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Der Bund muss Gastronomen zügig unter die Arme greifen

Thema: Erste Gastronomen in Niedersachsen führen Energiepauschale ein. Die Branche steht nach Corona vor neuen Herausforderungen. Aus eigener Kraft dürfte es nicht für jeden Betrieb reichen.

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Die ersten Restaurants und Hotels in Niedersachsen führen infolge der gestiegenen Kosten eine Energiepauschale für ihre Gäste ein. Zusätzlich zum Essen oder zur Übernachtung sollen dann noch ein paar weitere Euro fällig werden. Hintergrund und Anlass sind die auch in der Gastronomie brutal gestiegenen Preise – sei es für Lebensmittel oder aber Energie. Hinzu kommt aber noch die Ungewissheit, wann die Mittel aus dem 200-Milliarden-Euro-„Abwehrschirm“ der Bundesregierung beim einzelnen Unternehmer ankommen werden.

"Nach einer harten Corona-Zeit steht der Branche, wie auch anderen, etwa dem Kultursektor, somit eine weitere Kräfte zehrende Saison bevor, in der es abermals um Existenzen gehen wird."Heiko Bosse

Für die Gastronomen ist der Schritt, eine Energiepauschale einzuführen, so notwendig wie bitter. Während viele Verbraucher sich angesichts ihrer ganz persönlichen Finanzlage dieser Tage genau überlegen, ob der Restaurantbesuch überhaupt sein muss, erhöhen sich genau dort gleichzeitig auch noch die Preise, was den Besuch nicht eben attraktiver werden lässt. Für die Unternehmer aber wird dieser Schritt vielerorts überlebenswichtig sein, um zumindest einen Teil der Mehrkosten abfedern zu können. Und machen wir uns nichts vor: Dass die künftigen Werbekataloge für Hotels oder Ferienwohnungen ob der Energiekrise ganz neue Preise ausweisen werden, wird niemanden bei der anstehenden Urlaubsplanung überraschen.

Nach einer harten Corona-Zeit steht der Branche, wie auch anderen, etwa dem Kultursektor, somit eine weitere Kräfte zehrende Saison bevor, in der es abermals um Existenzen gehen wird. Bleibt einzig zu hoffen, dass die Bundesmittel zügig fließen. Eine Energiepauschale allein wird nicht jeden Betrieb retten können.

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