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Corona-Hilfen: Fördersumme bei NBank fast verdreifacht

Die coronabedingten Einschränkungen haben die Wirtschaft im Nordwesten hart getroffen. Mit Milliardensummen hat der Staat Unternehmen und ganzen Branchen in Niedersachsen unter die Arme gegriffen.

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Symbolfoto: dpa

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Vor dem Hintergrund der Corona-Krise hat sich die Zahl der bewilligten Förderanträge bei der landeseigenen Investitions- und Förderbank Niedersachsen, der NBank, in diesem Jahr fast verzehnfacht. Die Fördersumme verdreifachte sich nahezu. «Ende des Jahres dürfte die NBank etwa 185.000 Anträge zu Corona-Hilfen in den unterschiedlichen coronabezogenen Förderangeboten bewilligt und ausbezahlt haben. In "normalen" Jahren sind es durchschnittlich 20.000 Anträge", sagte Vorstandschef Michael Kiesewetter der Deutschen Presse-Agentur. Die Gesamtfördersumme lag zum Stichtag 10. Dezember bei 2,75 Milliarden Euro (2019: 928,5 Millionen Euro).

Aufgeschlüsselt in Darlehen und Zuschüsse ergaben sich den Angaben zufolge 2020 folgende Zahlen (jeweils Stichtag 10. Dezember). Ohne die Corona-Hilfsprogramme wurden in 22.600 Fällen Zuschüsse über eine Gesamtsumme von 572,7 Millionen Euro und in 426 Fällen Kredite in Höhe von insgesamt 418,6 Millionen Euro bewilligt und ausgezahlt. Im Rahmen der Corona-Hilfsprogramme bewilligte die NBank 150.700 Anträge für Zuschüsse über eine Gesamtsumme von 1,3 Milliarden Euro und 10.817 Kredite über ein Gesamtvolumen von 441,6 Millionen Euro.

Zwischenzeitlich halfen 500 Mitarbeiter für die Corona-Hilfen aus

"Mit jeder einzelnen Fördermaßnahme haben wir dazu beigetragen, es Menschen und Unternehmen in Niedersachsen zu ermöglichen, die wirtschaftlichen Folgen der Corona-Pandemie zumindest teilweise zu kompensieren", betonte Kiesewetter. "Ich gehe davon aus, dass der Förderschwerpunkt der NBank noch eine längere Zeit von Förderungen bestimmt wird, die sich aus den Folgen der Corona-Pandemie ergeben."

Bei den Corona-Hilfen stand die Soforthilfe von Land und Bund mit 139.200 Förderungen über 907,6 Millionen Euro auf Platz 1, gefolgt von Liquiditätskrediten und Niedersachsen-Schnellkrediten mit 10.800 Darlehen über eine Summe von 434,5 Millionen Euro. An Überbrückungshilfen für Unternehmen wurden 8750 Förderungen mit einem Gesamtvolumen von 104,9 Millionen Euro ausgezahlt. Die Bank legte den Angaben zufolge allein in den letzten sechs Monaten etwa 50 neue coronaspezifische Finanzprodukte auf. Dies sei selbst für den Beginn einer Förderperiode eine sehr ungewöhnliche und hohe Zahl.

Um die Flut der Anträge zu bewältigen, waren zu Spitzenzeiten in der NBank 500 Mitarbeiter mit der Abwicklung der Corona-Hilfen beschäftigt. Dabei fielen nach Angaben der Bank insbesondere in den ersten Monaten 60.000 Überstunden an. In der Spitze gingen über die Telefonhotline 2500 Anrufe täglich ein. Die Mitarbeiter hätten mit "riesigem Engagement und viel Herzblut" einen exzellenten Job gemacht, so Kiesewetter.

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