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Das Museumsgütesiegel öffnet viele Türen für das Industriemuseum Lohne

Die Auszeichnung bescheinigt dem Industriemuseum hohe Qualität, Innovation und Besucherorientierung. Die Einrichtung hat das anspruchsvolle Zertifizierungsverfahren erneut erfolgreich durchlaufen.

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Urkunde und Plakette als Beleg für professionelle Arbeit: Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet (rechts) gratuliert den Museumsleitern Ulrike Hagemeier und Benno Dräger zur erneuten Auszeichnung des Industriemuseums. Foto: Timphaus

Urkunde und Plakette als Beleg für professionelle Arbeit: Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet (rechts) gratuliert den Museumsleitern Ulrike Hagemeier und Benno Dräger zur erneuten Auszeichnung des Industriemuseums. Foto: Timphaus

Das Industriemuseum Lohne hat eine hohe Qualität, Innovation und Besucherorientierung – das belegt das Museumsgütesiegel, das der Museumsverband Niedersachsen und Bremen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung vergibt. Die Lohner Kultureinrichtung hat die 2007 und 2014 erlangte Auszeichnung jüngst zum 2. Mal erneuert – diesmal bis 2028.

Die Expertenkommission überzeugte laut einer Mitteilung die professionelle und hervorragende Arbeit des Museumsteams. Die lokale und regionale Verankerung sei besonders auffällig und erfreulich. Weiter heißt es, dass der neue Anbau dem Industriemuseum die Möglichkeit biete, vermehrt ins Zentrum des kulturellen Lebens der Stadt zu rücken.

Das Industriemuseum Lohne gehört als Kandidat der ersten Stunde zu den wenigen Museen in Niedersachsen und Bremen, die das anspruchsvolle, 12-monatige Zertifizierungsverfahren seit dem Projektstart kontinuierlich durchliefen. "Wir haben Pionierarbeit geleistet", merkt Benno Dräger an, ehrenamtlicher Museumsleiter und Vorsitzender des Trägervereins.

" Wir wollen jünger werden."Ulrike Hagemeier, Leiterin des Industriemuseums Lohne

Seine hauptamtliche Kollegin Ulrike Hagemeier sagt: "Die Teilnahme hilft uns bei der Strukturierung unserer Arbeit." Die Museumsleiterin hebt die Beratungen und Schulungen zur Weiterentwicklung aller musealen Bereiche hervor.

Laut Hagemeier lobte die Kommission unter anderem das städtische und ehrenamtliche Engagement für das Industriemuseum. Aktuell machen sich nach ihren Angaben etwa 60 Personen in verschiedenen Bereichen des Museums stark. Weitere Pluspunkte sammelte die Einrichtung für das Magazin am Südring, die gute Vernetzung mit anderen Institutionen, Vereinen und Verbänden, die Beiträge zur Integrationsarbeit und die generelle Offenheit für Veranstaltungen und Gruppen.

Das Museumsgütesiegel ist 7 Jahre gültig

Verbesserungspotenziale sahen die Experten bei der Altersstruktur. "Wir wollen jünger werden", kündigt Hagemeier deshalb auch an. Dräger formuliert einen Wunsch nach frischen Kräften. "Es gibt genug zu forschen." Das Industriemuseum biete ein exzellentes Betätigungsfeld für Hobbyhistoriker und Studenten, sagt er. "Die Arbeit geht uns nie aus", konstatiert Hagemeier.

Das Museumsgütesiegel ist 7 Jahre gültig. Ziel ist es, die Entwicklung der Museen zu stützen und zu stärken sowie bei der kontinuierlichen Verbesserung der Qualität der Arbeit zu helfen. Die Auszeichnung soll den Einrichtungen Sicherheit geben und nach außen sowie gegenüber Geldgebern eine klare Qualitätsbotschaft aussenden. Dräger sagt: "Der Aufwand ist da. Aber das Gütesiegel ermöglicht es uns, besser Förderungen und Zuschüsse einzuwerben. Es ist ein Ausweis einer höheren Klasse, in der man mitspielt."

Dass die Auszeichnung viele Türen öffnet, freut auch Lohnes Bürgermeisterin Dr. Henrike Voet. Sie lobt die "professionelle Arbeit" der Einrichtung und hebt das Engagement der Ehrenamtlichen hervor. "Das Industriemuseum ist für Lohne eine tolle Einrichtung, die auch die Stadtgeschichte darstellt und dokumentiert." Sie zitiert den Politiker und Publizisten August Bebel: "Nur wer die Vergangenheit kennt, kann die Gegenwart verstehen und die Zukunft gestalten."


Fakten:

  • Mit dem Museumsgütesiegel werden Museen für die hohe Qualität ihrer Arbeit in allen Aufgabenbereichen ausgezeichnet.
  • Die Auszeichnung hat der Museumsverband für Niedersachsen und Bremen in Kooperation mit dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Niedersächsischen Sparkassenstiftung ins Leben gerufen.
  • Seit der Initiierung des Projekts 2006 bis heute wurden 161 Gütesiegel vergeben.
  • 10 Museen in Niedersachsen und Bremen wurden zum 3. Mal ausgezeichnet, darunter das Industriemuseum Lohne.
  • Das 12-monatige Zertifizierungsverfahren soll die Museen dabei unterstützen, ihr Angebot und ihre Arbeitsweise zu hinterfragen und zu optimieren.
  • Die Qualitätsauszeichnung ist 7 Jahre gültig. Im Anschluss können Museen den Prozess erneut durchlaufen.
  • Weitere Informationen zum Thema erhalten Sie unter www.mvnb.de/museumsguetesiegel.

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