Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Der HGV Lohne wandelt sich – und heißt jetzt "Wir Lohner – Verein für Stadtglück"

Neuer Name, neues Logo, neue Strategie: Der Verein stellt sich völlig anders auf. Der Fokus liegt nicht mehr auf dem Handel in der Innenstadt, sondern auf der Förderung eines Wir-Gefühls aller Lohner.

Artikel teilen:
Die Gans als Marketingfigur bleibt, sonst ändert sich viel: Das neue Logo von "Wir Lohner – Verein für Stadtglück" präsentieren (von links) Nicki Rösener, Daniel Wegmann, Detlef Bornhorst, Henrich Römann und Melanie Völker. Foto: Timphaus

Die Gans als Marketingfigur bleibt, sonst ändert sich viel: Das neue Logo von "Wir Lohner – Verein für Stadtglück" präsentieren (von links) Nicki Rösener, Daniel Wegmann, Detlef Bornhorst, Henrich Römann und Melanie Völker. Foto: Timphaus

Zur Feier des Tages gab es ein Gläschen Sekt: Das Citymarketing des Handels- und Gewerbevereins "Gans & gar" Lohne erfindet sich neu. Der Zusammenschluss von etwa 100 Gewerbetreibenden, Einzelhändlern, Dienstleistern und Gastronomen firmiert künftig unter dem Namen "Wir Lohner – Verein für Stadtglück". Verbunden mit der Umbenennung sind eine strategische Neuausrichtung, ein neues Logo und eine neue Webseite.

Leiterin Nicki Rösener sprach während des Pressegesprächs am Montag von der "Geburtsstunde für den neuen, alten Verein". An den Treffen nahmen außerdem ihre Assistentin Melanie Völker, der Vereinsvorsitzende Detlef Bornhorst und sein Stellvertreter Henrich Römann sowie Daniel Wegmann, Geschäftsführer der Werbeagentur Motion Pixels aus Dinklage, teil. Gemeinsam erläuterten sie die Beweggründe und Ziele des Wandels.

Rösener führte aus, dass sich die Verantwortlichen während der Corona-Pandemie mit Fragen beschäftigt hatten, für die im Alltag sonst oft kein Raum ist: Was wollen wir erreichen? Wer soll sich beteiligen? Was müssen wir dafür tun?

Der Wir Lohner-Vorsitzende Detlef Bornhorst (links) und sein Stellvertreter Henrich Römann präsentieren das neue Vereinslogo. Foto: TimphausDer "Wir Lohner"-Vorsitzende Detlef Bornhorst (links) und sein Stellvertreter Henrich Römann präsentieren das neue Vereinslogo. Foto: Timphaus

Am Ende habe die Erkenntnis gestanden, so die Dinklagerin, dass es 10 Jahre nach der Vereinsgründung an der Zeit sei, sich zu verändern. "Die Stadt hat sich gewandelt. Wir denken heute anders als 2011."

Befeuert wurde diese Entwicklung nach Angaben von Bornhorst durch die Krise. Der Inhaber der Fastfoodläden Subway und „Burger 1855“ sagte, dass die Aktion "Zusammenhalten", mit der das bisherige HGV-Citymarketing unabhängig von einer Mitgliedschaft für Solidarität und Gemeinschaft in Lohne warb, viel positive Resonanz erfahren und das Wir-Gefühl der Mitglieder gestärkt habe. "Wir haben erkannt, dass ein großer Bedarf an Vernetzung besteht."

Die Corona-Pandemie befeuert die Entwicklung

Völker erläuterte, dass viele Gewerbetreibende sich gefreut hätten, während der Krise nicht allein zu sein. Der gemeinsame Austausch über Corona-Verordnungen und die Hilfestellungen untereinander hätten Mut gemacht und Hoffnung in dieser schweren Zeit gegeben.

Der 2. Vorsitzende Römann sprach davon, dass das HGV-Citymarketing bislang eher als Agentur, als Dienstleister für beispielsweise  verkaufsoffene Sonntage, aufgetreten sei. Der neue Ansatz sei anders. "Wir wollen jetzt mehr Verein sein und den Gemeinschaftsgedanken fördern." Aus seiner Sicht wirke sich ein gutes "Sozialleben" innerhalb des Zusammenschlusses positiv auf die Arbeit aus, steigere die Kreativität und entwickle mehr Schlagkraft in der Außendarstellung.

"Wir Lohner" will Plattform für Austausch sein

Bornhorst sagte, dass man sich lange vorwiegend auf den Handel in der Innenstadt konzentriert habe. Mit "Wir Lohner" soll der Fokus nun auf der Stadt als Ganzes liegen. "Das Schönste an Lohne ist das Wir", zitierte Rösener das Motto, das aktuell auch auf Plakaten an den Einfallstraßen zu lesen ist. 

Ob Dienstleistung, Handwerk, Industrie, Handel, Gastronomie oder Vereinsleben: Lohne habe viele Facetten, sagte Bornhorst. "Wir wollen eine Plattform zum gemeinsamen Austausch und zur Mitarbeit bieten." Als Beispiel nannte er die Industrie, der zur Fachkräftegewinnung sehr daran gelegen sein müsse, "dass die Innenstadt funktioniert". Rösener betonte, dass es aber auch darum gehe, dass sich die Menschen vor Ort in ihrer Stadt wohlfühlen.

"Wir Lohner" will laut Rösener eine Plattform für gemeinschaftlichen Austausch sein, die Vernetzung von Stadtverwaltung, Unternehmen, Gewerbetreibenden und Vereinen fördern und zur Entwicklung einer Stadtmarke beitragen. "Wir wollen, dass sich die Menschen mit Lohne, ihrer Heimat, identifizieren. Es geht uns auch um Imagepflege." Als konkretes Beispiel nannte sie die Bemühungen um eine Steigerung der Aufenthaltsqualität in der Fußgängerzone.

Verein plant verstärkte Mitgliederwerbung

Römann sagte, dass die Neuaufstellung nicht bedeute, dass sich "Wir Lohner" von seinen traditionellen Aufgaben verabschiedet. "Verkaufsoffene Sonntage oder Aktionen wie das Ladies Shopping oder der Lohner Lenz fallen nicht weg." Man wende sich aber nun neuen Tätigkeitsfeldern zu und wolle sich weiter öffnen.

Mit den Veränderungen geht eine verstärkte Mitgliederwerbung einher. Rösener sprach von neuen "Partnern", die man für das gemeinsame Ziel gewinnen wolle. "Wir starten zeitnah eine Akquisewoche", kündigte sie an.

"Es ist clean, die Farben passen zu Lohne. Und das Herz betont das Engagement aller Beteiligten für die Stadt."Melanie Völker, Marketingassistentin bei "Wir Lohner" zum neuen Logo

Die Corona-Pandemie hat laut Römann das Bewusstsein für Regionalität in der Gesellschaft vergrößert. Diesen Trend wolle "Wir Lohner" für sich nutzen und das Gemeinschaftsgefühl der Aktiven in der Stadt fördern. "Vom kleinen Kreis zum großen Wir", beschrieb er die neue Marschroute.

Rösener teilte mit, dass der Veränderungsprozess aus verschiedenen Bausteinen bestehe. Da sei zum einen der neue Name, der nach ihren Worten schnell gefunden worden sei. Völker ergänzte, der Zusatz "Verein für Stadtglück" mache auf das "große Ganze" aufmerksam. Sie führte aus, dass das neue Logo, das Grafikerin Ina Büscherhoff entworfen hat, die Gans als Marketingfigur aufgreife. "Es ist clean, die Farben passen zu Lohne. Und das Herz betont das Engagement aller Beteiligten für die Stadt", sagte die Assistentin.

Nicht nur der Name und das Logo sind neu. Der "Verein für Stadtglück" präsentiert sich auch mit einem neuen Internetauftritt, für dessen technische Umsetzung Wegmann verantwortlich zeichnete. Er wies darauf hin, dass der Onepager leicht zu pflegen sei, im Newsbereich über eine Instagram-Anbindung verfüge und in der Darstellung responsiv agiere. "Die Nutzerfreundlichkeit steht im Vordergrund. Wir haben uns inhaltlich auf das Nötigste beschränkt."

Im Sommer soll ein Digital-Markplatz online gehen

Die neue Webseite wartet aber auch mit verspielten Details auf, deren Programmierung laut Wegmann durchaus eine Herausforderung war. "Die Seite ist gelungen", sagte er stolz. Rösener bestätigte diese Einschätzung. "Wir sind sehr zufrieden mit dem Ergebnis."

Das nächste Projekt von „Wir Lohner“ ist bereits in Arbeit. Wiederum mit Wegmann arbeitet der Verein an dem Aufbau eines Digital-Marktplatzes, der im Sommer online gehen soll. Details wollten die Verantwortlichen noch nicht verraten, es soll sich aber um eine zentrale und innovative Anlaufstelle handeln. Wegmann sprach von einem "virtuellen Schaufensterbummel", der auf der spielerisch angelegten Plattform möglich werde.

  • Info: Der neue Internetauftritt von „Wir Lohner – Verein für Stadtglück“ ist unter www.wir-lohner.de zu finden.

Der OM online Podcast. Thema  der neuen Ausgabe sind Kunstrasenplätze im Oldenburger Münsterland. Welche Halme sind die besten, wie steht es um Ökologie und Nachhaltigkeit? Und was haben geschredderte Olivenkerne mit dem Thema zu tun?  Jetzt reinhören! 

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Der HGV Lohne wandelt sich – und heißt jetzt "Wir Lohner – Verein für Stadtglück" - OM online