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E-Gruppe investiert 70 Millionen Euro im Niedersachsenpark

Das Unternehmen will die 1. von 3 Logistikhallen Ende Mai 2022 eröffnen. Die anderen beiden Hallen sollen Ende August 2022 fertiggestellt sein.

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Es geht los: Auf einen guten Baufortschritt der Logistikhallen der E-Gruppe hoffen (von links) Michael Wernke (Samtgemeindebürgermeister Bersenbrücks), Dany Brodhag, Dammes Bürgermeister Gerd Muhle, Ansgar Brockmann (Bürgermeister Neuenkirchen-Vörden), Friedhelm Biestmann (Stellvertretender Landrat Kreis Vechta), Uwe Schumacher, Georg Schirmbeck, Sebastian Hüdepohl, Dr. Heinrich Brand (Aufsichtsrat Niedersachsenpark), Dr. Steven Engler und Georg Pott (SPD-Landtagsabgeordneter). Foto: Lammert

Es geht los: Auf einen guten Baufortschritt der Logistikhallen der E-Gruppe hoffen (von links) Michael Wernke (Samtgemeindebürgermeister Bersenbrücks), Dany Brodhag, Dammes Bürgermeister Gerd Muhle, Ansgar Brockmann (Bürgermeister Neuenkirchen-Vörden), Friedhelm Biestmann (Stellvertretender Landrat Kreis Vechta), Uwe Schumacher, Georg Schirmbeck, Sebastian Hüdepohl, Dr. Heinrich Brand (Aufsichtsrat Niedersachsenpark), Dr. Steven Engler und Georg Pott (SPD-Landtagsabgeordneter). Foto: Lammert

Der Grundstein für die 70-Millionen-Euro-Investition der E-Gruppe aus Herne im interkommunalen Industrie- und Gewerbegebiet Niedersachsenpark auf Neuenkirchen-Vördener und Riester Gebiet ist gelegt. 

Am 31. Mai 2022 will das Unternehmen, das sich auf die Entwicklung, Realisierung, das Management und die Vermarktung von gewerblichen Immobilienprojekten spezialisiert hat, nun auf dem 15 Hektar großen Gelände an der Hannoverschen Straße auf Riester Gebiet die erste von 3 Logistikhallen eröffnen. Die Halle misst 47.000 Quadratmeter. 2 weitere Hallen – 19.000 und knapp 15.000 Quadratmeter groß – sollen dem Vernehmen nach bis Ende August 2022 fertiggestellt sein.

Dr. Steven Engler, Geschäftsführer der E-Gruppe mit Sitz in Herne und Gelsenkirchen, teilte am Mittwoch am Rande der offiziellen Grundsteinlegung mit zahlreichen geladenen Gästen mit, dass für die große Halle ein Mieter gefunden sei: Die Aktiengesellschaft Delticom aus Hannover; sie sei in der Reifenbranche tätig.

Produktportfolio umfasst Sortiment aus mehr als 600 Marken

Mit der Marke ReifenDirekt sei das Unternehmen in der Onlinedistribution von Reifen und Kompletträdern führend in Europa, sagte der Geschäftsführer. Das Produktportfolio umfasse ein Sortiment von mehr als 600 Marken und 18.000 Reifenmodellen für Pkw und Motorräder. Ebenfalls im Angebot seien Kompletträder und Felgen. Für die beiden kleineren Hallen gebe es nach Worten Dr. Englers mehrere Interessenten, unterschrieben sei aber noch nichts.

Bei einem der teuersten Projekte der 1980 gegründeten E-Gruppe setzt die Geschäftsführung aus Gründen der Nachhaltigkeit – Logistik ist nach Worten Dr. Englers per se nicht nachhaltig – auch auf die Erzeugung von Strom aus Erneuerbaren Energien. Auf die Dächer der Hallen lässt sie Photovoltaikanlagen mit einer Gesamtfläche von 55.000 Quadratmetern setzen. Zudem hat die E-Gruppe nach Worten ihres Geschäftsführers mit dem Fraunhofer-Institut Oberhausen eine Studie erstellt, ob es sich rentiert, aus dem in den Photovoltaikanlagen erzeugten Strom Wasserstoff herzustellen. Das sei der Fall, wenn sich ein Abnehmer für den Wasserstoff finde. Den Interessenten gebe es. Dr. Engler erklärte, es liefen Gespräche mit einem Unternehmen im Niedersachsenpark.

Den Auftrag für die Realisierung der 3 Hallen hat die E-Gruppe dem Unternehmen GSE Deutschland erteilt. Es hat im Niedersachsenpark bereits 2 Gebäude gebaut; es sind die Komplexe des Automobilkonzerns PSA Peugeot Citroen sowie das European Distribution Center von Adidas.

Standort Niedersachsenpark kristallisierte sich auf Expo Real in München heraus

Dass die E-Gruppe im Niedersachsenpark tätig ist, führt sie letztlich auf die Immobilienmesse Expo Real in München im Jahr 2018 zurück. Damals schlug Uwe Schumacher, Geschäftsführer der Gesellschaft Niedersachsenpark, Dr. Engler vor, im Park zu bauen. Zunächst stockten entsprechende Überlegungen mangels möglicher Mieter. Dann aber habe ihn ein Unternehmen, mit dem die Gruppe schon länger kooperiert, angesprochen wegen einer Halle im Raum Osnabrück, sagte Dr. Engler. Deswegen nahm er den Kontakt zur Gesellschaft Niedersachsenpark wieder auf.

Riestes Bürgermeister Sebastian Hüdepohl erklärte, das E-Gruppen-Projekt passe hervorragend in den Park. Dessen Gesellschafter müssten die Chancen des Gebiets nutzen und die Zukunft im Blick behalten. Für Rieste und Neuenkirchen-Vörden bedeute die Ansiedlung eine Weiterentwicklung, aber auch eine Herausforderung wegen des erforderlichen Ausbaus der Infrastruktur.

Schirmbeck wünscht sich gemeinsamen Tag der offenen Tür

Georg Schirmbeck, Vorsitzender des Aufsichtsrates der Niedersachsenpark-Gesellschaft, unterstrich auch mit Blick auf die E-Gruppen-Investition, die Verantwortlichen des Niedersachsenparks müssten die heimische Bevölkerung noch mehr darauf hinweisen, was sich in den vergangenen 20 Jahren in dem Industrie- und Gewerbegebiet getan habe. Dann würden mehr Menschen hinter dem Park stehen. In dem Zusammenhang regte er an, die ansässigen Firmen sollten demnächst gemeinsam einen Tag der offenen Tür veranstalten.

Dany Brodhag, Geschäftsführer von GSE Deutschland, sprach von einem Leuchtturmprojekt in architektonischer und energetischer Effizienz. Er bezeichnet Rieste als eine kleine Gemeinde, die in der Superliga von bedeutenden Firmen mitspiele.

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