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Bürgerinitiative verweist auf Risikopotenzial

Die Bürgerinitiative „Sauberer C-Port“ fordert Politik und Verwaltung auf, die geplante Ansiedlung von zwei Mist und Gülle verarbeitende Anlagen am C-Port abzulehnen.

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Gesundheitsrisiken befürchtet: Die Bürgerinitiative "Sauberer C-Port" will verhindern, dass auf dem Industriegebiet am Küstenkanal eine industrielle Biogasanlage entsteht.   Foto: Stix

Gesundheitsrisiken befürchtet: Die Bürgerinitiative "Sauberer C-Port" will verhindern, dass auf dem Industriegebiet am Küstenkanal eine industrielle Biogasanlage entsteht.   Foto: Stix

Die geplante Biogasanlage der Firma Revis Bioenergy (Münster) berge „ein unkalkulierbares Risikopotenzial“, heißt es in einer Pressemitteilung der BI. Durch die von der Firma Kaskum (Friesoythe) geplante Anlage zur Aufbereitung von Schweinegülle werde dieses Gefährdungspotenzial noch verstärkt.

„Wer in nur 4000 Metern Entfernung zum fast 11.000 Einwohner zählenden Stadtkern Friesoythes eine der größten industriellen Biogasanlagen Europas genehmige und bauen lasse, nimmt billigend Gesundheitsrisiken in Kauf“, heißt es in der Pressemitteilung.

Bundesamt spricht von fehlendem Umweltschutz

Die Bürgerinitiative verweist in diesem Zusammenhang auf eine Aussage des Bundesumweltamtes. Die Berliner Behörde spricht auf ihrer Internetseite ebenfalls von einem „erheblichen Risikopotenzial“. In Biogasanlagen würden große Mengen extrem entzündbarer und klimaschädlicher Gase erzeugt, zudem seien dort große wassergefährdende Stoffe in Form von Gülle, Substraten oder Gärresten vorhanden. „Trotz dieses Risikopotenzials sind bisher keine ausreichenden und rechtsverbindlichen Anforderungen zum Schutz von Umwelt und Nachbarschaft für die Errichtung und den sicheren Betrieb von Biogasanlagen festgelegt“, zitiert die BI das Bundesumweltamt.

Vor diesem Hintergrund appelliert die BI an die regionalen Vertreter aller Parteien im Landtag und im Bundestag, nicht zuzulassen, „dass die Ansiedlung der beiden Güllefabriken mit Steuergeldern subventioniert“ werde. Niedersachsens Umweltminister indes hatte sich am Dienstag bei einem Besuch in Friesoythe klar positioniert und sich für den Bau der beiden Anlagen am C-Port ausgesprochen.

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