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Erster! Michael Geers surft ab jetzt mit Höchstgeschwindigkeit in Lastrup

Nach weniger als 4 Monaten Bauzeit fließen die ersten Datenströme durch das neue Glasfasernetz. Rund 1400 Haushalte sollen vom Ausbau profitieren. Nachmeldungen sind noch möglich.

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Freigeschaltet: Michael Geers (5. von links) freut sich über seinen neuen Glasfaseranschluss. Bürgermeister Michael Kramer (links) und die Vertreter der beteiligten Firmen Deutsche Glasfaser und mih gratulieren. Foto: G. Meyer

Freigeschaltet: Michael Geers (5. von links) freut sich über seinen neuen Glasfaseranschluss. Bürgermeister Michael Kramer (links) und die Vertreter der beteiligten Firmen Deutsche Glasfaser und mih gratulieren. Foto: G. Meyer

Als Michael Geers am Mittwochmorgen die Haustür öffnete, machte der Lastruper große Augen. Mit einem solchen Aufmarsch hatte er nicht gerechnet. Der Anlass war allerdings ein besonderer: Als erster Haushalt erhielten die Geers einen von rund 1400 neuen Glasfaseranschlüssen in Lastrup. Weitere werden jetzt folgen.

Am 13. Juni hatte die Deutsche Glasfaser den Ausbau gestartet. Im Rekordtempo buddelte sich die von ihr beauftragte Baufirma durch Äcker, Siedlungen und Vorgärten. "Die Arbeiten verlaufen reibungslos, wir kommen Schritt für Schritt voran", berichtet Projektleiter Wilfried Stindt, der zusammen mit Geers den symbolischen Startknopf drückte. Das Unternehmen verlegt die Kabel direkt bis zu den Wohnhäusern und garantiert damit uneingeschränkt hohe Bandbreiten. Wie viel sie davon später nutzen möchten, entscheiden die Bewohner selbst. Bei Stärken von bis zu 1000 Megabyte sollte sich Groß und Klein beim Streamen und Surfen allerdings kaum ins Gehege kommen. 

Bis Ende November werden alle Haushalte aktiviert sein, die sich für  die Technik entschieden haben. Ohne die Lichtwellenleiter laufe in Zukunft ohnehin nichts mehr, ist Stindt überzeugt. Seine Firma konkurriert mit Branchengrößen wie der Deutschen Telekom und der EWE um Marktanteile und hat sich vor allem dem Ausbau in ländlichen Regionen verschrieben. "Im Prinzip ist es hier leichter, als in urbanen Gegenden, weil man beim Bauen nicht auf so viele Widerstände stößt", erklärt Regionalleiter Thomas Busch. Wären da nicht die langen Genehmigungsverfahren. "Sie sind ein großes Hindernis", räumt Busch ein. Muss beispielsweise eine Bahnlinie unterquert werden, ist es für die Planer ratsam, das Vorhaben mindestens ein Jahr im Voraus anzumelden.

Konkurrenz belebt das Geschäft

Lastrups Bürgermeister Michael Kramer ärgert sich über die für seinen Geschmack zu umständlichen Prozesse. "Das dürfte heute nicht mehr so sein", findet er. Die Zusammenarbeit mit den beteiligten Firmen lobt der Verwaltungschef dagegen und freut sich über die Fortschritte. Nach den Schwierigkeiten, die es in der Vergangenheit beim Glasfaserausbau gegeben habe, sei die Skepsis in der Bevölkerung zunächst groß gewesen, sagt er. "Ich muss aber wirklich sagen, dass ich mir wünschen würde, wenn alle Projekte so perfekt laufen würden, wie dieses".

Neben Lastrup ist Deutsche Glasfaser  unter anderem  in Lindern und Löningen aktiv.  Die Unternehmensgruppe zählt nach eigenen Angaben zu den finanzstärksten Anbietern und verfügt über ein Investitionsvolumen von 7 Milliarden Euro. "Ihr Erscheinen hat Bewegung in den Markt gebracht", freut sich Michael Kramer. In den vergangenen Jahren hatte er es immer wieder schwer, den Glasfaserausbau selbst in Neubaugebieten voranzutreiben. Vom aktuellen Ausbau profitieren rund 50 Prozent aller Haushalte in der Gemeinde, die Schwerpunkte liegen dabei in Lastrup und Hamstrup. Geht es nach Kramer, könnte schon bald in Hemmelte weitergegraben werden. "Wir werden Glasfaser zwar nicht an jeder Milchkanne anbieten können, sind aber einen großen Schritt weiter gekommen", betont der Bürgermeister.

  • Info: Wer den Anschluss bislang nicht gefunden hat, jetzt aber doch noch aufspringen möchte, sollte das möglichst in den kommenden Wochen tun. Im ersten Quartal 2023 werden kostenlose Nachanschlüsse vorgenommen, teilt Deutsche Glasfaser mit. Infos gibt es im Servicepunkt in Lindern (Werlter Straße 7b) oder unter 02861/89060940 (deutsche-glasfaser.de).

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