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Brief an Merkel wegen notleidender Schweinehalter

Niedersachsens Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast wenden sich an die Kanzlerin. Es geht um den Schweinefleisch-Absatz in asiatischen Ländern.

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Symbolfoto: dpa/Assanimoghaddam

Symbolfoto: dpa/Assanimoghaddam

Angesichts der angespannten Situation bei den Schweinehaltern haben sich Wirtschaftsminister Bernd Althusmann und Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast an Bundeskanzlerin Angela Merkel (alle CDU) gewandt. Merkel solle sich weiterhin dafür einsetzen, dass vor allem asiatische Länder wieder deutsches Schweinefleisch abnehmen, hieß es in einem am Donnerstag veröffentlichten Brief.

Der asiatische Markt, und hier vor allem China, ist für den deutschen Schweinefleischexport besonders wichtig. Nachdem im September in Brandenburg bei einem Wildschwein die Afrikanische Schweinepest (ASP) festgestellt worden war, hatten viele Länder, darunter auch China, einen Exportstopp für deutsches Schweinefleisch verhängt, was zu einem empfindlichen Preisverfall für die Landwirte führte. Die Bundesregierung verhandelt schon seit geraumer Zeit mit China, dass im Fall eines ASP-Ausbruchs in Deutschland nach Regionen differenziert und nicht pauschal für ganz Deutschland ein Handelsstopp verhängt wird.

Seit Beginn des Jahres hätten die Schweinehalter bereits einen Preisverfall von 60 Cent pro Kilo Schlachtgewicht verkraften müssen, was an den Auswirkungen der Corona-Pandemie liege. Mit dem Ausbruch der ASP sei der Schlachtpreis nochmals um 20 Cent pro Kilo gesunken, schrieben Althusmann und Otte-Kinast: "Ein weiterer Preisrückgang ist nicht mehr zu verkraften und wir fürchten um die Existenz unserer für Niedersachsen kennzeichnenden Schweinehaltungsbetriebe mit ernsten Folgen auch für Wertschöpfung und Arbeitsplätze im Agribusiness insgesamt."

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