüßler Salze.

Nina Dannenberg (links) und Daniela Busse setzen auf regionale Produkte, wie Löffelnuss aus Goldenstedt oder Visbeker Landhonig. Foto: HeinzelNina Dannenberg (links) und Daniela Busse setzen auf regionale Produkte, wie Löffelnuss aus Goldenstedt oder Visbeker Landhonig. Foto: Heinzel

Coachings und Seminare im Gesundheits- und Ernährungsbereich sollen Ende September starten. „Das Seminarprogramm steht“, sagt Daniela Busse. In diesem Jahr werden sie noch Basenfasten- und Heilfastenkurse anbieten. „Es gibt dem Körper eine Pause, um sich zu regenerieren“, meint Nina Dannenberg und Daniela Busse ergänzt: „Es ist wie ein Reset.“ Jeder Mensch benötige seine ganz persönliche Art der Ernährung. "Frau Holle" könne helfen, eine ausgewogene und gesunde Balance zu finden. „Die Menge macht das Gift“, sagt Daniela Busse. „Wir fangen erst einmal mit einem moderaten Kursprogramm an und können das ganze 2023 immer noch ausweiten“, fährt sie fort.

„Die größte Herausforderung im Café ist das Personal“, sagt Nina Dannenberg. Das habe zur Folge, dass manche Dinge wie Mittagstisch oder Abendsnacks derzeit nicht umgesetzt werden könnten. Ideen, wie sie "Frau Holle" weiterentwickeln können, sind genug vorhanden. Jetzt gelte es aber erst einmal die Grundlage zu schaffen. Die beiden geben alles, denn sie machen keine halben Sachen „Ganz oder gar nicht“ ist dabei ihr Credo.

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