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Das Hasetal will erneut ins Leader-Förderprogramm

Die Bevölkerung ist aufgerufen, für die neue Periode des EU-Programms  in den Bereichen Tourismus, Umwelt und Klima-Schutz Vorschläge zu erarbeiten

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Wird aus Leader-Mitteln gefördert: Die Umgestaltung des öffentlichen Spielplatzes der Gelbrink-Schule zu einem inklusiven Treffpunktt mit behindertengerechten Geräten und Spielflächen. Foto: Willi Siemer

Wird aus Leader-Mitteln gefördert: Die Umgestaltung des öffentlichen Spielplatzes der Gelbrink-Schule zu einem inklusiven Treffpunktt mit behindertengerechten Geräten und Spielflächen. Foto: Willi Siemer

Das Hasetal möchte auch in der kommenden Förderperiode die Chancen des "Leader"-Programms der Europäischen Union für seine weitere Entwicklung nutzen. "Die Erfolgsgeschichte soll im Hasetal fortgeführt werden – das ist Konsens bei allen beteiligten Akteuren, egal ob Kommunen, Vereine oder Institutionen", erklärt Annette Morthorst, die für das Förderprogramm beim Zweckverband Erholungsgebiet Hasetal (ZEH) als Regionalmanagerin arbeitet.

An die Förderungen vielfältiger Projekte möchte die Region nahtlos anknüpfen und bewirbt sich daher erneut für die kommende Periode 2023 bis 2027. Um "Leader"-Region zu bleiben, muss das Hasetal das vorhandene Regionale Entwicklungskonzept (REK) fortschreiben und bis April 2022 beim Land Niedersachsen einreichen. Begleitet wird der gesamte Prozess von der pro-t-in GmbH aus Lingen. 

Ausbau zu inklusivem Treffpunkt jüngstes Projekt

"In den vorangegangenen Förderperioden haben wir verschiedenste Projekte umsetzen können", freut sich ZEH-Geschäftsführer Wilhelm Koormann. Jüngstes Projekt, dass in den kommenden Monaten in Angriff genommen werden soll: Der Ausbau des öffentlichen Spielplatzes der Gelbrink-Schule in der Stadtmitte zu einem inklusiven Treffpunkt mit behindertengerechten Spielflächen und Geräten mit barrierefreien Ansatz. Ziel sei es dabei auch benachteiligte Bevölkerungsgruppen einzubinden und sportliche Angebote für alle Generationen zu unterstützen. Gerade abgeschlossen ist das Projekt "Hasetal-Running", mit dem eine Lauf- und Jogging-Strecke mit permanenter Zeitmessung direkt an der Hase geschaffen werden konnte.

Die Bandbreite ist dabei groß: „Ob die Restaurierung einer Dampflokomotive für die Eisenbahnfreunde Hasetal, das Aufwerten historischer Denkmale in Lastrup, der Dirt- und Bike-Park ebenfalls in Lastrup und der Aufbau des Blühstreifenmanagements, wir konnten viele Projekte mit diesen Mitteln kofinanzieren und so die Region weiterentwickeln. Leader ist im Hasetal eine echte Erfolgsgeschichte, in der das letzte Kapitel noch lange nicht geschrieben ist“.

Bevölkerung ist aufgerufen, Ideen zu entwickeln

In der ersten Phase der Konzeptentwicklung sind die Bürgerinnen und Bürger der Mitgliedskommunen pandemiebedingt digital zum "Mitreden" aufgefordert. Auf der Online-Plattform mitmachen-hasetal.de haben alle Einwohnerinnen und Einwohner der sieben Kommunen die Gelegenheit, sich zu den drei Schwerpunktthemen Tourismus, Umwelt und Klima sowie Lebensqualität zu äußern und weitere Umsetzungsideen einzureichen. So können Interessierte unkompliziert von Zuhause aus an der zukünftigen Entwicklung mitarbeiten.

Die Vorschläge und Ideen fließen in die weiteren Arbeitsschritte zum Regionalen Entwicklungskonzept ein und können damit die regionsspezifischen Förderrichtlinien für die kommende Periode beeinflussen“, erklärt Haselünnes Bürgermeister Werner Schräer, Vorsitzender der aktuellen Lokalen Aktionsgruppe (LAG). Auf Grundlage des REK bestimmt die Gruppe, welche Projekte durch "Leader" unterstützt werden können.

Auf die digitale Bürgerbeteiligung folgen die „Themen-Tische“. Hier kommen Multiplikatorinnen und Multiplikatoren aus den Themenfeldern Tourismus, Umwelt und Klima sowie Lebensqualität zusammen und beraten die Strategie für das Hasetal weiter. Auf dieser Grundlage wird im Anschluss das Entwicklungskonzept fortgeschrieben.

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