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CDU unterstützt Großprojekte

Die CDU-Kreistagsfraktion spricht sich für die Planungen im c-Port aus. Hintergrund ist unter anderem der Bau einer Anlage, in der Wirtschaftsdünger zu ökologischem Biomethan umgewandelt werde.

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Symbolfoto: Archiv

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Die CDU-Kreistagsfraktion unterstützt die geplante Ansiedlung zweier Großbetriebe im c-Port (OMonline berichtete). „Dies hat die Fraktion nach sehr intensiven Beratungen im Rahmen ihrer Fraktionssitzung einvernehmlich beschlossen“, teilte Fraktionsvorsitzender Hans Götting mit.

Hintergrund ist der Bau einer Anlage, in der Wirtschaftsdünger unter anderem zu ökologischem Biomethan umgewandelt werde und eine Transformationsanlage für Schweinegülle. Nach Auffassung der CDU-Fraktion trage die Reduzierung der Nährstoffe langfristig zu einer Entlastung der Böden und zu einer Sicherung der Grundwasserqualität im Kreis Cloppenburg bei.

Der für den Betrieb benötigte Wirtschaftsdünger stamme ganz überwiegend aus der näheren Region und werde dann hier nicht mehr auf die Ackerflächen aufgebracht. Aufgrund der Lage des c-Ports würden so aktuell notwendige lange Transportwege in teils weit entfernte Gebiete minimiert werden und trügen somit auch zu einer Verringerung der CO2-Emissionen bei.

Wirtschaftsdünger soll zum Großteil aus der Region stammen

„Sorgen von Bürgerinnen und Bürgern, dass es durch die Anlieferungen zu einer zu starken Belastung des Straßennetzes und zu Lärmbelastungen in den anliegenden Ortschaften käme, sind unbegründet“, heißt es in der Pressemitteilung der CDU. Das durch die LKW-Transporte erhöhte Verkehrsaufkommen könne von den Bundesstraßen aufgenommen werden, die Ortschaften selbst seien in keiner Weise betroffen.

Befürchtungen der Bevölkerung, dass der Bau der Anlagen zusätzliche Tierhaltungen und Stallbauten generieren würde, seien ebenfalls nicht berechtigt. Durch die vorherrschenden Rahmenbedingungen seien in den Kommunen des Landkreises die Grenzen der Tierhaltung erreicht. Neue Stallbauten seien kaum noch genehmigungsfähig.

„Die CDU hat Verständnis für die Betroffenheit der Anlieger des c-Ports und nimmt alle Befürchtungen und Einwendungen ernst.“ Es bestehe aber in der Fraktion die feste Überzeugung, dass durch den Einsatz moderner technischer Sicherheits- und Überwachungssysteme beim Betrieb der Anlagen größtmögliche Sicherheit gewährleistet sei. Diese müsste durch die anstehenden Genehmigungsverfahren auch bestätigt werden.

CDU-Fraktion gegen den Vorschlag der Gruppe Grüne/UWG

Eine klare Absage erteilen die Christdemokraten dem Antrag der Gruppe Grüne/UWG im Kreistag. Sie hatte gefordert, die Kreistags-Vertreter in den Gremien des c-Ports anzuweisen, die Verwirklichung der Projekte abzulehnen und zu verhindern. Die abgesandten Mitglieder seien mündig und zu eigenständigen und gewissenhaften Entscheidungen in der Lage. „Man soll sie nicht zu Marionetten machen“, so Götting.

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