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Der Lohner Gutschein ist künftig digital

Die Stadt fördert das Vorhaben von "Wir Lohner" mit einer Gesamtsumme von etwa 50.000 Euro. Der Handels- und Gewerbeverein will mit dem Schritt mehr Kaufkraft in der (Innen-)Stadt halten.

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Künftig digital statt auf Papier: Der Handels- und Gewerbeverein "Wir Lohner" digitalisiert sein Gutschein-Angebot.   Archivfoto: HGV Lohne

Künftig digital statt auf Papier: Der Handels- und Gewerbeverein "Wir Lohner" digitalisiert sein Gutschein-Angebot.   Archivfoto: HGV Lohne

Der Handels- und Gewerbeverein "Wir Lohner" erhält von der Stadt Lohne finanzielle Unterstützung bei der Digitalisierung des "Lohner Gutscheins". Die Gesamtsumme der städtischen Förderung beläuft sich auf circa 50.000 Euro.

Nahezu einmütig befürworteten die Mitglieder des Ausschusses für Finanzen, Liegenschaften und Wirtschaftsförderung die Übernahme der Kosten von einmalig 8500 Euro für die Erstanschaffung von 15.000 Blanko-Gutscheinen nebst Hüllen. Weiter übernimmt die Stadt die Händlerkosten von 2,9 Prozent des Jahresumsatzes von voraussichtlich 300.000 Euro ab Mitte 2022 und für das gesamte Jahr 2023. Außerdem fördert die Stadt den digitalen "Lohner Gutschein" in der Startphase mit maximal 20.000 Euro. Dazu werden bis zu 4000 Gutscheinkarten mit einem Zuschuss von 20 Prozent zum Einkauf bezuschusst – die maximale Förderung je 100-Euro-Voucher liegt bei 20 Euro.

Der "Wir Lohner"-Vorsitzende Hans-Bernd Schlarmann erhielt während der Sitzung das Wort. Er skizzierte die gute Entwicklung des "Lohner Gutscheins" und hob hervor, dass der Verein bei der Digitalisierung vor allem auf die Kaufkraft durch den Überhang an Berufspendlern – knapp 4000 Personen – ziele. Er erläuterte, dass das bisher papiergebundene System "einige Hundert Stunden" zur Bearbeitung mit sich bringe, da jeder der jährlich ausgegebenen bis zu 18.000 Gutscheine händisch bearbeitet werden müsse.

Den "Lohner Gutschein" gibt es seit 2015

Durch eine digitale Lösung erhofft sich "Wir Lohner" einen deutlich geringeren Arbeitsaufwand, mehr Flexibilität und letztlich einen Umsatzanstieg. Die Stadt hatte in der Sitzungsvorlage geurteilt, eine Umstellung sei "nachvollziehbar, zeitgemäß und kundenorientiert" – und hatte die Einführung eines digitalen Systems sehr empfohlen.

Der Verein bietet den "Lohner Gutschein" seit 2015 an. Er ist an sechs Ausgabestellen erhältlich und kann gegen Barzahlung gekauft werden. Es gibt vier feste Betragsmöglichkeiten. Der Voucher kann derzeit in 56 Läden und Geschäften eingelöst werden. 

Politik will Kosten nur bis Ende 2023 übernehmen

Anschließend ging Schlarmann auf die Vor- und Nachteile von drei unterschiedlichen Anbietern eines Gutscheinsystems ein. Er begründete dezidiert die Entscheidung für das Unternehmen "Stadtguthaben". Dieses System sei unter anderem in den Städten Bramsche und Lingen im Einsatz, sei "transparent und flexibel" und überzeuge auch aufgrund der im Vergleich niedrigen Kosten.

Während der Aussprache ging Schlarmann auf Nachfrage von Peter Willenborg (SPD/Grünen-Gruppe) darauf ein, dass der Handels- und Gewerbeverein mehr als 300.000 Euro Jahresumsatz generieren wolle und damit auch Kosten für den Verein entstünden. 

Sowohl Konrad Rohe (CDU) als auch Willenborg stellten sich gegen eine Kostenübernahme bis einschließlich 2024. Rohe wünschte sich, dass zumindest ein kleiner Teil des unternehmerischen Risikos bei "Wir Lohner" verbleibe. Paul Sandmann (CDU) brachte ein, die Händlerkosten möglicherweise zu halbieren. Die Erstattung der Erstanschaffungskosten bezeichnete er als Wirtschaftsförderung.

Thomas Schlarmann (CDU) lobte den Handels- und Gewerbeverein für die Ausarbeitung. "Wir haben schon lange eine digitale Version gefordert, jetzt kommt endlich der Fortschritt." Er wolle nun nicht das Haar in der Suppe suchen, sagte der Christdemokrat, sondern die Händler, Gastronomen und Dienstleister der Stadt unterstützen. Gleichzeitig sagte aber auch er, dass das Jahr 2024 unter Vorbehalt gelassen werden könnte.

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