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Der positive Trend auf dem Arbeitsmarkt hält an

Im Oldenburger Münsterland sind im September deutlich weniger Menschen ohne Job. Erfreulich ist auch die steigende Personalnachfrage der Betriebe.

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Symbolfoto: dpa

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Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im Oldenburger Münsterland hält an. Die Zahl der Arbeitslosen ist im September deutlich gesunken und kann sich auch im Vergleich zum Vorjahr sehen lassen. Zudem ist die Personalnachfrage der heimischen Unternehmen weiterhin hoch. Darauf weist die Agentur für Arbeit Vechta in ihrem aktuellen Bericht am Donnerstag hin.

Bei den Geschäftsstellen der Agentur für Arbeit sowie den Jobcentern Vechta und Cloppenburg waren im September insgesamt 7088 Arbeitslose gemeldet. Das waren 7,2 Prozent weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank um 0,3 Punkte auf 3,7 Prozent. Im Vorjahr waren es noch 4,6 Prozent. Auf Bundesebene lag die Quote bei 5,4 Prozent (September 2020: 6,2 Prozent).

Die Agentur weist mit Blick auf die sinkenden Zahlen darauf hin, dass vor allem weniger junge Menschen ohne Beschäftigung sind. Doch diese Entwicklung ist keineswegs überraschend, wie Frank Sänger erläutert: „Typisch für diese Jahreszeit war der Rückgang an jüngeren Arbeitslosen, die sich in Arbeit, Ausbildung, Schule oder Studium abgemeldet haben“, so der Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Vechta.

Auch das Anzeigenaufkommen bei der Kurzarbeit ist längst nicht mehr so hoch wie zu Beginn der Corona-Pandemie. Die Zahlen aus dem Frühjahr 2020 werden aktuell deutlich unterschritten. Laut Statistik zeigten im September 22 Betriebe aus dem Oldenburger Münsterland Kurzarbeit für insgesamt 305 Beschäftigte neu an. Im August waren es ebenfalls 22 Betriebe, jedoch für nur 182 Beschäftigte.

"Der überwiegende Teil der neu gestellten Anzeigen entfällt auf Betriebe, die bereits zu einem vorherigen Zeitpunkt Kurzarbeit angezeigt haben", erläutert die Agentur in ihrer Pressemitteilung. Um zukünftige Ansprüche zu wahren, müsse die Anzeige, wenn mindestens 3 Monate keine Abrechnung der Kurzarbeit erfolgt sei, erneuert werden. Dies geschehe in vielen Fällen aktuell vorsorglich.

Ergänzend zur gesetzlich definierten Zahl der Arbeitslosen hat die Agentur wieder Angaben zur Unterbeschäftigung veröffentlicht. Dazu zählen zusätzlich zu den Arbeitslosen solche Personen, die nicht als arbeitslos gelten, aber zum Beispiel im Rahmen von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen gefördert werden. Nach vorläufigen Daten waren im September einschließlich der arbeitslos gemeldeten Personen insgesamt 9231 Menschen unterbeschäftigt. Das sind 15,7 Prozent weniger als im Vorjahresmonat.

Der Personalbedarf der Betriebe ist spürbar gestiegen. Dem Arbeitgeberservice wurden im September insgesamt 845 neue Stellen zur Besetzung gemeldet. Das waren 38,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Der durchschnittliche Bestand an gemeldeten Stellen stieg gegenüber September 2020 um mehr als die Hälfte auf 5050. Die neuen Jobs konzentrieren sich vornehmlich auf die Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, den Einzelhandel sowie die Herstellung von Nahrungs- und Futtermitteln.

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