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Dammer Geschäftsleute schimpfen über die Corona-Politik und die Willkür

Die Gastronomin Sandra Skrapic und der Einzelhändler Claus Boving fordern, dass alle Geschäfte sofort öffnen dürfen. Ob der geltenden Regelungen sprechen sie von einem Berufsverbot.

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Gute Miene zum schlechten Spiel: Sandra Skrapic und Claus Boving sind mit der Politik der Bundesregierung der Landesregierung ausgesprochen unzufrieden. Sie fordern, dass Geschäfte und gastronomische Betriebe wieder öffnen dürfen.  Foto: Lammert

Gute Miene zum schlechten Spiel: Sandra Skrapic und Claus Boving sind mit der Politik der Bundesregierung der Landesregierung ausgesprochen unzufrieden. Sie fordern, dass Geschäfte und gastronomische Betriebe wieder öffnen dürfen.  Foto: Lammert

Die Wut im Einzelhandel und in der Gastronomie auch in Damme wächst. Wer gedacht hatte, die Politik zeigt einen Weg auf, auf dem es langsam in die Normalität mit endlich wieder öffnenden Geschäften und gastronomischen Betrieben geht, der sah sich nach der jüngsten Beratung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und den Regierungschefs der Länder bitter enttäuscht. Claus Boving, in 4. Generation Inhaber des Geschäftes "Mode Arlinghaus" in Damme, und Sandra Skrapic, in 5. Generation Inhaberin des Restaurants Schomaker in Dümmerlohausen, machen ihrem Ärger im Interview Luft.

Herr Boving, Frau Skrapic: Verstehen Sie die Corona-Politik des Bundes und des Landes Niedersachsens?
Skrapic: Nein. Wir stagnieren branchenübergreifend im Lockdown, wir müssen raus aus dem Lockdown, und zwar alle Branchen, um die Gleichheit für alle zu erreichen. Uns Gastronomen ist mit 8 Monaten Lockdown ein Berufsausübungsverbot auferlegt worden. Ich spreche nicht nur von verloren gehenden Einnahmen, sondern auch von den psychologischen Auswirkungen auf die Menschen. Vor allem, wenn ich sehe, dass einige Läden wieder öffnen dürfen. Nach welchen Prinzipien wird die Erlaubnis erteilt zu öffnen? Es findet kein Dialog statt.
Boving: Die Corona-Politik des Bundes und die des Landes sind geprägt von Willkür. Weder werden wissenschaftlich fundierte Untersuchungen zum Ansteckungsrisiko noch geografisch strukturelle Parameter bei der Entscheidungsfindung herangezogen. Es werden Branchen für das Volkswohl in die Haftung genommen, ohne dass der dabei entstandene Schaden den Unternehmen erstattet wird.

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