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Corona-Regeln verhageln Gustav Meyer den Weihnachtsmarkt

Sehr persönliche Ansichten, immer die gleichen zehn Fragen: Schausteller Gustav Meyer fordert alle zum Impfen auf.

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Vor seinem Imbiss neben dem Pferd auf dem Weihnachtsmarkt: Gustav Meyer. Foto: M. Niehues

Vor seinem Imbiss neben dem Pferd auf dem Weihnachtsmarkt: Gustav Meyer. Foto: M. Niehues

Und? Wie ging es in letzter Zeit? 
Corona hat uns Schaustellern mal wieder einen Strich durch die Rechnung gemacht. Unser Gewerbe hat sehr gelitten. Ich habe 2021 statt mindestens 24 Veranstaltungen nur zwei durchführen können. Der Freizeitpark auf dem Stoppelmarkt war ein guter Erfolg, auch dank der vielen Besucher aus dem Landkreis Vechta. Das hat uns in der Not geholfen. Der Weihnachtsmarkt in Vechta hätte das Jahr wirtschaftlich etwas retten sollen. Aber unter der 2G-Plus-Vorschrift leidet der Umsatz so stark, dass der Betrieb ein Zuschussgeschäft ist. Es ist für mich als Imbiss-Betreiber nicht nachvollziehbar, dass ich dem Besucher nur dann eine Bratwurst verkaufen darf, wenn er einen tagesaktuellen negativen Test vorzeigen kann, der Kunde aber zugleich wenige Meter weiter beim Imbiss an der Großen Straße auch ohne Test alles kaufen und auch draußen verzehren darf. Wir Schausteller dürften hier gegenüber der normalen Gastronomie nicht schlechter gestellt sein. Wir sind aber froh, dass sich die Stadt Vechta für uns und den Weihnachtsmarkt so stark gemacht hat. Deshalb ziehen wir weiter durch, auch wenn es kostet.

Was haben Sie sich einmal so richtig gegönnt?
Nichts Materielles. Der einzige Vorteil der Corona-Zeit: Ich habe mehr schöne Momente mit meinen beiden Enkelkindern und der Familie verbringen können.

Wenn Sie König von Deutschland wären: Was gehört als erstes abgeschafft?
Corona. Wenn ich es könnte, würde ich das Virus sofort abschaffen. Wer mich dabei unterstützten will, lässt sich schnell impfen!

Welchen Traum werden Sie sich als nächstes erfüllen (können)?
Ich wünsche mir, dass die Familie gesund bleibt und unser Schaustellergewerbe trotz der schweren Zeit weiterläuft.

Was tun Sie am liebsten?
Meinen Beruf als Schausteller ausüben. Das mache ich mit Herzblut.

Welche Eigenschaften mögen Sie an sich selbst? Und welche nicht?
Ich glaube, mit mir kann man es ganz gut aushalten. Ich bin gesellig, umgänglich und immer positiv eingestellt. Aber ich brauche morgens zuerst einen Kaffee, damit ich klar denken kann.

Welche TV-Sendung mögen Sie am liebsten?
Mir gefallen vor allem Dokumentationen – gerne welche über Natur und Tiere. Außerdem alles, was mit dem Weltall zu tun hat.

Wen würden Sie gerne einmal treffen?
Ich würde mir wünschen, dass einmal die ganze Familie zu einem Treffen zusammenkommt. Weil alle Schausteller sind und wir zudem bundesweit verstreut und unterwegs sind, ist das leider kaum möglich.

Was würden Sie gerne einmal wieder essen?
Ein richtig schöner Sauerbraten würde mir sehr gefallen. Meine Frau kann das sehr gut zubereiten. Ich liebe die deutsche Küche – und auch meine Frau.

Welches Thema in der OV hat Sie am meisten beschäftigt?
Zuerst natürlich die Corona-Berichterstattung. Dann habe ich vor allem die großartigen Beiträge über unseren Freizeitpark auf dem Stoppelmarkt gelesen. Das hat mir sehr gefallen.


Zur Person:

  • Gustav Meyer ist 58 Jahre alt, verheiratet, hat zwei erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder.
  • Der Schausteller stammt gebürtig aus Vechta/Oythe und lebt jetzt in Neuenkirchen/Vörden. Er betreibt einen Imbiss, einen Ausschank und ein Kinderriesenrad.
  • Meyer ist Mitglied im Vorstand des Vereins der reisenden Schausteller Vechta.

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