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DGB-Kreischef in Richtung Putin: "Beenden Sie diesen Krieg sofort"

Der Deutsche Gewerkschaftsbund lädt nach 2 Jahren Corona-Pause wieder zur Maiveranstaltung in Vechta ein. Die Redner sind sich einig: Sie sind für Frieden und gegen Hass und Hetze.

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Waren sich in ihren Worten für Frieden und gegen Hass weitgehend einig: DGB-Kreisvorsitzender Franz-Josef von Döllen (links) und Vechtas Bürgermeister Kristian Kater. Foto: Berg

Waren sich in ihren Worten für Frieden und gegen Hass weitgehend einig: DGB-Kreisvorsitzender Franz-Josef von Döllen (links) und Vechtas Bürgermeister Kristian Kater. Foto: Berg

Es ist die Zeit klarer und eindeutiger Botschaften: „Nie wieder Krieg“ war am 1. Mai die am häufigsten zu hörende Erklärung auf dem Europaplatz in Vechta. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), Kreisverband Vechta, hatte nach zweijähriger Corona-Abstinenz am Tag der Arbeit wieder zur traditionellen Maiveranstaltung eingeladen. Unter den ureigenen gewerkschaftlichen Werten wie Gerechtigkeit und Solidarität stach dabei in Zeiten des Ukraine-Krieges einer besonders hervor: Frieden.

„Dieser Krieg stellt einen beispiellosen Angriff auf die europäische Friedensordnung dar, die auf Freiheit, Menschenrechten, Selbstbestimmung und Gerechtigkeit basiert“, sagte DGB-Kreisvorsitzender Franz-Josef von Döllen aus Lohne. Anschließend richtete der Gewerkschafter einen eindringlichen Appell in Richtung des russischen Präsidenten Wladimir Putin: „Beenden Sie diesen Krieg sofort! Lassen Sie endlich die Waffen schweigen!“

Ähnlich äußerte sich auch Vechtas Bürgermeister Kristian Kater, der als Gastredner auf dem Platz „am Pferd“, wie die Vechtaer sagen, auftrat. „An diesem Ort ist es eine gute Tradition, für unsere Werte einzustehen, die uns miteinander verbinden.“ Bundesweit lautete die DGB-Botschaft „Nie wieder Krieg – die Waffen nieder! Weltweit!“ Dazu Stadtoberhaupt Kater: „Dieser kann sich, wer klaren Verstandes ist, nur aus tiefster Überzeugung anschließen.“

Nie wieder Krieg: Die zentrale Botschaft der Maiveranstaltung ging auch am Pferd auf dem Europaplatz nicht vorbei. Foto: Berg"Nie wieder Krieg": Die zentrale Botschaft der Maiveranstaltung ging auch am Pferd auf dem Europaplatz nicht vorbei. Foto: Berg

Da wollte selbst die berühmte Bronzeplastik auf dem Platz nicht hintenanstehen: Auf die Brust des Pferdes hatte jemand einen Aufkleber mit dem Schriftzug „#niewiederkrieg“ geklebt.

Zahlreiche politische Parteien waren vor Ort

Wie auch immer: Neben dem DGB waren auch zahlreiche politische Parteien vor Ort. Das Spektrum reichte von den Grünen über die SPD bis zur CDU. Entsprechend groß war auch die Vielfalt der Themen, die in den Gesprächen auf dem Platz sowie auf dem Podium behandelt wurden. „Die Gewerkschaften sind der Inbegriff von Demokratie“, sagte Julian Hülsemann vom Bündnis „Partnerschaft für Demokratie Vechta“. Sie stünden für faire Behandlung und faire Gehälter.

Viele Gäste waren der Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zur Maiveranstaltung nach Vechta gefolgt. Foto: BergViele Gäste waren der Einladung des Deutschen Gewerkschaftsbundes zur Maiveranstaltung nach Vechta gefolgt. Foto: Berg

DGB-Kreischef von Döllen stellte vor dem Hintergrund von Pandemie, Krieg und wirtschaftlichen Umwälzungen klar: „Dank unserer intensiven, gewerkschaftlichen Krisenpolitik konnten wir Beschäftigungsverluste und Arbeitslosigkeit gering halten.“ Einig waren sich von Döllen, Kater und Hülsemann auch darin, dass Hass und demokratiefeindlichen Strömungen entschieden entgegengetreten werden müsse.

So dürften die Debatten über politische Entscheidungen nicht instrumentalisiert werden, „um Hass und Hetze zu verbreiten und unsere Demokratie als Ganzes zu diskreditieren“, warnte von Döllen. Bürgermeister Kater wünschte in diesem Kontext sowohl den Veranstaltern als auch den Gästen einen schönen 1. Mai „und für die Zukunft bei der Gestaltung unserer demokratischen, friedlichen Gesellschaft weiterhin viel Erfolg“.

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