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Diese Weihnachtsbäume duften besonders weihnachtlich

In diesem Jahr läuft das Geschäft besonders lang, weil die Adventszeit schon am 27. November begonnen hat. Das änder aber nichts an der Qual der Wahl: Welcher Baum soll's denn sein? Ein Überblick.

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Symbolfoto: dpa

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Der Verkauf von Weihnachtsbäumen läuft dieses Jahr gut an. Anfang Dezember seien bereits 15 Prozent der aus Deutschland kommenden 27 Millionen Naturweihnachtsbäume verkauft worden, sagte der Vorstandschef des Landesverbandes der Weihnachtsbaum- und Schnittgrünerzeuger, Bernd Oelkers, der Deutschen Presse-Agentur. Auch bei etwa 15 Prozent der rund 4,5 Millionen Bäume aus Niedersachsen sei das mittlerweile der Fall. "Wir sind erstaunt, dass so viele schon da sind", sagte Oelkers über seine Kundschaft.

In diesem Jahr ist die Adventszeit besonders lang. Da Heiligabend auf einen Samstag fällt und der vierte Advent stets auf dem Sonntag vor dem ersten Weihnachtsfeiertag liegt, rutscht der letzte Advent eine Woche vor – auf den 18. Dezember. Erster Advent war daher in diesem Jahr bereits am 27. November. Dies streckt die Zeit bis Heiligabend auf 28 Tage - die längste Adventszeit, die möglich ist.

Der große Run beginnt wohl am 3. Advent

Durch die so ausgeweitete festliche Phase geraten viele Haushalte in Lagerungsnot, erklärte Oelkers. "Der Baum muss dann sehr lange stehen und lange gepflegt werden." Einige Kunden hätten da schon eine Idee: Ein Baum werde für den Beginn der Adventszeit besorgt, einer für Weihnachten selbst. So sei der Baum für das Fest frisch und gut gepflegt. Der Höhepunkt des Verkaufs komme wohl erst noch, schätzt Oelkers. "In den letzten Jahren war es etwa der dritte Advent, wo der Run am größten war." Allein an einem Wochenende würden dann bis zu 30 Prozent der Bäume verkauft werden.

Nordmanntanne ist weiterhin der Liebling der Deutschen

Der mit Abstand beliebteste Weihnachtsbaum der Deutschen, die Nordmanntanne, ist fast völlig geruchsneutral. Das mögen einige Käufer bedauern, für die allermeisten zählten aber die sattgrünen und nicht pieksenden Nadeln und der schöne Aufbau des Baums, sagt Claudia Wendt vom Landesverband Gartenbau NRW.

Rund 85 Prozent der Käuferinnen und Käufer entscheiden sich laut Verbandsangaben für die Nordmanntanne. Wer dabei den typisch kräftigen Baumduft aus Kindheitstagen vermisst, könne ja auf andere Bäume ausweichen, sagt Wendt.

Neben der Rotfichte gilt vor allem die Blaufichte als Duftspender: „Typisch für die Blaufichte (Picea pungens) ist ihr blauer Schimmer auf den sehr stechenden Nadeln und der harzige Waldgeruch, den sie verströmt“, beschreibt der Umweltverband Nabu.

Oder darf es ein angenehmer Zitrusduft sein?

Exquisite Alternativen gibt es daneben auch noch: So duftet die Kork- oder Felsengebirgstanne angenehm nach Zitrus, die leicht asymmetrisch wachsende Nobilistanne verströmt einen Orangengeruch. Beide Bäume würden aber nur in geringen Stückzahlen verkauft, sagt Wendt. Nobilis liege von den Verkaufszahlen auf Platz drei hinter der Nordmanntanne und der Blaufichte.

Der Verkauf von Weihnachtsbäumen sei trotz Energiekrise und Inflation bisher recht gut angelaufen. Beim Schnittgrün laufe der Verkauf dagegen eher durchschnittlich. Genaue Zahlen hat ihr Verband bisher nicht.

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