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Die OM-Mediengruppe trauert um Dr. Jan-Herbert Uptmoor

Der ehemalige Verlagsleiter der Oldenburgischen Volkszeitung verstarb an Weihnachten in Vechta im Alter von 91 Jahren.

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Verstorben: Der Vechtaer Verlagsleiter Dr. Jan-Herbert Uptmoor. Foto: Esslinger

Verstorben: Der Vechtaer Verlagsleiter Dr. Jan-Herbert Uptmoor. Foto: Esslinger

An Weihnachten ist der Vechtaer Verleger Dr. Jan-Herbert Uptmoor im Alter von 91 Jahren verstorben. Eigentümer, Geschäftsführung und Belegschaft der OM-Mediengruppe trauern um den langjährigen Verlagsleiter der Oldenburgischen Volkszeitung. Er erhielt unter anderem für seine Verdienste um den Lokaljournalismus den Verdienstorden am Bande des Bundesverdienstkreuzes.

„Ich bin vielseitig verwendbar“ – nach diesem Lebensmotto stellte sich der Stukenborger 1964 der Aufgabe, den Vechtaer Zeitungsverlag, an dem seine Familie bis heute beteiligt ist, aus bescheidenen Verhältnissen in eine erfolgreiche Zukunft zu führen. Zuvor hatte der studierte Diplom-Landwirt zunächst die väterliche Landwirtschaft übernommen und 1962 seine Promotion abgeschlossen. Bis 1995 lenkte Uptmoor die Geschicke der OV mit großem wirtschaftlichen und auch publizistischen Erfolg. Sie ist bis heute die auflagenstärkste Tageszeitung im Oldenburger Münsterland.

Jahrzehnte engagierte sich Uptmoor zugleich für die CDU im Vechtaer Stadtrat, 18 Jahre auch im Vechtaer Kreistag. In den Vorständen von Volksbank und Genossenschaft übernahm er Verantwortung. 2001 ermöglichte Uptmoor die Gründung der Luzie-Uptmoor-Stiftung und sicherte für die Region das künstlerische Werk seiner 1984 verstorbenen Tante, einer bedeutenden spätimpressionistischen Malerin.

Klare Kante für die Heimat zeigte Uptmoor als Verleger in den 1970er Jahren in der letztlich erfolgreichen Auseinandersetzung mit der Landesregierung um die Selbstständigkeit des Landkreises Vechta. Die OV hatte ihren Anteil am Erhalt der kommunalen Struktur, die auch in den Folgejahren eine wichtige Triebfeder des weiteren wirtschaftlichen Aufschwungs in Südoldenburg blieb.

„Und die Zeitung wuchs mit“, blickte Uptmoor als Pensionär zufrieden auf sein Lebenswerk zurück. Stets betonte Uptmoor, dass dieser Erfolg viele Väter hatte. Die „journalistische Freiheit“ seiner Redakteure wusste er zu verteidigen. Die Auflage verdoppelte sich in seiner Amtszeit.

Uptmoor war in Vechta zeitlebens ein stadtbekanntes Original

1972 wurde ein neues Druckhaus an der Gutenbergstraße in Vechta gebaut, 1980 vom Bleisatz auf Computersatz umgestellt, 1985 in eine neue Rotation investiert. Auch die 1988 vereinbarte und stetig ausgebaute Zusammenarbeit mit der Münsterländischen Tageszeitung in Cloppenburg trägt bekanntlich bis heute Früchte. Seit 2020 sind beide Verlage in der OM-Mediengruppe vereint.

Uptmoor war in Vechta zeitlebens ein stadtbekanntes Original, seinen Mitmenschen zugewandt und seinem Stammtisch, den „Pottkiekers“, stets die Treue haltend. Gerieten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der OV in ernsthaftere Schwierigkeiten, war auf Uptmoor Verlass. Nicht zufällig wurde er in der Belegschaft respektvoll „der Alte“ genannt. Familiären Halt fand der Verstorbene zeitlebens bei seiner lieben Ehefrau und den drei Kindern. Der Familie gilt unser tief empfundenes Beileid. Der Verstorbene möge ruhen in Frieden.

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