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Corona-Leugner unter Ärzten: Ärztekammer prüft Beschwerden

Die Ärztekammer Niedersachsen prüft mehrere Beschwerden über Ärzte, die sich als Corona-Leugner offenbaren. Die Zahl der Hinweise sei in Bezug auf die etwa 43.000 Mitglieder aber gering.

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Symbolfoto: dpa/Seeger

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Die Ärztekammer Niedersachsen hat Patienten ermutigt, Ärzte zu melden, die sich als Corona-Leugner hervortun. Es gebe nur wenige Einzelfälle, teilte die Ärztekammer mit. Bezogen auf die Gesamtmitgliederzahl von knapp 43.000 Ärztinnen und Ärzten in Niedersachsen handele es sich um eine sehr niedrige zweistellige Zahl "unter 20". Dennoch gebe es auch in Niedersachsen Beschwerden von Patienten und Ärztekollegen oder generelle allgemeine Hinweise von Dritten.

"Wenn wir Beschwerden erhalten, prüfen wir diese berufsrechtlich und holen in diesem Rahmen auch Stellungnahmen der betroffenen Ärzte ein", sagte der Sprecher der Ärztekammer, Thomas Spieker. Gegebenenfalls werde ein berufsrechtliches Verfahren eingeleitet mit den Möglichkeiten, eine Rüge zu verhängen oder ein berufsgerichtliches Verfahren zu beantragen. "Im Einzelfall kann es auch sinnvoll sein, Strafanzeigen zu erstatten", sagte Spieker.

Beschwerden würden sehr ernst genommen, da die dort geschilderten Vorwürfe aus Sicht der Kammer nicht mit gewissenhaftem ärztlichem Verhalten vereinbar seien. Die Kammer warnte zugleich vor Gefälligkeitsattesten zur Befreiung von der Pflicht, eine Mund-Nasen-Bedeckung zu tragen. Die Berufsordnung lege klar fest, dass der Arzt bei "der Ausstellung ärztlicher Gutachten und Zeugnisse (...) mit der notwendigen Sorgfalt zu verfahren und nach bestem Wissen seine ärztliche Überzeugung auszusprechen" habe. Zuwiderhandlungen seien ein Verstoß gegen die Berufsordnung.

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