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Die Volksbank Visbek verabschiedet Gerd Bahlmann

Der langjährige Vorstand war rund 30 Jahre in dem Bankinstitut tätig. Seine Nachfolge wird Marcel Scheele antreten. Bahlmann möchte die Zeit nun mit seiner Familie nutzen.

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Verabschiedet: Johannes Freundlieb (links, Direktor des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems) und Gerd Bahlmann. Foto: MosBild

Verabschiedet: Johannes Freundlieb (links, Direktor des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems) und Gerd Bahlmann. Foto: MosBild

„Einsatzbereitschaft, Durchhaltevermögen, Standfestigkeit, Verantwortungsbewusstsein und Mut gehören zu den Stärken unseres Vorstandes Gerd Bahlmann“ so hieß es auf dessen Verabschiedung von der Volksbank Visbek. Mit diesen Eigenschaften habe Bahlmann 1978 nach dem Abitur seine Ausbildung bei der Volksbank Visbek begonnen, die wie folgt seinen Werdegang skizziert: Nach bestandener Prüfung wechselte der frischgebackene Bankkaufmann zur Volksbank Emstek.

In den folgenden Jahren absolvierte er erfolgreich diverse Lehrgänge in der Raiffeisenschule Rastede. Doch er suchte die nächste Herausforderung und besuchte das Genossenschaftliche Bankführungsseminar bei der Akademie Deutscher Genossenschaften in Montabaur. Im Februar 1991 bestand Bahlmann die Prüfung und hatte damit den Titel „Diplomierter Bankbetriebswirt ADG“ erworben, mit dem er 1992 zurück zur Volksbank Visbek wechselte und am 1. Januar 1993 zum hauptamtlichen Vorstand bestellt wurde. In den circa 44 Jahren seines Berufslebens arbeitete er etwa 30 Jahre lang als Vorstand in der Volksbank Visbek. Sein Wirken sei in dieser Zeit von vielfältigen Veränderungen im Bankenwesen geprägt. Das Berufsbild des Bänkers habe sich grundlegend gewandelt. Die tägliche Arbeit eines Bänkers habe durch die IT-Technik und durch die immer neuen und schärferen Anforderungen der Bankenaufsicht ein völlig neues Gesicht bekommen. Dass die Volksbank Visbek in der Vergangenheit nie in ernsthafte Schwierigkeiten geraten ist, sei auch dem scheidenden Vorstand Gerd Bahlmann mit seiner umsichtigen Arbeitsweise zu verdanken.

In Bahlmanns Amtszeit stieg die Bilanzsumme der Bank um über 200 Millionen Euro an

Unter seiner Leitung sei die Bilanzsumme der Bank von damals 55 Millionen Euro auf jetzt knapp unter 275 Millionen Euro rasant gewachsen. Ebenfalls sei das Bankgebäude entsprechend der Zeit und ihren Anforderungen stetig erweitert worden.

Mit Blick in die Zukunft wurde 2009 die Energie Visbek-Bakum eG gegründet. Mit Stolz könne man sagen, dass diese Energiegenossenschaft die größte ihrer Art im Oldenburger Münsterland ist und dass das Geschäftsmodell stabile Erträge abwirft. Ein weiterer Verdienst, den sich Gerd Bahlmann zuschreiben könne, ist die Gründung der Visbeker Bau und Energie GmbH zum Zwecke der Erschließung eines Wohngebietes. Die heutige Wilkenstraße sei in Rekordzeit geplant, erschlossen und verkauft worden. Die neu entstandene Siedlung sei ein Schmuckstück für Visbek.

Sehr wichtig seien dem scheidenden Bänker auch die sozialen und kirchlichen Einrichtungen in der Gemeinde Visbek. Bahlmann initiierte demnach die Stiftung der Volksbank Visbek und die Vila-Stiftung. Jährlich erhalten caritative und soziale Einrichtungen sowie Vereine Spenden für diverse Projekte. Eine ganz besondere Herzensangelegenheit sei ihm die Unterstützung für die Kirche, hier insbesondere die Unterstützung für seinen Bruder Johannes, dem Bischof von Obidos in Brasilien, für den er seit Jahren als ehrenamtlicher „Finanzminister“ arbeite. Seine langjährige Vorstandsarbeit wurde mit der Verleihung der Ehrennadel in Gold vom Direktor des Genossenschaftsverbandes Weser-Ems, Johannes Freundlieb, gewürdigt. Freundlieb berichtete, dass die Volksbank Visbek zu der erfolgreichsten Bankengruppe Europas gehöre. Diese Bankengruppe sei gekennzeichnet durch hohe Marktanteilsgewinne, gute Ertragskraft, versehen mit der besten Ratingeinstufung einer deutschen Bank, die obendrein in der Bevölkerung tief verankert ist. Ihr gehören 22 Millionen Mitglieder und etwa 30 Millionen Kunden an.

Bahlmann möchte nun mehr Spiele von RW Visbek und Werder Bremen besuchen

Gerd Bahlmann sei ein sportlicher Mensch. Fußball und Tennis sind demnach seine Passion. Ehrenamtlich hat er über Jahre den Sportverein Rot-Weiß Visbek und den Tennisverein in verschiedenen Vorstandspositionen unterstützt. Es sei für ihn immer noch wichtig zu wissen, wie die Spiele der heutigen Herrenmannschaften ausgegangen sind.

In Zukunft hat er mehr Zeit, sich die Spiele selbst vor Ort in Visbek anzuschauen. Ebenso kann er die Spiele seines Lieblingsvereins Werder Bremen jetzt häufiger im Stadion verfolgen. Die Zeit, die jetzt ihm gehört, möchte er für sich und seine Familie nutzen und manches nachholen, was oft in der Vergangenheit zu kurz gekommen ist. Der Aufgabenbereich von Gerd Bahlmann wurde von Marcel Scheele übernommen, der im Februar in den Vorstand der Volksbank Visbek bestellt wurde. Er leitet zusammen mit seinem Vorstandskollegen Walter Tönnies die Geschicke der Bank.

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