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Digitalisierung prägt künftig den Handel

Die 19. Elite-Fohlenauktion brachte einen Umsatz von mehr als 300.000 Euro. Den höchsten Preis erzielte Don Royal, der für 41.000 Euro den Besitzer wechselte.

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Zur Preisspitze bei der jüngsten Elite-Fohlenauktion avancierte Damon-Hill-Nachkomme Don Royal. Foto: gr. Feldhaus

Zur Preisspitze bei der jüngsten Elite-Fohlenauktion avancierte Damon-Hill-Nachkomme Don Royal. Foto: gr. Feldhaus

Die Corona-Pandemie stellt den Alltag im Oldenburger Pferdezentrum weiter auf den Kopf. Die gewohnten Begegnungen von Züchtern und Käufern sind unter den geltenden Abstands- und Hygieneregeln kaum möglich. Daran wird sich auch nach der 19. Elite-Fohlenauktion, die am Samstagabend auf dem Gelände an der Grafenhorststraße stattfand, vorerst nichts ändern.

„Zu unserer alten Verfahrensweise werden wir in diesem Jahr nicht mehr zurückkommen“, erklärt Heiner Kanowski, Geschäftsführer des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes (VZOP). Er geht davon aus, dass auch die noch ausstehenden Großveranstaltungen ohne Publikumsverkehr stattfinden. Dies betrifft die Herbst-Elite-Auktion für Reitpferde und Fohlen (2. bis 3. Oktober) ebenso wie die Oldenburger Hengst-Tage (19. bis 21. November).

Handel wird weiter über Internet abgewickelt

Der Handel wird also weiterhin über das Internet abgewickelt. Die Interessenten geben ihre Gebote per Mausklick oder auch Telefon ab und können die Versteigerung im Live-Stream verfolgen. Das Verfahren hat sich inzwischen bewährt. Allerdings bleibt der persönliche Kontakt auf der Strecke. „Für das Geschäft ist das schwierig, weil wir viele Leute vor Ort nicht begrüßen können“, sagt Kanowski. Vor allem bei Neukunden sei der Austausch wichtig.

Wann die Pandemie wieder eine Rückkehr in den normalen Betrieb zulässt, ist derzeit nicht abzusehen. Aber für die Vertreter des Oldenburger Pferdezentrums steht schon jetzt fest, dass die Erfahrungen aus den vergangenen Monaten für die weitere Arbeit sehr wertvoll sind. „Die Digitalisierung wird in Zukunft eine ganz große Rolle in unserem Haus spielen“, erklärt der Geschäftsführer.

In erster Linie geht es darum, die Kommunikation durch den Einsatz der Medien zu verbessern. Die Informationen sollen noch schneller an Züchter und Reiter fließen. Außerdem soll über die Krise hinaus die Möglichkeit bestehen, dass potenzielle Käufer nicht zwangsläufig anwesend sein müssen, sondern sich online an den Auktionen beteiligen können. „Daran müssen wir arbeiten. Diesen Service werden die Kunden nachfragen“, ist Kanowski überzeugt.

„Im Moment ist die Lage stabil."Heiner Kanowski, Geschäftsführer des Verbandes der Züchter des Oldenburger Pferdes

Auf das Geschäft im Oldenburger Pferdezentrum scheint sich die Krise bisher nicht negativ auszuwirken. Schon die ersten Auktionen waren vielversprechend. Sowohl bei den Fohlen als auch Reitpferden gab es eine deutliche Umsatzsteigerung. „Im Moment ist die Lage stabil“, stellt der Geschäftsführer fest. Er geht davon aus, dass das Vorjahresniveau gehalten oder vielleicht sogar noch übertroffen werden könnte.

In diesem Kontext brachte die 19. Elite-Fohlenauktion einen Umsatz in Höhe von 312 750 Euro, der Durchschnittspreis lag bei mehr als 14 200 Euro.

Don Royal beibt in Deutschland

Den höchsten Preis erzielte der Damon-Hill-Sohn Don Royal aus der Zucht von Vivien Rudolph aus Kirchgellersen (Landkreis Lüneburg). Der Hengstanwärter wird gegen Zahlung von 41.000 Euro künftig bei einer Dressurliebhaberin in Deutschland bleiben.

Damit ist Don Royal eher eine Seltenheit. Denn: 13 von 22 Auktionskandidaten wurden von Oldenburger Freunden aus dem Ausland ersteigert. Sie werden künftig unter anderem in der Schweiz, Österreich, Ungarn und Südafrika aktiv sein. Die zweite Preisspitze – mit einem Zuschlag bei 27.000 Euro – ist Zypriana aus der Zucht von Frank Grote aus Neuenkirchen.

Bei den Springfohlen avancierten zwei Oldenburger Elite-Fohlen zu Preisspitzen mit jeweils 14.000 Euro: Zum einen Cornet-Obolensky-Nachkomme Come together aus der Zucht von Jochen Willen aus Löningen. Das Stutfohlen wechselt zu Stammkunden aus der Schweiz. Zweite Preisspitze ist Cortez aus der Zucht von Franz-Josef Broxtermann aus Wardenburg.

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