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Die Glasfaser kommt: Highspeed für die Friesoyther Innenstadt

2520 Adressen im Innenstadtbereich können ab Mitte 2022 an das bis zu 1000 MBit schnelle Glasfasernetz angeschlossen werden. Die Bauarbeiten für die Verlegung der Kabel haben jetzt begonnen.

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Den offiziellen Startschuss für den Bau des Glasfasernetzes in der Friesoyther Innenstadt gaben (von links) Gerd Niemann (EWE Netz), Bürgermeister Sven Stratmann, Sascha Zink (Glasfaser Nordwest), Bauamtsleiter Klaus Sandmann und Carsten Höfinghoff (Glasfaser Nordwest).   Foto: Stix

Den offiziellen Startschuss für den Bau des Glasfasernetzes in der Friesoyther Innenstadt gaben (von links) Gerd Niemann (EWE Netz), Bürgermeister Sven Stratmann, Sascha Zink (Glasfaser Nordwest), Bauamtsleiter Klaus Sandmann und Carsten Höfinghoff (Glasfaser Nordwest).   Foto: Stix

Die Bauarbeiten laufen schon, jetzt haben die Stadtverwaltung und die beteiligten Unternehmen auch offiziell den Startschuss für den Ausbau des Glasfasernetzes im Innenstadtbereich Friesoythe gegeben. Bis Ende Mai, spätestens Anfang Juni soll das Verteilnetz im Stadtgebiet liegen. Im Mai beginnt der Bau der Hausanschlüsse, Mitte des Jahres sollen die ersten Anschlüsse freigeschaltet werden.

Die Tiefbautrasse, die dafür entlang der Straßen gegraben wird, ist insgesamt 41 Kilometer lang. "Wir verwenden dabei, wo immer es geht, vorhandene Leerrohre", versichert Sascha Zink, Leiter Kommunales und Politik bei Glasfaser Nordwest, dem Träger des Projektes. Die Kabel werden in rund 50 Zentimeter Tiefe verlaufen. Nur dort, wo demnächst – wie etwa in der Barßeler Straße oder in der Straße Grüner Hof – noch Sanierungsarbeiten anstehen, gehen die Bauarbeiter tiefer. Rund 100 von ihnen sind dafür in 15 Trupps in dem Gebiet zwischen B72, Oldenburger Ring, Niedersachsenring und Soeste unterwegs. "Wenn es optimal läuft, rechnen wir 10 Meter pro Tag und Bauarbeiter", sagt Gerd Niemann, Kommunalbetreuer der EWE Netz.

Etwa 100 Bauarbeiter verlegen in den nächsten sieben Monaten 41 Kilometer Glasfaserkabel im Friesoyther Innenstadtbereich. Grafik: Glasfaser NordwestEtwa 100 Bauarbeiter verlegen in den nächsten sieben Monaten 41 Kilometer Glasfaserkabel im Friesoyther Innenstadtbereich. Grafik: Glasfaser Nordwest

Träger des Projekts ist die Firma Glasfaser Nordwest, ein Gemeinschaftsunternehmen der Telekom und der EWE. Das Unternehmen trägt auch die Kosten für die Verlegung der Kabel. Finanziert werden die Leitungen später durch die Verträge, die die Telekom oder EWE mit jenen Endkunden abschließen, die auf das schnelle Netz umsteigen, also neue Verträge mit den Anbietern abschließen oder bestehende Telekom- oder EWE-Verträge ändern. In das Vorhaben fließen keine öffentlichen Mittel oder Zuschüsse, auch die Stadt Friesoythe ist finanziell nicht beteiligt.

2520 Adressen mit insgesamt 3750 Anschlüssen können mit dem neuen Netz erreicht werden. Die Glasfaserleitungen machen eine Datentransferrate von 1000 MBit pro Sekunde möglich. "Das ist aber noch nicht das Ende der Fahnenstange", betont Zink. "Der limitierende Faktor sind bei Glasfaser nicht die Kabel, sondern die Endgeräte, in Forschungsanlagen werden schon 10.000 MBit genutzt." Für Friesoythes Bürgermeister Sven Stratmann ist das innerstädtische Glasfasernetz nach dem mit öffentlichen Mitteln geförderten Glasfaserausbau in den Ortsteilen ein weiterer Schritt zu einer städtischen Infrastruktur auf hohem Niveau. "Ein leistungsfähiges Datennetz gehört zur Grundversorgung wie Gas und Wasser", sagt er. "Deshalb muss natürlich auch das Richtfunknetz für die abseits gelegenen Gebiete an das Glasfasernetz angeschlossen werden." 

  • Info: Welche Straßen genau mit Glasfaserkabeln versorgt werden, zeigt Glasfaser Nordwest auf seiner Internetseite auf separaten Seiten für das Zentrum und für den südwestlich gelegenen Teil.

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