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Dammer Intensivstation verfügt über 15 zusätzliche Betten

Die Investition ist notwendig. Denn schon jetzt werden auch schwerere Erkrankungsfälle aus den Nachbarkreisen Minden-Lübbecke und Diepholz eingeliefert.

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Rund um die Uhr im Einsatz: das Team der auf 15 Betten erweiterten interdisziplinären Intensivstation am Krankenhaus St. Elisabeth Damme.  Foto: Meier / Krankenhaus Damme

Rund um die Uhr im Einsatz: das Team der auf 15 Betten erweiterten interdisziplinären Intensivstation am Krankenhaus St. Elisabeth Damme.  Foto: Meier / Krankenhaus Damme

Nach umfangreichen Um- und Neubauarbeiten ist die interdisziplinäre Intensivstation am Krankenhaus St. Elisabeth Damme auf 15 Betten erweitert worden. Laut Chefarzt Dr. Bert Mierke stehen hier alle modernen Organersatzverfahren zur Verfügung. Es können gleichzeitig elf Patienten beatmet und vier Patienten intensiv überwacht werden.

Rund um die Uhr gibt es nun einen Intensiv-Arzt. Darüber hinaus gehören fachübergreifende Visiten zweimal am Tag ebenso zum ärztlichen Standard, wie die jederzeitige Verfügbarkeit eines speziellen Intensivmediziners. So stellt die Anästhesie sieben dieser speziell weitergebildeten Ärzte, die Kardiologie zwei und die Neurologie einen. "Diese Erfolgsgeschichte gelingt nur, wenn auch weitergebildete Pflegekräfte sowie Physio- und Ergotherapeuten in die Behandlung mit eingebunden sind", sagt Dr. Mierke. So werden auf der Intensivstation 31 Pflegekräfte eingesetzt, von denen 13 über die Fachweiterbildung Anästhesie- und Intensivpflege verfügen. Die Pflege versorgt die Patienten auf der Intensivstation im Dreischichtmodell.

Damit die ärztlichen Kollegen aller Abteilungen in der Intensivmedizin ausgebildet werden können, hat der anästhesiologische Oberarzt Dr. Frederik Becker, der sein Handwerk an der Uni Magdeburg gelernt hat, ein Weiterbildungskonzept ausgearbeitet, das bereits seit einem Jahr erfolgreich angewendet wird. Ärztlicher Direktor Dr. Gustav Peters sieht vor allem den multidisziplinären Besetzungsplan als Herausforderung und ist besonders stolz darauf, dass die Krankenkassen diesem Schritt gefolgt sind und das Krankenhaus Damme zur Abrechnung der sogenannten Intensivkomplexpauschale berechtigt haben. Dies sei ein Alleinstellungsmerkmal im Landkreis Vechta, so der Chefarzt.

Mierke ergänzt: "Intensivmedizin ist immer auch Angehörigenmedizin. Bei schwankenden Befunden sowie Hoffen und Bangen um die Liebsten ist es selbstverständlich, dass rund um die Uhr ein Kollege als Ansprechpartner auch für die Angehörigen zur Verfügung steht." Geschäftsführer Ralf Grieshop betont, "dass die nicht unerhebliche Investition auch zukünftig Früchte tragen wird, da bereits jetzt schon schwerere Erkrankungsfälle aus den Nachbarkreisen Minden-Lübbecke und Diepholz nach Damme verbracht werden." Nur im Aufbau einer sogenannten High-Care-Medizin ließen sich die Herausforderungen der Zukunft bewältigen.

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