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EWE versichert: Es gibt zurzeit keinen Versorgungsengpass beim Erdgas

Das Oldenburger Energie-Unternehmen hat seine eigenen Gasspeicher zu 73 Prozent gefüllt. Die Entscheidung des Wirtschaftsministers, die mittlere Alarmstufe zu aktivieren, findet der Versorger richtig.

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Ein Logo des Energieversorgers EWE leuchtet (Langzeitbelichtung mit Bewegungsunschärfe). Symbolfoto: dpa

Ein Logo des Energieversorgers EWE leuchtet (Langzeitbelichtung mit Bewegungsunschärfe). Symbolfoto: dpa

Es gibt zurzeit keine Einschränkungen bei der Versorgung der Kunden mit Erdgas: Darauf weist das Oldenburger Energie- und Telekommunikationsunternehmen EWE in einer Mail am Donnerstagnachmittag hin.

Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck (Grüne) hatte für Deutschland zuvor die Alarmstufe des Notfallplans Gas aktiviert, um weitere Maßnahmen zur Kompensation der durch Russland reduzierten Liefermengen einleiten zu können. Das heißt unter anderem: Die Versorger und Krisenteams der Regierung kooperieren eng und analysieren verschiedene Szenarien.

Laut Mitteilung des Versorgers EWE komme derzeit mehr Gas nach Deutschland, als verbraucht werde. Aber: „Die Versorgungssicherheit in Deutschland ist heute stärker gefährdet als noch vor einigen Wochen – es ist daher richtig, dass die Bundesregierung diesen Schritt nun geht“, wird der EWE-Vorstandsvorsitzende Stefan Dohler zitiert.

Niemand könne derzeit sicher sagen, wie lange und in welchem Umfang russische Gaslieferungen überhaupt noch in Deutschland ankämen. „Das Auffüllen der Erdgasspeicher für den kommenden Winter wird daher mehr denn je ein Wettlauf gegen die Zeit, der starke gemeinsame Anstrengungen von Politik, Wirtschaft und Verbrauchern erfordert“, so Dohler. „Wichtig wird es sein, das Energiesparen schon jetzt in die Köpfe zu bringen.“

Energie sparen – für den Winter, für das Klima und den eigenen Geldbeutel

Alle Verbraucherinnen und Verbraucher, von der Industrie bis zum privaten Haushalt, könnten sparen. „Jeder Kubikmeter Erdgas, der für den Winter eingespeichert werden kann, hilft uns in der aktuellen Situation weiter“, macht Dohler in der Mail deutlich. Auch Strom zu sparen, trage zur Entlastung bei.

Absehbar sei dennoch, dass sich Energiekunden in ganz Deutschland auf weiter steigende Preise einstellen müssten. In solchen Fällen bestünde für alle Betroffenen zwar ein Sonderkündigungsrecht – angesichts der angespannten Situation am Energiemarkt und des allgemein hohen Preisniveaus würde ein Wechsel des Versorgers aber wohl nicht zu wesentlichen Spareffekten führen.

EWE setzt auf Wind und Sonne als Energiequellen

Neben den sehr kurzfristigen Maßnahmen, die die Energieversorgung in den kommenden beiden Heizperioden sichern sollen, muss aus Sicht von EWE vor allem die erneuerbare Stromproduktion massiv hochgefahren werden. „Dazu müssen wir in Deutschland den Ausbau im Bereich Wind und Sonne mit allen Kräften beschleunigen“, fordert Stefan Dohler. Doch noch immer dauerten Genehmigungsverfahren viel zu lang; die Einschränkungen für den Bau von Windenergieanlagen seien zu groß.EWE arbeite zudem am Ausbau der Wasserstoffwirtschaft als Alternative für die Industrie und den Schwerlastverkehr geeignet.

Erdgasspeicher von EWE gut gefüllt

Der Füllstand aller Erdgasspeicher in Deutschland betrage aktuell durchschnittlich 58,7 Prozent. Die von EWE betriebenen Gasspeicher seien im Vergleich dazu mit 73 Prozent gefüllt, schreibt der Versorger. Im Falle einer akuten Gasmangellage würden Erdgasmengen jedoch innerhalb Deutschlands verteilt.

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