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Erste Tiere aus Schweinepest-Sperrzone werden geschlachtet

Rund 2500 Mastschweine werden am Freitag im niederrheinischen Geldern (Nordrhein-Westfalen) geschlachtet. Das Fleisch soll in einem Betrieb in Thüringen weiter verarbeitet werden.

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Foto: dpa/Murat

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Knapp einen Monat nach dem Ausbruch der Afrikanischen Schweinepest im Emsland sollen die ersten Tiere aus der Sperrzone geschlachtet werden. Rund 2500 Mastschweine werden am Freitag im niederrheinischen Geldern (Nordrhein-Westfalen) geschlachtet, teilte das Landwirtschaftsministerium in Hannover am Donnerstag mit. Das Fleisch soll in einem Betrieb in Thüringen weiter verarbeitet werden.

Anfang Juli war auf einem Betrieb in Emsbüren (Landkreis Emsland) das für Tiere hochgefährliche Virus festgestellt worden. Die Tiere – 280 Sauen und 1500 Ferkel – mussten getötet werden. Um den Betrieb herum wurde eine Sperrzone eingerichtet.

Auflagen sind reine Vorsichtsmaßnahme

Davon betroffen sind in den Landkreisen Emsland und Grafschaft Bentheim rund 200.000 Schweine, die nur mit Ausnahmegenehmigung zu anderen Betrieben in der Überwachungszone oder zur Schlachtung gebracht werden dürfen. Die Einschränkungen gelten nach Vorgaben der EU-Kommission bis 14. Oktober. Bis dahin müsse für rund 100.000 Tiere die Schlachtung organisiert werden, da sie nicht mit Tieren außerhalb der Zone geschlachtet und verarbeitet werden dürfen, hieß es aus dem Ministerium.

Die Auflagen sind eine reine Vorsichtsmaßnahme. Die Afrikanische Schweinepest ist bisher nur auf dem einen Hof ausgebrochen, weitere Krankheitsfälle gab es in Niedersachsen nicht. Wöchentlich müssen den Angaben zufolge rund 8000 schlachtreife Schweine transportiert und 540 Tonnen Fleisch verarbeitet werden.

Niedersachsens Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast (CDU) äußerte sich erleichtert, dass damit ein Vermarktungsweg für die Tiere gefunden wurde: "Das ist eine gute Botschaft für die betroffenen Schweinehalterinnen und Schweinehalter." Es wäre gut, wenn weitere Schlachtunternehmen nachziehen.

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