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C-Port: Viele Einwände gegen Ansiedlungspläne der Revis

Der Anwalt der Gülle-Gegner schickt eine lange Liste an das Gewerbeaufsichtsamt. Auch Verbände und Privatpersonen haben Einwände.

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Obwohl das Antragsverfahren für ihre Ansiedlung noch läuft, begann die Firma Revis jetzt mit Bauvorbereitungen.   Foto: Stix

Obwohl das Antragsverfahren für ihre Ansiedlung noch läuft, begann die Firma Revis jetzt mit Bauvorbereitungen.   Foto: Stix

Umwelt-Anwalt Thorsten Deppner aus Berlin hatte viel zu tun mit der Sichtung und Auswertung der Revis-Unterlagen. Das Unternehmen will sich mit einer riesigen Biomethan-Anlage im C-Port ansiedeln. 4800 Dokumente in 14 Ordnern galt es zu analysieren. Deppner hat dem Antrag des Unternehmens mehr als 60 Einwände gegenübergestellt. Dabei gehe es um inhaltliche Fehler bezüglich Lärm, Geruch sowie der Beeinträchtigung eines Waldbiotops, das nach Darstellung des Anwalts durch die Anlage massiv von Ammoniak beeinträchtigt werden würde.

Seine erste Einwendung machte der Umweltanwalt aus Berlin bereits 14 Tage vor Ablauf der Frist. Am 14. März monierte er beim Gewerbeaufsichtsamt Oldenburg, dass die Antragsunterlagen der Revis unvollständig seien. Ein Naturschutzgutachten sei nicht doppelseitig kopiert worden. Andere Angaben habe die Revis geschwärzt, so Deppner. Das sei zwar üblich, um Betriebsgeheimnisse zu wahren. Doch müssten stattdessen Ersatzdokumente zur Verfügung gestellt werden, so sehe es das Immissionsschutzgesetz vor. Deppner sagt, er sehe gute Chancen, dass die Auslegung der Unterlagen wiederholt werden müsse. Das hänge davon ab, ob das GAA zu dem Ergebnis gelange, dass wesentliche Unterlagen fehlten. Dann müsse die Revis den Antrag nachbearbeiten.

Der Jurist hofft auf einen Erörterungstermin, wie es vor der Pandemie gemacht wurde. Dann wären Vertreter von Revis vor Ort. Seiner Erfahrung nach, sagt Deppner, brächten solche gemeinsamen Termine „deutlichen Erkenntnisgewinn“. Tatsächlich anberaumt sei allerdings eine Online-Konsultation, die am 6. Mai stattfinden solle.

Unternehmen beginnt mit Einrichtung der Baustelle

Rottmann teilte auf Nachfrage außerdem mit, dass „rund 30 Einwendungsschreiben von Privatpersonen“ eingegangen seien. Dazu kämen „einige Schreiben von Umweltverbänden, Bürgerinitiativen und Betrieben“. Ob darunter so gravierende Einwände sind, dass das Auslegungsverfahren wiederholt werden muss, lasse sich nicht absehen. „Die detaillierte Sichtung der Einwendungen wird etwas Zeit in Anspruch nehmen“, teilte Rottmann mit.

Davon unbeeindruckt hat das Münsteraner Unternehmen zu Beginn dieser Woche schon mal mit der Einrichtung der Baustelle begonnen. Flächen würden planiert und mit Schotter verfüllt, um Baucontainer aufzustellen und Park- und Lagerflächen für Baumaterialien zu schaffen. Zudem sollen Versorgungsleitungen gelegt werden, teilte Revis-Geschäftsführer Simon Detscher mit.

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