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Dringend notwendig

Thema: EU will Halbleitertechnologie fördern – Unter den 10 größten Produzenten 2021 befand sich kein Unternehmen mit Sitz in Europa. Die Europäische Union scheint aber endlich aufgewacht zu sein.

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Die Globalisierung ist ein zweischneidiges Schwert. Das merken die Europäer und vor allem auch die Deutschen gerade beim Thema Mikrochips. Ein großer Mangel an diesen so wichtigen Bausteinen legt ganze Wirtschaftszweige fast lahm. Skeptiker warnen schon seit langem vor den Folgen der Abhängigkeit von den US-amerikanischen und asiatischen Halbleiter-Herstellern. Wie groß die ist, zeigt sich an folgender Tatsache: Unter den 10 größten Produzenten 2021 befand sich kein Unternehmen mit Sitz in Europa.

Die Europäische Union scheint aber, ein kleiner Lichtblick, endlich aufgewacht zu sein. Zwar sehr spät, hoffentlich aber nicht zu spät. Wenn sie ankündigt, eine Summe von 42 Milliarden Euro an öffentlichen Geldern in einen Chip Act zu investieren, um die Länder der Gemeinschaft autarker zu machen in Sachen Mikrochip, dann ist das ein wichtiger Schritt.

"Es muss gelingen, in sehr kurzer Zeit ein transparentes Regelwerk zu erstellen, wie die Förderung in der EU erfolgen soll."Klaus-Peter Lammert

Allerdings: Die USA pumpen rund 52 und China rund 150 Milliarden Euro in diesen in Zukunft immer wichtiger werdenden Industriezweig. Da stellt sich die Frage, warum die Europäer nicht noch größere Anstrengungen unternehmen, um den Halbleiter-Vorsprung der weit davongeeilten Mitbewerber aufzuholen.

Ungeachtet dessen: Es muss gelingen, in sehr kurzer Zeit ein transparentes Regelwerk zu erstellen, wie die Förderung in der EU erfolgen soll – ohne dass die Bürokraten in Brüssel und Straßburg das Vorhaben mit immer neuen Vorschriften torpedieren. Denn sonst droht sich der Abstand zwischen der EU und den Asiaten sowie US-Amerikanern mit dramatischen Folgen für die Wirtschaft in der EU weiter zu vergrößern.

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