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Der Einzelhandel in Vechta hofft auf neue Impulse

Eine aktuelle Online-Umfrage soll Erkenntnisse zum Kundenverhalten in der Corona-Pandemie liefern. Die Initiative der Universität Vechta ist für den Stadtmarketingverein ein Gewinn.

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Einkaufen in der Pandemie: Die Umfrage soll dazu beitragen, die Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und das Angebot im Einzelhandel entsprechend anzupassen. Archivfoto: Speckmann

Einkaufen in der Pandemie: Die Umfrage soll dazu beitragen, die Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und das Angebot im Einzelhandel entsprechend anzupassen. Archivfoto: Speckmann

Der Einzelhandel steht vor großen Herausforderungen. Die Beschränkungen durch die Corona-Pandemie und die zunehmende Verlagerung der Einkäufe ins Internet haben massive Auswirkungen auf die Geschäftswelt. Auf Bundesebene liegen bereits diverse Untersuchungen und Studien vor. Wie sich die Situation ganz konkret in der Vechtaer Innenstadt darstellt, soll eine ortsbezogene Umfrage zeigen.

Der Stadtmarketingverein „Moin Vechta“ führt in enger Kooperation mit der Universität Vechta eine Online-Befragung durch. Die Plattform ist bereits freigeschaltet. Per Mausklick können alle interessierten Bürger auf den Fragenkatalog zugreifen. Die Ergebnisse sollen dazu beitragen, die Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und das Angebot im Einzelhandel entsprechend anzupassen.

Die Initiative geht von Wissenschaftlern und Studenten des Faches Geographie an der Universität Vechta aus. Die Gruppe steht unter der Leitung von Professorin Dr. Amelie Bernzen. Ihr Angebot ist bei „Moin Vechta“ sofort auf offene Ohren gestoßen. „Es ist ist super, dass wir den engen Draht zur Uni haben und das Know-how nutzen können. Das ist ein Gewinn für beide Seiten“, sagt Geschäftsführerin Maleen Kordes.

Beantwortung der Fragen dauert zehn Minuten

In den Vorgesprächen mit Lehrkräften und Studenten habe der Stadtmarketingverein zunächst seine Arbeit und die Einzelhandelsstruktur in Vechta erläutert, berichtet Kordes. Im weiteren Verlauf hätten die Uni-Vertreter die Inhalte der Umfrage entwickelt und mit den Einzelhandelsvertretern abgestimmt. Herausgekommen ist ein Katalog mit 22 Fragen. Die Bearbeitung soll etwa zehn Minuten in Anspruch nehmen.

„Wir haben ganz bewusst das Online-Format gewählt“, sagt Kordes. Schließlich soll insbesondere diejenigen Menschen zum Mitmachen animiert werden, die häufig im Internet unterwegs sind und dort Einkäufe tätigen. Ihre Wünsche, Anregungen und Kritikpunkte könnten besonders wertvoll sein, wenn es darum geht, neue Impulse für den örtlichen Einzelhandel zu gewinnen und die Menschen zum Einkauf in den Geschäften zu bewegen.

So werden die Teilnehmer unter anderem gefragt, auf welchen medialen Wegen sie sich über örtliche Geschäfte und Angebote informieren. Von Interesse ist zudem die Aufenthaltshäufigkeit in der Vechtaer Innenstadt, und zwar vor und seit der Pandemie. In diesem Zusammenhang geht es auch darum, inwieweit sich Kunden durch Corona-Maßnahmen beim Einkauf eingeschränkt fühlen.

Vereinzelte Telefoninterviews als Ergänzung

Maleen Kordes sieht in der Umfrage eine sinnvolle Ergänzung zur kürzlich durchgeführten Aktion der Stadt Vechta, bei der sich mehr als 800 Bürger und Betriebe zur Situation in der Innenstadt äußerten. Das Projekt der Uni läuft bis Ende Januar. In Ergänzung zum Online-Angebot sollen zu Beginn des neuen Jahres auch noch vereinzelte Telefoninterviews geführt werden, kündigt die „Moin Vechta“-Geschäftsführerin an.

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