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Ertragsverluste zu erwarten: Der Weizen leidet unter der Trockenheit des Frühjahres

Der Landvolkverein Dinklage hatte zu Teil zwei seines Feldbegangs eingeladen. Auf dem Hof von Franz-Josef Behrens in Schwege erfuhren die mehr als 100 Teilnehmer allerhand Wissenswertes.

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Feldbegang in Schwege: Mehr als 100 Teilnehmer ließen sich an insgesamt sechs Stationen mit unterschiedlichen Feldfrüchten über deren Zustand informieren. Zudem gab es Tipps zum Pflanzenschutz und zur Düngung. Foto: Vollmer

Feldbegang in Schwege: Mehr als 100 Teilnehmer ließen sich an insgesamt sechs Stationen mit unterschiedlichen Feldfrüchten über deren Zustand informieren. Zudem gab es Tipps zum Pflanzenschutz und zur Düngung. Foto: Vollmer

Mehr als 100 Landwirte und Gäste haben am 2. Teil des Feldbegangs des Landvolkvereins Dinklage auf dem Hof von Franz-Josef Behrens in Schwege teilgenommen. Die fachliche Leitung übernahm Karl-Heinz Jäger von der Bayer Crop Science. Ihm zur Seite standen Dirk Röchte (Teamleiter Argrar, Beratung und Verkauf der RWG Vechta-Dinklage), Kornzüchter Reinhard Winner (Syngenta) und Vertriebsberater Winfried Meyer-Coors (Saaten-Union).

Für seinen Betrieb baut Franz-Josef Behrens unter anderem Gras, Mais und Getreide als Futter für die Kälberaufzucht, für Kühe, Bullen und Mastschweine an. Sechs seiner Versuchsfelder mit verschiedenen Früchten wie Weizen, Roggen, Wintergerste und Triticale, die seit Oktober vergangenen Jahres von der Einsaat bis heute kontrolliert gedüngt und mit Pflanzenschutzmitteln behandelt wurden, besuchten die interessierten Landwirte auf ihrem Rundgang. Lediglich der Mais wurde Anfang Mai ausgesät. Für fußkranke und ältere Teilnehmer hatte Gastgeber Franz-Josef Behrens eigens einen mit Polstermöbeln ausgestatteten Traktor-Anhänger organisiert.

In der konventionellen Landwirtschaft wird durch den gezielten Einsatz von Stickstoff als Dünger, Herbiziden gegen Unkraut sowie Fungiziden gegen Pilzbefall, der mögliche Ernteertrag gesichert. Festgestellt wurde, dass der Weizen unter der Trockenheit des Frühjahres gelitten habe und Ertragsverluste hinzunehmen seien. "Bei Gerste und Tricitale ist noch einiges zu erwarten", sagte Karl-Heinz-Jäger, sodass je nach Boden eine halbwegs gute Ernte möglich sei.

Langfristige Planungen für Landwirte kaum möglich

Insgesamt ginge die Landwirtschaft unsicheren Zeiten entgegen. Die Entwicklungen der Inflation, die Situation in der Ukraine und im Umweltschutz ließen kaum langfristige Planungen zu. Zudem wisse niemand, welche Produkte aus dem Bereich der Schädlingsbekämpfung künftig jeweils zugelassen werden.

Zu Beginn des Feldbegangs gab Martin Glandorf, Vorsitzender des Heimatvereins "Herrlichkeit", einen geschichtlichen Überblick zur Entstehung und Entwicklung des Hofes Behrens sowie der Bauerschaft Schwege, die vor 862 Jahren erstmals in den Papieren genannt wurde. Heute wird der Hof in der 3. Generation von Franz-Josef Behrens bewirtschaftet, dessen Urgroßvater Maurermeister Franz Behrens ursprünglich im Jahr 1931 die damalige Heuerstelle des Hofes Assmann erwarb.

1928 heiratete Franz Behrens die Tochter seines Chefs, der in Dinklage einen Maurerbetrieb führte. Neun Kinder brachte seine Frau Agnes zur Welt. Sein Sohn Fränzi, 1940 geboren, wurde ebenfalls Maurermeister und übernahm das Maurergeschäft, das er 1973 seinem jüngeren Bruder Josef übergab, um aus der Nebenerwerbslandwirtschaft einen Vollerwerbsbetrieb zu machen. Sein Sohn Franz-Josef Behrens, im Jahr 1969 geboren, bewirtschaftet heute als Landwirtschaftsmeister den Hof. Dieser umfasst zirka 40 Hektar und ist derzeit der letzte Milchviehbetrieb in Schwege.

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