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Die Strom- und Gaspreise in der Region bleiben stabil – aber wie lange noch?

Die marktführenden Anbieter EWE und eon beobachten das Geschehen am Gas- und Strommarkt intensiv. Derweil bereitet eon-Chef Thon die Verbraucher auf weitere Preissteigerungen vor.

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Im Bild die Zündvorrichtung einer in Betrieb befindlichen Gastherme. Der fossile Energieträger könnte für die Verbraucher auf Sicht erheblich teurer werde. Foto: dpa / Försterling 

Im Bild die Zündvorrichtung einer in Betrieb befindlichen Gastherme. Der fossile Energieträger könnte für die Verbraucher auf Sicht erheblich teurer werde. Foto: dpa / Försterling 

Trotz der weiterhin hohen Preise für Gas planen die marktführenden Anbieter im Oldenburger Münsterland, EWE und eon, aktuell keine neuerlichen Preisanpassungen für ihre Kunden. Der Oldenburger Energieversorger EWE hatte zuletzt am 1. Januar seine Preise allgemein erhöht, am 1. April seine „Comfort“-Tarife angepasst. Der Strompreis stieg zuletzt um 13,1 Prozent, der für Gas um 26,4 Prozent. Anfang Januar hatte der im Südkreis Vechta liefernde Energiekonzern eon die Preise für Gas in der Grundversorgung in Niedersachsen angepasst, so eon-Sprecher Stefan Mariße, der die Gas-Mehrkosten für einen Durchschnittshaushalt auf rund 19 Euro pro Monat taxiert.

Auf Anfrage von OM-Medien erklärt EWE-Sprecher Dietmar Bücker, dass die Oldenburger „anders als andere Energieversorger erst zu Beginn dieses Monats die Energiepreise für Strom und Gas in der Grundversorgung angepasst“ haben. Die angespannte Beschaffungssituation stelle „EWE vor große Herausforderungen. Wir bewerten derzeit, ob wir in absehbarer Zeit die Energiepreise erneut werden anpassen müssen“. Wann die Preise wieder geprüft werden, sagt Bücker nicht, es gehe „eher um Wochen als um Monate“. Mit Wirkung zum 1. Juni steht im Zuge der April-Preisanhebungen bei EWE eine Erhöhung der Preise in der Grundversorgung an.

"Wir schauen uns die Situation jeden Tag an."Stefan Mariße. Sprecher des Energieversorgers eon

Wegen der aktuell „dynamischen Ereignisse“ am Energiemarkt, „schauen wir uns die Situation jeden Tag an“, sagt Mariße. Zwar habe man die steigenden Kosten beim Gas bislang durch vorausschauende Beschaffung „abfedern“ können, eon habe aber „zahlreiche Kunden von nicht mehr lieferfähigen Discountanbietern in die gesetzliche Grundversorgung aufnehmen müssen“. Deshalb habe man neu kalkulieren müssen.

Zuletzt hatte eon-Deutschlandchef Filip Thon die Verbraucher auf massive Preisaufschläge für Gas und Strom vorbereitet. Es gehe um Anhebungen um bis zu 35 Prozent.

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