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Der Verbund familienfreundlicher Unternehmen feiert seinen 30. Geburtstag

Seit 1992 setzt sich der Verein für familienfreundliche Arbeitsverhältnisse ein. Im Zentrum Zukunft wurde der Jahrestag gefeiert.

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Im Gespräch über moderne Arbeitsweisen: Henning Tirrel (von links), Carsten Groneick, Tobias Gerdesmeyer und Hermann Schröer. Foto: Röben

Im Gespräch über moderne Arbeitsweisen: Henning Tirrel (von links), Carsten Groneick, Tobias Gerdesmeyer und Hermann Schröer. Foto: Röben

Der Verbund familienfreundlicher Unternehmen hat jetzt seinen 30. Geburtstag gefeiert. Ins Emteker "Zentrum Zukunft" hatte der Verein geladen. 70 Personen – darunter Vechtas Landrat Tobias Gerdesmeyer und Hermann Schröer, stellvertretender Landrat von Cloppenburg – kamen. Der Verbund ist nach eigenen Angaben ein Zusammenschluss kleiner und mittlerer Wirtschaftsunternehmen und kommunaler Arbeitgeber in der Region. 

Katja Meyer-Sieveke, Vorsitzende des Vereins, eröffnete mit einem Blick in die Historie: Als der Verein 1992 gegründet worden war, habe er noch "Überbetrieblicher Verbund Oldenburger Münsterland" geheißen. 2012 sei er umbenannt worden, um noch klarer zu machen, worum es gehe. Denn schon bei der Gründung hätten die Mitglieder sich klar dafür ausgesprochen, familienfreundliche Beschäftigungsstrukturen zu fördern und dabei besonders die Frauen in den Mittelpunkt zu stellen. Sie nach einer Familienauszeit wieder in die Unternehmen zu führen, darum gehe es.

Viele neue Aufgabenfelder

Inzwischen hätten die demografische Entwicklung und der Fachkräftemangel die Berufswelt verändert. Auch die Familienstrukturen seien anders als noch vor 30 Jahren. Der Verbund mit seinen etwa 170 Mitgliedsunternehmen habe reagiert. Er widme sich nun außerdem Themen wie der Vereinbarung von Familienaufgaben und Pflege, dem Gleichgewicht zwischen Arbeit und Freizeit (Work-Life-Balance), der beruflichen Gleichstellung und der Digitalisierung.

Gerdesmeyer und Schröer betonten am Rednerpult die enge Zusammenarbeit zwischen den Landkreisen Cloppenburg und Vechta und zeigten sich von der Menge an Firmengründungen im Oldenburger Münsterland begeistert. Damit dies so bleibe, brauche es weiterhin neue Ideen. "Wir dürfen uns nicht auf unserem Wohlstand ausruhen", warnte Tobias Gerdesmeyer. 

Flexible Arbeitszeiten und -orte tragen zur Zufriedenheit bei

Anschließend griff Henning Tirrel in einem Vortrag die bereits angesprochenen Themen der Digitalisierung und der Work-Life-Balance auf. Der Unternehmensberater und Hochschuldozent unterrichtete die Gäste über die Arbeitsweise "New Work". Tirrel betonte die Relevanz von flexiblen Arbeitszeiten und -orten für die Zufriedenheit der Arbeitnehmer. "Vor allem die Kommunikation ist hier enorm wichtig", stellte er fest. Unmittelbar nach dem Vortrag folgte eine Fragerunde, bei der unter anderem die Rolle von Arbeitern in der Produktion besprochen wurde. Diesen könne man schließlich keine flexiblen Arbeitszeiten und -orte anbieten, so einer der Gäste.

Im Schlusswort beendete Carsten Groneick den formellen Teil der Veranstaltung: "Es ist noch viel zu tun für uns alle", fasste er die Diskussion zusammen.  

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