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Einzelhandel rüstet sich fürs Weihnachtsgeschäft

Der Stadtmarketingverein „Moin Vechta“ will mit verlängerten Öffnungszeiten und besonderen Angeboten für ein Einkaufserlebnis sorgen. An Ideen mangelt es offenbar nicht.

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Neue Pläne auf der Einkaufsmeile: Die Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins „Moin Vechta“, Birgt Beuse (Mitte), und ihre Kolleginnen Sophie Sibbus (rechts) und Marleen Kordes arbeiten an dem Programm für die kommenden Wochen. Foto: Speckmann

Neue Pläne auf der Einkaufsmeile: Die Geschäftsführerin des Stadtmarketingvereins „Moin Vechta“, Birgt Beuse (Mitte), und ihre Kolleginnen Sophie Sibbus (rechts) und Marleen Kordes arbeiten an dem Programm für die kommenden Wochen. Foto: Speckmann

„Schön, dass Sie bei uns einkaufen!“ – Diesen oder ähnliche Sprüche können die Bürger schon in Kürze lesen, wenn sie über die Einkaufsmeile spazieren. Damit will der Stadtmarketingverein „Moin Vechta“ zeigen, dass die Menschen in den Geschäften willkommen sind. Neben den einladenden Aufklebern auf den Pflastersteinen sind viele weitere Anreize in der Vorweihnachtszeit geplant. Dazu gehören auch erweiterte Öffnungszeiten.

"Wir haben lange und viel überlegt, wie wir dem Weihnachtsgeschäft gegenüber treten können."Birgt Beuse, „Moin Vechta“- Geschäftsführerin

Der Einzelhandel in Vechta rüstet sich für das Weihnachtsgeschäft, das angesichts der Corona-Pandemie eine besondere Herausforderung darstellt. Die verkaufsoffenen Sonntage inklusive des publikumsstarken Thomasmarktes sind aufgrund der hohen Infektionszahlen und der schwierigen rechtlichen Rahmenbedingungen bereits gestrichen worden. Nun geht es darum, den Kunden auf andere Weise ein positives Einkaufserlebnis zu bieten.

„Wir haben lange und viel überlegt, wie wir dem Weihnachtsgeschäft gegenübertreten können“, sagt „Moin Vechta“- Geschäftsführerin Birgt Beuse. Erfahrungsgemäß gebe es zu Weihnachten einen Kundenansturm. Davor hätten die Geschäftsleute aufgrund der Pandemie großen Respekt. In einigen Läden sei die Besucherzahl teilweise begrenzt, die Möglichkeiten somit vielfach noch beschränkt. Hier gelte es Lösungen für die umsatzstärkste Zeit im Jahr zu finden.

Im Einzelhandel auf Bundesebene gibt es bereits die Tendenz, in den kommenden Wochen ganz gezielt Sonderöffnungszeiten anzubieten, um die stark frequentierten Kernzeiten in den Geschäften zu entzerren. Darüber sei auch mit den Mitgliedsbetrieben in Vechta gesprochen worden, berichtet Beuse. In Abstimmung mit den Händlern sei es darum gegangen, in welcher Form neue Angebote und Öffnungszeiten praktizierbar seien.

"Langer Donnerstag“ kommt zurück

In der Zeit vom 19. November bis zum 19. Dezember kehrt der altbekannte „Lange Donnerstag“ zurück, der vor der Änderung des Ladenschlussgesetzes auch in der Kreisstadt schwer in Mode war. Die Kunden sollen wieder bis 20 Uhr shoppen können. In Kombination dazu ist ein verlängerter Samstag vorgesehen. Hier steht eine Öffnung bis 18 Uhr im Raum. Verpflichtet sind die Geschäftsleute natürlich nicht, aber die Erweiterung bietet sicher auch die Chance, sich in der hektischen Adventszeit etwas mehr Zeit für die Kunden zu nehmen.

Beratung und Service sind das große Plus des Einzelhandels, der nicht erst seit Corona zunehmend unter Druck gerät. In den vergangenen Monaten hätten auch die Geschäftsleute in Vechta vielfach bemerkt, dass Kunden noch mehr im Internet einkaufen würden als vor der Pandemie, berichtet Beuse. Deswegen gehe es mehr denn je darum, die Vorzüge des stationären Einzelhandels aufzuzeigen und ein positives Einkaufserlebnis zu vermitteln.

Wie sich die Attraktivität der Einkaufsmeile und damit auch das Wohlgefühl der Kundschaft steigern lassen, haben die jüngsten Aktionen des Stadtmarketingvereins gezeigt. Die Erdbeer- und Apfeltage, garniert mit themenbezogenen Warenangeboten, Dekorationen und Gewinnspielen, haben zweifelsohne für einen Mehrwert gesorgt. „Diese Weg wollen wir jetzt weiter fortsetzen“, kündigt die Geschäftsführerin an.

„Süßes und Saures“ passend zu Halloween

Bereits zum kommenden Wochenende, das normalerweise im Zeichen des Thomasmarktes gestanden und tausende Menschen in die Innenstadt gelockt hätte, wollen die Läden ihre Lagerbestände reduzieren und Schnäppchen anbieten. Am Freitag nächster Woche gibt es „Süßes und Saures“, passend zu Halloween tags drauf. Zum herbstlichen Ambiente sollen selbst gestaltete Kürbisse aus den Kindertagesstätten beitragen. Sie werden auf den unlängst aufgestellten Bänken an der Großen Straße platziert.

In den folgenden Wochen sollen die traditionellen Weihnachtsbäume, historische Dekorationen und Kerzeninstallationen für weitere Hingucker auf der Einkaufsmeile sorgen. Alt und Jung können sich bis Weihnachten an einer Stempelrallye beteiligen und dabei Einkaufsgutscheine und Sachpreise gewinnen. Für Frauen gibt es an einem Abend besondere Kaufanreize. Besonders spannend wird das letzte November-Wochenende: Auf die Eröffnung des aktuell noch geplanten Weihnachtsmarktes der Stadt Vechta folgen der amerikanisch angehauchte Black Friday mit seinen Preisknüllern und schließlich am Samstag ein langer Einkaufsabend bis 22 Uhr.

Es gebe so viele Ideen, die ebenfalls umgesetzt werden könnten, wenn man nicht auf Abstands- und Hygieneregeln achten müsste, sagt Beuse. Aber die Vorgaben der Corona-Verordnung müssten eingehalten werden. Sie seien die Basis, dass die Geschäfte überhaupt geöffnet hätten und es hoffentlich auch weiter blieben. Deswegen will der Stadtmarketingverein offenbar auch nicht von Veranstaltungen oder Events sprechen, die tausende Menschen in die Innenstadt locken. „Wir wollen keinen Aktionismus, sondern dem Handel eine kleine Unterstützung bieten“, so die Geschäftsführerin.

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