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EWE will Wasserstoffanlage in Ostfriesland bauen

Die 320-Megawatt-Anlage soll bis Ende 2026 entstehen und jährlich mehr als eine Milliarde Kilowattstunden grünen Wasserstoff für Mobilität und Industrie erzeugen.

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Ein Schild zeigt in Oldenburg (Niedersachsen) am Hauptsitz des Energieversorgers EWE den Weg zum Eingang. Foto: dpa

Ein Schild zeigt in Oldenburg (Niedersachsen) am Hauptsitz des Energieversorgers EWE den Weg zum Eingang. Foto: dpa

Der regionale Energieversorger EWE will in Emden eine Großanlage zur Produktion von Wasserstoff bauen. Die 320-Megawatt-Anlage soll bis Ende 2026 entstehen und jährlich mehr als eine Milliarde Kilowattstunden grünen Wasserstoff für Mobilität und Industrie erzeugen, teilte das Unternehmen am Freitag in Emden mit. Mit dem Bau könnte bereits im kommenden Jahr begonnen werden. Voraussetzung ist die Fördergenehmigung durch die Europäische Kommission. Die Investitionssumme beträgt dem Unternehmen zufolge eine knappe halbe Milliarde Euro.

Der Standort des Projekts liegt in unmittelbarer Nähe zu wichtigen Stromleitungen und zum Umspannwerk des Übertragungsnetzbetreibers Tennet. Analysen zufolge sei Emden einer der geeignetsten Standorte, um Strom aus erneuerbaren Quellen in das vorhandene Energiesystem einzuspeisen, hieß es.

Anlage soll rund 400.000 Tonnen Kohle in der Stahlindustrie

Rund um Emden werde so viel Windenergie erzeugt, dass nicht alles direkt verbraucht oder ins Netz gespeist werden könne. Diese Energie soll EWE zufolge für die Wasserstoffproduktion durch Elektrolyse genutzt werden. Bei dem Verfahren wird Wasser in Sauerstoff und Wasserstoff aufgespalten. Insgesamt soll die Anlage rund 400.000 Tonnen Kohle in der Stahlindustrie einsparen; das entspreche etwa einer Million Tonnen des Klimagases Kohlendioxid.

Die niedersächsische Nordseeküste gilt als perspektivreiche Region für die Wasserstoffwirtschaft. Dort kann an Land und auf See viel Windkraftstrom produziert werden. Zugleich liegen Absatzmärkte wie Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Nordrhein-Westfalen nahe.

Der in Emden erzeugte grüne Wasserstoff soll unter anderem in der Industrie und im Schwerlastverkehr eingesetzt werden. Er kann auch über die bestehende Gasinfrastruktur in bestehende Kavernenspeicher gespeichert werden.

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