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Drei von vier Berufsanfängern sind zufrieden mit Ausbildung

Viele finden aber gar nicht erst einen Ausbildungsplatz. Der Deutsche Gewerkschaftsbund will zentrale Gründe dafür erkannt haben und präsentiert Lösungen.

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Ein Bauarbeiter mit einem Gasbrenner beim Bau eines Mehrfamilienhauses. Foto: dpa/Stratenschulte

Ein Bauarbeiter mit einem Gasbrenner beim Bau eines Mehrfamilienhauses. Foto: dpa/Stratenschulte

Drei von vier Berufsanfängern im Nordwesten sind mit ihrer Ausbildung zufrieden. Das geht aus dem Ausbildungsreport für Niedersachsen und Bremen hervor, den der zuständige Bezirk des Deutsche Gewerkschaftsbundes (DGB) am Mittwoch in Hannover vorstellte. Weiterhin gebe es allerdings Probleme bei der Besetzung von Ausbildungsplätzen.

Vor allem Auszubildende in Betrieben mit einer Jugenauszubildendenvertretung und einem Betriebsrat sind laut dem Ausbildungsreport zufrieden. 88,5 Prozent von ihnen seien "zufrieden" oder "sehr zufrieden", teilte der DGB mit. Zugleich seien nur 58 Prozent mindestens "zufrieden" wenn es keine Interessensvertretung gebe. Im Vorjahr hätten die Werte bei 82 und 63 Prozent gelegen. Darüber hinaus habe die Befragung ergeben, dass 9,5 Prozent (Vorjahr: 6,2 Prozent) der Unter-18-Jährigen mehr als die gesetzlich erlaubten 40 Stunden pro Woche arbeiten.

7580 Bewerber suchen noch einen Ausbildungsplatz

Für das aktuelle Ausbildungsjahr sind in Niedersachsen noch 7580 Bewerber und Bewerberinnen als suchend nach einem Ausbildungsplatz bei der Bundesagentur für Arbeit gemeldet, hieß es. Gleichzeitig seien noch 4641 Ausbildungsplätze unbesetzt. Die Zahl der Bewerber sei gegenüber dem Vor-Corona-Jahr 2019 um 18 Prozent gesunken. Im Bundesland Bremen suchen noch 803 Menschen eine Ausbildung.

Viele junge Menschen fänden keinen Betrieb, bei dem sie eine Ausbildung machen können, unter anderem weil Angebote zur Berufsorientierung nicht gut genug oder zu wenig bekannt seien, hieß es. "Es braucht ein Ankerfach im Unterricht, in welchem in regelmäßigen Abständen Berufsorientierung zum Thema gemacht wird", forderte etwa die Leiterin der Abteilung Jugend beim DGB Niedersachsen, Ute Neumann.

Der DGB erneuerte zudem seine Forderung nach garantierten Ausbildungsplätzen, die über einen von Betrieben getragenen sogenannten Zukunftsfonds finanziert werden sollen.

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