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Diskussion um C-Port-Pläne

Die geplanten Ansiedlungen am C-Port sorgen weiter für Diskussionen. Jetzt hat sich auch der Ortsverein Saterland der SPD mit dem Thema „Gülleprojekt am C-Port“ beschäftigt.

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Umstritten: Die Ansiedlung von Gülle und Mist verarbeitenden Anlagen am C-Port und der Umgang mit dem Thema sorgt für Diskussionen.	Foto: MT-Archiv/Stix

Umstritten: Die Ansiedlung von Gülle und Mist verarbeitenden Anlagen am C-Port und der Umgang mit dem Thema sorgt für Diskussionen. Foto: MT-Archiv/Stix

Das Thema wird insbesondere im Saterland diskutiert, seit Bürgermeister Thomas Otto in einer Ratssitzung die Ansiedlung von zwei Großprojekten in dem Industriepark öffentlich gemacht hat, obwohl die Verhandlungen mit den Investoren noch laufen. Wie berichtet, geht es dabei um zwei Projekte, die Gülle und Mist im großen Stil verarbeiten wollen.

In einer gemeinsamen nicht-öffentlichen Sitzung sollen Dienstagabend der Gemeinderat Saterland, der Stadtrat Friesoythe sowie die Kreistagsmitglieder der beiden Kommunen genauer informiert werden. An diesem Vorgehen nimmt die Saterländer SPD, wie aus einer Pressemitteilung des Ortsvereins deutlich wird, Anstoß.

„Die SPD-Mitglieder würden sich nicht anmaßen, über die Qualität der Anlagen zu urteilen“, heißt es zunächst in der Pressemeldung. „Sehr verwundert zeigten sich die Teilnehmer aber darüber, dass eine Informationsveranstaltung dazu lediglich für einen ausgewählten Kreis (den Ratsmitgliedern) durchgeführt werden soll.“

Die SPD betont zudem, „dass große Unwissenheit und Unklarheit herrscht“. Gleichzeitig sind die Genossen besorgt darüber, dass mit einer groß angelegten Gülle-Verarbeitung „bestehende Verhältnisse verfestigt würden. Die Forderung, Tierbestände zu reduzieren, um wieder ein gesundes Verhältnis von Boden zum Tier zu erreichen, würde überhaupt nicht berücksichtigt“, heißt es in der Pressemitteilung.

Darüber hinaus befürchten die Saterländer SPD-Mitglieder, dass eventuelle Undichtigkeiten vor allem von den Gemeinden nördlich des Küstenkanals „ausgebadet“ werden müssten. Nicht zuletzt sei zu befürchten, so heißt es in der Pressemitteilung weiter, dass die Ansiedlung weiterer Betriebe am C-Port ins Stocken geraten könne, wenn auf dem Gelände Gülleseparierungsanlagen vorhanden seien.

Aus diesen Gründen sei die SPD der Ansicht, dass es ein Recht auf umfassende Information gebe. „Wir fordern die Information der Öffentlichkeit zu diesen Projekten“, so der Saterländer SPD-Vorsitzende Karl-Peter Schramm.

C-Port-Geschäftsführer Arno Djuren versicherte auf MT-Anfrage, dass all diese Fragen beim Zweckverband angekommen und bekannt seien. Er verwies darauf, dass die Ansiedlungen momentan in einem laufenden verbandsinternen Verwaltungs- und Prüfprozess seien und sich damit in dem auch sonst üblichen Beratungsgang befänden. In diesem Stadium, so Djuren, sei eine nicht-öffentliche Befassung der Ratsgremien der korrekte Weg.

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