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C-Port: Verbandsausschuss beschließt Grundstücksverkäufe

Das Genehmigungsverfahren für den Bau der zwei Mist und Gülle verarbeitenden Anlagen in dem Industriegebiet kann damit starten.

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Hürde genommen: Mit dem Verkauf von zwei Grundstücken südlich des Küstenkanals können die Genehmigungsverfahren für die geplanten Projekte starten.   Foto: Stix

Hürde genommen: Mit dem Verkauf von zwei Grundstücken südlich des Küstenkanals können die Genehmigungsverfahren für die geplanten Projekte starten.   Foto: Stix

Der Verbandsausschuss des interkommunalen Industrie- und Gewerbeparks C-Port am Küstenkanal hat in seiner Sitzung am Dienstag, 9. Juni, dem Verkauf von Grundstücken an die Investoren Revis Bioenergy (Münster) und Kaskum (Friesoythe) zugestimmt. Damit steht dem Start der Genehmigungsverfahren bei den zuständigen Behörden nichts mehr im Weg. Das teilte der C-Port am Dienstag in einer Presseinformation mit.

"Wir haben heute eine gute Entscheidung für zwei wegweisende, zukunftsorientierte Projekte für das gesamte Oldenburger Münsterland getroffen", sagte Landrat Johann Wimberg, der gleichzeitig Vorsitzender der Verbandsversammlung ist. Die vielen Vorteile würden die Kritik, die aus der Bevölkerung und aus Teilen der Politik gekommen sei, überwiegen.

"Die letzten Wochen haben uns alle Kraft gekostet" Johann Wimberg, Landrat

Der Abstimmung war eine lange öffentliche Diskussion mit zum Teil grenzwertigen Aussagen, Streitereien und Diffamierungen vorangegangen. "Die letzten Wochen haben uns alle Kraft gekostet und nicht zuletzt auch mit den persönlichen Anfeindungen auch viele Momente gehabt, auf die vor allem die ehrenamtlichen Politiker der Region gut hätten verzichten können", sagt Wimberg. 

Gleichzeitig verwies der Landrat auf die "Informationsoffensive" des C-Port, die es seines Wissens nach so noch nie bei einem Ansiedlungsvorhaben gegeben habe. "Mehr kann man kaum machen", ist sich Wimberg sicher. 

Anlagen können erst gebaut werden, wenn alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind

Wimberg und der Vorsitzende des Verbandsausschusses, der Friesoyther Bürgermeister Sven Stratmann, stellten heraus, dass „nun erst die Genehmigungsverfahren starten, bei denen alle Faktoren, die mit den Ansiedlungen zusammenhängen, auf Herz und Nieren durch die zuständigen Experten in den Behörden geprüft werden.“ Erst wenn alle gesetzlichen Vorgaben erfüllt sind, „können die Anlagen gebaut werden“, so Stratmann. Für beide Grundstücke gebe es zudem eine Rückkaufoption, falls die Genehmigungen nicht erteilt würden.

Nun sei es wichtig, so die Politiker, dass in den kommenden Monaten die Menschen der Region umfangreich über den Stand der Genehmigungen informiert werden und auch ihre Bedenken einbringen können. Bei der Revis-Anlage wird es ein öffentliches Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz durch das Gewerbeaufsichtsamt in Oldenburg geben.

Die zuständige Genehmigungsbehörde für die von Kaskum geplante Anlage steht noch nicht fest. Der C-Port hofft, dass auch hier das Gewerbeaufsichtsamt seine Zuständigkeit feststellt und das Verfahren mit einer Beteiligung der Öffentlichkeit durchführt.  Es sei allen Beteiligten klar, dass es in den kommenden Monaten eine wichtige Aufgabe sei, „die Bevölkerung mitzunehmen“.

Saterländer Bürgermeister bleibt der Sitzung wie angekündigt fern

Der Saterländer Bürgermeister Thomas Otto, der Mitglied des Verbandsausschusses ist, hatte an der Sitzung wie angekündigt nicht teilgenommen. Ausweislich eines Postings in den sozialen Netzwerken traf er sich in Sedelsberg mit Reportern des NDR, um für einen Beitrag über den C-Port-Streit ein Interview zu geben. Das Saterland wurde deshalb allein von Bernhard Benten, dem Vorsitzenden der CDU-Fraktion im Gemeinderat, vertreten.

Im Rahmen der Sitzung berichtete C-Port-Geschäftsführer Arno Djuren über die Entwicklung in dem Gewerbe- und Industriepark. Dort hätten derzeit fünf Unternehmen mit dem Bau ihres Firmensitzes begonnen. Djuren wertet diese Ansiedlungen "als deutliches Signal für die Attraktivität des Standortes." Zudem habe der Hafen den Umschlag von Januar bis Mai im vergleich zum Vorjahreszeitraum um 250 Prozent steigern können. 

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