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Das Industriemuseum Lohne und die Firma Pöppelmann bitten zur Forscherwoche

Im November findet diese zum Thema "Kunststoffrecycling" statt. Außerdem erhält die Dauerausstellung neue Elemente rund um den Kunststoffkreislauf.

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Neue Attraktion in der Dauerausstellung: Das Organisationsteam um Ruth Honkomp-Willenbring, Benjamin Kampmann, Benno Dräger (stehend von links), Ulrike Hagemeier, Christoph Majchszack und Julia Uptmoor (sitzend von links) freut sich über das Rondell "KREIS-Lauf". Foto: Kessen

Neue Attraktion in der Dauerausstellung: Das Organisationsteam um Ruth Honkomp-Willenbring, Benjamin Kampmann, Benno Dräger (stehend von links), Ulrike Hagemeier, Christoph Majchszack und Julia Uptmoor (sitzend von links) freut sich über das Rondell "KREIS-Lauf". Foto: Kessen

Was passiert eigentlich mit dem Gelben Sack, wenn er abgeholt wurde? Welche Prozesse sind notwendig, um aus einer Lebensmittelverpackung etwa einen Blumentopf herzustellen? Recycling ist in unserer Gesellschaft zwar ein großes Thema, oftmals wissen wir aber nicht, was genau dahinter steckt. Das Industriemuseum Lohne und die Firma Pöppelmann wollen etwas Licht ins Dunkel bringen.

Forscherwoche findet im November statt

Zusammen haben sie 2 Kooperationsprojekte auf den Weg gebracht. So wird in der Woche vom 8. bis zum 14. November eine "Pöppelmann-Forscherwoche" im Industriemuseum veranstaltet werden. Insbesondere Kinder und Jugendliche sowie Familien sollen in dem Format einen Einblick in die nachhaltige Kunststoffverarbeitung erhalten. Außerdem beteiligt sich Pöppelmann mit einer Fotostory an der Dauerausstellung "Kunststoff" des Industriemuseums: Das Rondell "KREIS-Lauf" zeigt die einzelnen Stationen des Kunststoffrecyclings.

Museumsleiterin Ulrike Hagemeier sagt: "Wir haben von unseren Besuchern immer wieder gehört, dass vor allem das Thema Nachhaltigkeit in der Ausstellung noch fehlt." Daher freue man sich "riesig", mit dem Beitrag von Pöppelmann diese Lücke jetzt schließen zu können. Ruth Honkomp-Willenbring, zuständig für die Unternehmenskommunikation bei Pöppelmann, ist froh über die Möglichkeiten vor Ort: "Wir sind dankbar für die Kooperationsbereitschaft des Industriemuseums."

Forschersonntag 2018 hatte Besucherrekord geknackt

Die Forscherwoche ist eine Neuauflage des "Pöppelmann-Forschersonntags" vom November 2018, der damals den bisherigen Besucher-Tagesrekord des Industriemuseums geknackt hatte. Aufgrund der Corona-Situation wurde in diesem Jahr das Format einer Forscherwoche gewählt.

Benno Dräger, ehrenamtlicher Museumsleiter und Vorsitzender des Trägervereins, weist daraufhin, dass die Resonanz auf das Angebot wie damals "sehr gut" sei. "Innerhalb von einer Woche war fast alles ausgebucht." Vor allem Grund- und Realschulen, die vorab angeschrieben wurden, würden die Forscherwoche nutzen. Am Wochenende seien aber noch Plätze frei.

Kinder erhalten Einblicke in den Kunststoffkreislauf 

"Wir möchten den Kindern zeigen, wie der Kunststoffkreislauf funktioniert", sagt Julia Uptmoor, die zuständige Projektleiterin bei Pöppelmann. Dafür werde es 9 Stationen geben, die von Pöppelmann-Azubis betreut werden. "Integriert ist zudem ein Sortierspiel der Abfallwirtschaft Vechta, wo gezeigt wird, was wirklich in den Gelben Sack gehört." Darüber hinaus werde Pöppelmann an einer weiteren Station Angebote zur Ausbildung präsentieren.

Hinsichtlich der Dauerausstellung betont Dräger, dass die Kunststoffherstellung und -verarbeitung in Lohne eine der historischen Leitbranchen sei. "Die Erweiterung um das Thema Nachhaltigkeit spielt direkt mit der Kunststoff-Historie zusammen", meint er. Auf dem Rondell werden in einer Fotostory die einzelnen Stationen des Kunststoffrecyclings vorgestellt. "Das passiert durchaus lokal: Zwischenlagerung des gesammelten Kunststoffmülls in Vechta, Sortierung in Bremen und Mahlung in Hörstel", erläutert Benjamin Kampmann, der zum 9-köpfigen Projektteam von Pöppelmann gehört. 

Ganz fertig ist die Erweiterung der Dauerausstellung jedoch noch nicht: In der nächsten Zeit sollen laut Uptmoor noch eine Mühle, in der Kunststoff zu Mahlgut zerkleinert werden kann, sowie digitale Lösungen hinzukommen.

Pöppelmann verwendet zur Hälfte "Rezyklate"

Kampmann erklärt, dass Pöppelmann in der Produktion derzeit etwa 50 Prozent Rezyklate – also Produkte aus Recyclingprozessen – verwende. Honkomp-Willenbring macht deutlich, dass Pöppelmann auch in Zukunft auf Kunststoff setzt: "Kunststoff wird immer zu unserem Leben gehören." Man müsse lernen, mit gebrauchten Materialien umzugehen. Durch die Kooperation wollen das Industriemuseum und Pöppelmann weiter für das Thema Nachhaltigkeit im Kunststoffbereich werben.


Info:

  • Für die Forscherwoche sind unter der Woche am Freitag (12. November) von 15.15 bis 16.45 Uhr noch Plätze frei. Die Anmeldung erfolgt über das Industriemuseum (Telefon 04442/730380).
  • Für einen Besuch am Samstag und Sonntag (13. & 14. November) können Termine ab sofort unter www.poeppelmann.com/de/forscherwoche gebucht werden.
  • Es gelten an allen Tagen die 3G-Regel und Maskenpflicht mit den entsprechenden Ausnahmeregelungen für Kinder. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3 Euro, für Kinder 2 Euro.

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