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Fensterbauer "ipcompany" aus Visbek heimst Preis um Preis ein

Der eigenständige Ableger von Schmidt-Visbek ist hoch innovativ. Designpreise gab es bereits für Fenster, Türen, die neue Ausstellungshalle bei Schmidt und zuletzt eine Absturzsicherung aus Glas.

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Die Fenster der "ipcompany" aus Visbek haben auch mal „Rundungen“: (von links) Sven Diekmann, Ulrich Schmidt, Burkhard Bramlage. Foto: Kühn

Die Fenster der "ipcompany" aus Visbek haben auch mal „Rundungen“: (von links) Sven Diekmann, Ulrich Schmidt, Burkhard Bramlage. Foto: Kühn

Dass auch die neue Ausstellungshalle eine Würdigung erhalten hat, setzt zum einen die Reihe der Designauszeichnungen für den Fensterbauer Schmidt aus Visbek fort, zum anderen war er das Sahnehäubchen auf das 75-jährige Jubiläum, das die Firma im vergangenen Jahr feiern konnte. In mittlerweile 3. Generation werden am Visbeker Damm auf über 15.000 Quadratmeter Produktionsfläche qualitativ hochwertige Fenster und Haustüren aus Holz, Kunststoff und Aluminium gefertigt. 130 Menschen arbeiten deutschlandweit für die Gruppe, unter anderem am weiteren Standort in Bayern.

Chef Ulrich Schmidt betont die Wurzeln des Unternehmens, die in der handwerklichen Produktion von Fenstern und Türen liegen, aber "die Bandbreite unserer Produktion in Visbek ist mittlerweile schon sehr groß", erklärt der Tischlermeister. Dabei bewege man sich inzwischen überwiegend im Spannungsfeld von Handwerk, Individualität und Innovation. Man arbeite auf Kundenwunsch und decke daher auch alle preislichen Segmente ab, aber man biete auch das Produkt oder das Material, das "nicht von der Stange kommt".

"Runde Fenster" sind auch für versierte Fensterbauer nichts Alltägliches

Das nicht Alltägliche sei auch der Anstoß dafür gewesen "runde Fenster" über Hausecken zu führen. "An so etwas wagt sich nicht jeder Fensterbauer", sagt Tischlermeister Sven Diekmann. Einhergehend mit dem Kundenanspruch, in sein Gebäude die nicht gewöhnlichen Fenster einzubauen, stiegen auch die Anforderungen an Herstellung und Montage, ergänzt er. Diesen stelle sich Schmidt. Insbesondere mit der "ipcompany", einer 2001 gegründeten, eigenständigen Gesellschaft in der Firmengruppe Schmidt. Technischer Leiter ist hier Burkhard Bramlage. "Hoch innovativ" sei man in diesem Zweig der Gruppe, sagt Diekmann, dort zuständig für die Projektrealisierung, "insbesondere weil das Fenster längst eigenständiges Gestaltungselement am Bau ist. Da ist nicht mehr nur das flache Glas in einem Holz- oder Kunststoffrahmen, das letztlich das Licht ins Haus bringen soll. Das Design spielt eine immer größere Rolle."

Und dass die Fensterbauer aus Visbek Design können, das belegen inzwischen zahlreiche Preise. Gleich mit Gründung wurde das neue Fenstersystem "ip-55" an den Start gebracht. Bis zu 3 Meter hoch können diese Fenster mit ihren schmalen Rahmen und speziellem Aufbau werden. Und spätestens seit es im Jahr 2006 einen ersten "German red dot design award" für das Fenstersystem gab, stehe "ip" für das "Architektenfenster", sagt Diekmann. Inzwischen habe man sich unter den Baugestaltern einen Namen als "Designschmiede" gemacht, den 2010 der nächste Award für das Holztürenkonzept "ip-door" bestätigte.

Ausgezeichnet: Die Ausstellungshalle von Schmidt-Visbek erhielt 2020 eine Würdigung beim German red dot design award. Foto: PieraAusgezeichnet: Die Ausstellungshalle von Schmidt-Visbek erhielt 2020 eine "Würdigung" beim "German red dot design award". Foto: Piera

Als schließlich die Neugestaltung der 1982 errichteten Ausstellung anstand, war allen klar, dass auch an diese, etwa 360 Quadratmeter große Fläche, hohe Gestaltungsansprüche gestellt werden würden. Entstanden ist schließlich in Eigenleistung und unter Einsatz von über einer Viertel Million Euro ein "Werkraum" im modernen Ausstellungsdesign, mit Auditorium für Schulungen, sowie ein Loungebereich.

"Wir wollten Fenster zeigen, keine Mauern", beschreibt Schmidt die Sanierung, die von Diekmann verantwortet wurde. Der jetzt "frei tragende Bau" habe deshalb rundum transparente Glasfronten, die "Ecken" des Baus wurden zu gerundeten Fensterflächen. "Wir haben den alten Bau in seiner Wirkung ziemlich verändert. Das Dach ‚schwebt‘ förmlich auf den Fenstern", ist Schmidt stolz auf das Gebäude, das in der Aufsicht die Grundform eines App-Logos bildet.

Für den ungewöhnlichen Zweckbau gab es – natürlich – einen Designpreis: Die stilistische Wandlung wurde 2020 mit einer Würdigung (Special Mention) in der Kategorie "Retail Architecture" des "red dot"-Wettbewerbes bedacht. Die Jury hob die gerundeten Ecken, die großen Glasflächen und das leichte, lichtdurchflutete und freundliche Design der sanierten Ausstellung hervor.

Die Reihe der Designpreise für die "ipcompany" setzt sich fort. Gerade gab es ein "Special Mention" der Jury "Building and Elements" für den am Markt einzigartigen französischen Balkon (french balcony). Die neuartige fassadenintegrierte Absturzsicherung aus Glas fügt sich flächenbündig in die Ebene der äußeren Isolierverglasung ein.

Der nächste Design-Preis kommt bestimmt, oder? Schmidt schmunzelt und hüllt sich darüber in Schweigen: "Das nächste Projekt wird für uns sein, die an unserem Standort vorübergehend errichtete Leichtbauhalle durch einen festen Bau zu ersetzen. Das wird ganz bestimmt auf uns zukommen."

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