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Die Ernteergebnisse sind regional sehr unterschiedlich

Um weiter gute Erträge zu erzielen und gleichzeitig die Umwelt zu schonen, setzen Politik und Landwirtschaftskammer auf die Digitalisierung.

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Symbolfoto: dpa

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Die niedersächsischen Acker- und Futterbaubetriebe fahren in diesem Jahr insgesamt eine zufriedenstellende Ernte ein. Beim Ertrag und bei der Qualität gebe es regional deutliche Unterschiede, sagte der Präsident der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Gerhard Schwetje, am Dienstag. Demnach blieben die Erträge beim Getreide und beim Raps in manchen Regionen klar hinter den Erwartungen zurück. Die Futterbaubetriebe hätten nach mageren Jahren größere Futterreserven angelegt. Doch die Qualität sei wegen kühlen Wetters und Nässe bei der Ernte schlechter als in den Vorjahren.

Raps: Geringe Erträge, aber gute Preise

Da es 2021 mehr regnete als in den Vorjahren, waren die Startbedingungen für Ackerkulturen wie Getreide und Mais sowie für die Gräser auf dem Grünland gut. «Eine ungleiche Verteilung des Regens, niedrige Temperaturen im Frühjahr und eine kurze Hitzewelle im Juni aber sorgten dafür, dass sich insbesondere das Getreide mancherorts nicht optimal entwickelte», berichtete Schwetje. Aber: Die weltweite Nachfrage etwa nach Weizen sei groß, und die Erzeugerpreise seien gegenüber dem Vorjahr deutlich gestiegen. Auch beim Raps zeigt sich ein gemischtes Bild. Die Erträge sind geringer als erhofft, die Betriebe können aber sehr gute Preise erzielen. Bei den Kartoffeln habe die Feuchtigkeit die Entwicklung von Pflanzenkrankheiten begünstigt und Spitzenerträge verhindert.

Die Hoffnung: Die Digitalisierung kann den Ackerbau sichern

Neben dem Wetter sind Vorgaben für mehr Natur- und Artenschutz große Herausforderungen für die Landwirte. Beim Düngen und beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln gibt es Einschränkungen. Chancen sehen Politik und Landwirtschaftskammer in der Digitalisierung. Demnach könnten digitale Maschinen und Anwendungen die Qualität im Ackerbau sichern und Betriebsabläufe verbessern. Erkenntnisse soll das vom Land finanzierte Projekt «Praxislabor Digitaler Ackerbau» liefern, bei dem Fachleute in Königslutter im Kreis Helmstedt moderne Technik im Ackerbau testen.

«Mit Hilfe von Satelliten- und Bodenanalysedaten, mit speziellen Drohnen- und Luftbildern, mit Informationen weiterer Sensoren und digitalen Karten untersuchen wir, wie gut die Bearbeitung von Ackerflächen mit computergesteuerten Landmaschinen funktioniert», berichtete der Leiter des Praxislabors, Jobst Gödeke. Ziel sind demnach konkrete Empfehlungen, wie Betriebe mit Unterstützung moderner Technik gleichmäßig gut entwickelte Pflanzenbestände und gute Erträge bekommen und dabei Saatgut, Dünger und Pflanzenschutzmittel sparen und die Umwelt schonen.

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