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Das Touristikgeschäft im Erholungsgebiet Barßel-Saterland nimmt wieder Fahrt auf

Der Verein Erholungsgebiet Barßel-Saterland verzeichnet wieder steigende Besucherzahlen. Der Rummel am Hafen soll Ende August stattfinden.

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Der Ausflugsdampfer der Barßeler Touristik: Die MS Spitzhörn wurde grundlegend saniert und nimmt wieder Fahrt auf. Ein Problem bleibt aber bestehen: Es fehlen Kapitäne. Foto: C. Passmann

Der Ausflugsdampfer der Barßeler Touristik: Die MS Spitzhörn wurde grundlegend saniert und nimmt wieder Fahrt auf. Ein Problem bleibt aber bestehen: Es fehlen Kapitäne. Foto: C. Passmann

Beim Touristikgeschäft im Erholungsgebiet Barßel-Saterland hat sich auch im vergangenen Geschäftsjahr die Coronapandemie noch bemerkbar gemacht. Allerdings war gegenüber dem Vorjahr 2020 eine leichte Verbesserung erkennbar. Mittlerweile rollt der Tourismusverkehr wieder. „Wir sind durch diese harte Zeit aber noch mit einem blauen Auge davongekommen“, sagten der Vorsitzende des Vereins Erholungsgebiet Barßel-Saterland, Johannes Budde, und Geschäftsführer Jens Lindstädt auf der Mitgliederversammlung im Landgasthof Dockemeyer in Ramsloh.

Es fehlten die Ausflügler und Urlauber. Das habe sich besonders bei den Fahrten mit dem Ausflugsdampfer MS „Spitzhörn“ bemerkbar gemacht. Allerdings sei bei den Übernachtungszahlen, inklusive des Campingplatzes in Elisabethfehn und des Reisemobilstellplatzes am Hafen in Barßel, wieder eine deutliche Steigerung zu erkennen. Nach 2020 konnte auch im vergangenen Jahr das weit über die Kreisgrenzen hinaus bekannte Hafenfest erneut nicht stattfinden. Dafür soll es nach jetzigem Stand aber definitiv Ende August wieder den Rummel am Hafen geben.

Es wird dringend nach einem Kapitän gesucht

„Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren“, sagte Lindstädt. In seinem Geschäftsbericht betonte er, dass den Verein besonders die Ausfälle bei der Schifffahrt und den Pauschalprogrammen getroffen hätten. So seien nur 35 Fahrten veranstaltet und dabei 917 Gäste befördert worden. Das habe einen hohen Einnahmeverlust bedeutet. Dies lag demnach aber nicht allein an der Pandemie, sondern war auch einem Schaden an dem Fahrgastschiff geschuldet. „Wir mussten die Saison früher beenden, da es unter anderem einen größeren Maschinenbrand an Bord gab“, so der Geschäftsführer. Die Unterstützung der Gemeinde Barßel half bei der Schadensregulierung. Mittlerweile habe es an dem Ausflugsdampfer Dank eines weiteren großzügigen Zuschusses der Gemeinde Barßel in Höhe von 50.000 Euro größere Sanierungsarbeiten an der MS Spitzhörn gegeben: angefangen von einer neuen Persenning, über das Gestühl, neue Technik bis hin zu einem Farbanstrich.

„Doch was nützt das schönste Schiff, wenn wir keinen Kapitän mehr an Bord haben“, meinte der Geschäftsführer. „Wir suchen händeringend nach Kapitänen, die die Spitzhörn durch die Gewässer bugsieren können. Ansonsten muss der Dampfer vor Anker liegen bleiben. Das wäre bedauerlich“, so Lindstädt.

Bei den Übernachtungszahlen gab es einen Anstieg. Rund 100.000 Übernachtungen zählten Ferienhausvermieter, Privatvermieter, Hoteliers, Campingplätze und Reisemobilstellplätze. Im Vorjahr waren es nur 65.000 Übernachtungen gewesen. Es gab 2021 insgesamt 981 Besucher gegenüber 2020 mit 494 Besuchern in der Touristik-Info im Barßeler Rathaus. 1714 (1384) Anrufe wurden entgegengenommen und 4474 (3901) Mails registriert. Die Prospektanfragen stiegen wieder. Waren es 2020 noch 614, so lag die Zahl 2021 bei 925. Eine positive Tendenz zeichnet sich in den sozialen Netzwerken ab. Immer mehr Menschen greifen demnach auf die mobilen Geräte zurück. Gab es 2020 noch 19.300 Zugriffe, waren es 2021 etwa 25.000.

Werbung für Tourismus soll gesteigert werden

Um die Aufgaben der Touristik erfüllen zu können, gab es wieder finanzielle Unterstützungen. So von den Gemeinden Barßel und Saterland je 36.500 Euro und vom Landkreis Cloppenburg 35.530 Euro.

Eine enge Zusammenarbeit gibt es mit dem Verbund Oldenburger Münsterland. Die Werbetrommel wurde unter anderem kräftig mit touristischen Broschüren gerührt. Der Verein zählt 99 Mitglieder. Ein Aufschwung sei auch zu erkennen. So ist die Paddel- und Pedalstation ein starker Anlaufpunkt. Ebenso die Wohnmobilstellplätze. Und auch die Nachfrage nach E-Bikes sowie nach Möglichkeiten des Bootssports ist gestiegen. „Ausgebaut wurde für Radfahrer zudem das Knotenpunktsystem“, so Lindstädt.

Der stellvertretende Geschäftsführer des Verbundes Oldenburger Münsterland, Johannes Knuck, berichtete über die Arbeit des Verbundes. Gemeinschaftlich mit allen Erholungsgebieten habe sich eine neue Markenstrategie entwickelt worden. Nun werde unter einem einheitlichen Dach die Tourismuswerbung betrieben. „Nur Gemeinschaftlich ist man stark und zieht Urlauber an. Die ersten Erfolge der neuen Ausrichtung sind erkennbar“, sagte Knuck.

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