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Die Bilanzsumme der VR-Bank Dinklage-Steinfeld steigt auf 616 Millionen Euro

Die Genossenschaftsbank präsentiert gute Zahlen für das Jahr 2021 und zahlt eine Dividende von 6,65 Prozent. Aktuell halten sich die Kunden bei Kreditaufnahmen wegen des "Zinsschocks" zurück.

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Letzte Generalversammlung für Bankvorstand Benno Fangmann (Mitte) Für fast 5 Jahrzehnte erfolgreiche Tätigkeit im Bankwesen danken Co-Vorstände und Aufsichtsrat.  Foto: Bank

Letzte Generalversammlung für Bankvorstand Benno Fangmann (Mitte) Für fast 5 Jahrzehnte erfolgreiche Tätigkeit im Bankwesen danken Co-Vorstände und Aufsichtsrat.  Foto: Bank

Auf der diesjährigen Generalversammlung der VR Bank Dinklage-Steinfeld am Dienstag (28. Juni) im Lokal „Altes Gesellenhaus“ in Dinklage war es sein letzter Auftritt vor einem größeren Mitgliederkreis: Ende Juli wird Bankvorstand Benno Fangmann nach 48 Jahren Tätigkeit im Genossenschaftsbereich, davon 32 Jahre lang verantwortlich im Vorstandsamt, in den Ruhestand gehen. Er verlässt dann das bisherige „Vorstandstriumvirat“, das er nach dem Ausscheiden seines Kollegen Harald Rösler gemeinsam mit Thomas Niemann und Ralph Schröder bildet. Aufsichtsratschef Cord Schiplage lobte dann auch das „Urgestein“ für die langjährige Treue zum Institut und mit Blick auf die Vergangenheit sehr positive Entwicklung der Bank. Mit „Standing Ovations“ dankten ihm die knapp 160 Anwesenden.

Vor der Ehrung hatten die Mitglieder von ihren Bankvorständen den Geschäftsbericht des Jahres 2021 gehört, in dem sich gute Zahlen finden. Die Bilanzsumme stieg dank eines starken Kreditgeschäftes um 11,9 Prozent auf jetzt 616,5 Millionen Euro. Seit dem Jahr 2018 (485,5 Millionen Euro) wuchs sie stetig. „Wir sind zufrieden“, war dann auch das Fazit von Schröder. Die Versammlung beschloss dann auch einstimmig die vorgeschlagene Dividende von 6,65 Prozent auf den Geschäftsanteil.

Erfolgreiche Mitgliederwerbung lässt das Eigenkapital steigen

In seinem Jahresrückblick konnte Schröder von guten Erfolgen der Mitgliederinitiative berichten. 636 neue Mitglieder hat die Bank hinzugewonnen, etwa 900 Mitglieder nahmen das Angebot der Bank an, ihre Genossenschaftsanteile bis zu maximal 2500 Euro aufzustocken. Das Eigenkapital wuchs um 10,4 Prozent auf 66 Millionen Euro. – „Das ist wichtig, um auch größere Kreditgeschäfte abwickeln zu können“, so Schröder.

Um die Bank auch weiter „zukunftsfähig gestalten“ zu können, habe man sich dem Ausbau der digitalen Infrastruktur und Vermarktung gewidmet. So bewege man sich jetzt in der Baufinanzierung nicht mehr nur im lokalen Bereich, sondern zusätzlich auch auf einer Internetplattform. Hier habe man 158 Kreditanträge im Gesamtvolumen von 50 Millionen Euro angenommen. Das Online-Engagement sieht man bei diesen 50 Millionen Euro auch beschränkt. Man sei im Onlinemarkt gut angekommen, der künftig auch im Kreis Vechta eine größere Rolle spielen werde. „Wir sind gerüstet“, meinte Schröder. Er betonte zudem den „gelungenen“ Umbau des Servicebereiches der Bankstelle Dinklage. Zunehmend spielt auch das Thema Nachhaltigkeit eine Rolle, für die man eine Projektgruppe eingerichtet habe.

Das Kreditwachstum sei überdurchschnittlich gewesen, belegte Thomas Niemann. Im Bestand habe man nun 700 Millionen Euro Kundenkredite, darunter allein im Jahressprung von 2020 auf 2021 ein Neuabschlussvolumen von insgesamt 100 Millionen Euro. Getrieben wurde der Kreditbereich bislang von den Baufinanzierungen. Wegen des „Zinsschocks“ – in den vergangenen 5 Monaten stieg der Zins im 10-Jahresbereich von 1,38 auf heute 3,48 Prozent - sehen die Vorstände jetzt „deutliche Zurückhaltung der Kunden“ im Baufinanzierungsgeschäft.

Die Forderungen an Kunden stiegen um „sehr hohe“ 16,6 Prozent auf jetzt rund 488 Millionen Euro. Auf der Passivseite stiegen auch die Kundeneinlagen um 4,4 Prozent auf 407 Millionen Euro.

Fangmann informiert Mitglieder über die Fusion mit Volksbank Lohne-Mühlen e.G.

Fangmann zeigte den Fortgang der Fusion mit der Volksbank Lohne-Mühlen e.G. auf (OM-Online berichtete). Beschlossen werden soll diese von den Mitgliedern im Mai/Juni 2023. Der erneut in den Aufsichtsrat gewählte Schiplage sieht in der Verschmelzung einen „wichtigen, sinnvollen und auch notwendigen Schritt“, der auf Augenhöhe erfolge.

Im Ausblick 2022 sehen Niemann und Schröder im 1. Halbjahr noch „sehr gute Zahlen“, im 2. Halbjahr aber durchaus Unwägbarkeiten wegen hoher Inflationsraten, des Ukrainekrieges oder auch Corona.

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