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Boog neuer CEO beim Weltmarktführer

Eine verantwortungsvolle Aufgabe hat der Löninger Manager Klaus Boog übernommen. Die Horstmann-Gruppe in Bielefeld erwirtschaftet mehr als 300 Millionen Euro Umsatz mit 1100 Beschäftigten.

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Neue Aufgabe: Klaus Boog ist als Generalbevollmächtigter für die Firmen der Horstmann-Gruppe in Bielefeld verantwortlich. Foto: Siemer

Neue Aufgabe: Klaus Boog ist als Generalbevollmächtigter für die Firmen der Horstmann-Gruppe in Bielefeld verantwortlich. Foto: Siemer

 In seiner "zweiten Karriere" ist er zum CEO (Chief Excecutive Officer), im Deutschen am besten mit dem Begriff Generalbevollmächtigter übersetzt, des Familienunternehmens "Horstmann-Gruppe" mit Sitz in Bielefeld berufen worden.

Das Familienunternehmen gehört Diplom-Kaufmann Jürgen Horstmann. Boog war bis Ende vergangenen Jahres Mitglied des Vorstandes und stellvertretender Vorstandsvorsitzender der Löninger Remmers Gruppe AG und hier verantwortlich für das Wachstum vor allem des Osteuropa-Geschäfts in den letzten Jahren. Die Horstmann-Gruppe erwirtschaftet zurzeit einen Umsatz von mehr als 300 Millionen Euro und hat bundesweit über 1100 Beschäftigte. Sie ist ein Verbund von über 30 Industrie-, Dienstleistungs- und Handels­unternehmen aus den Sparten Bäckereitechnik, Möbelindustrie, Graphische Industrie, Metallverarbeitende Industrie sowie IT und EDV.

Quer durch Deutschland statt Russland und Polen

Seine Arbeitsweise habe sich nicht groß geändert, berichtet Boog im Gespräch mit OMonline. Die Reisen führten ihn jetzt aber nicht mehr nach Russland und Polen, sondern quer durch Deutschland und in die Niederlande, da er in mehreren Firmen der Gruppe auch Geschäftsführer sei. Seine Fahrtziele zu seinen Schreibtischen dort seien unter anderem Dinkelsbühl im bayrischen Landkreis Ansbach, Ludwigsburg und natürlich die Zentrale in Rietberg bei Bielefeld.

Absatzmarkt in USA und Asien

Zu den "Perlen" des Firmenbesitzes von Horstmann gehöre ein Weltmarktführer in seiner Branche, die "Werner & Pfeiderer (WP) Bakery-Group". Sie sei der führende Hersteller von Bäckereitechnik, der entlang der kompletten Prozesskette Maschinen und Anlagen für handwerkliche sowie industrielle Bäckereien anbiete. Das Kernunternehmen dieses Bereichs sei 140 Jahre alt, habe zuvor zu Krupp gehört und sei 1997 erworben worden, erläutert Boog. Große Umsätze mit bis zu 25 Millionen Euro im Anlagenbau für Backstraßen würden vor allem in den USA und Asien erwirtschaftet. In diesem Bereich gebe es aufgrund der Corona-Folgen im Anlagenbau wegen des Nachfragerückgangs Kurzarbeit. Zudem könnten die Mechaniker zum Aufbau von Anlagen nicht einreisen. 

Einen kurzen Arbeitsweg hat der 50-Jährige, wenn er als Geschäftsführer zu einem weiteren Unternehmen der Horstmann-Gruppe fährt, der Beckermann Küchen und Möbel GmbH in Cappeln. Hier seien die Weichen mit dem Bau einer neuen Produktionshalle und Investitionen im einstelligen Millionenbereich auf Wachstum gestellt worden, sieht Boog eine gute Ausgangslage. Das Unternehmen sei im Auslandsgeschäft vor allem in Frankreich noch stärker als in Deutschland.

Oberstes Ziel ist den Teamgeist zu stärken

Insgesamt sei es sein Ziel, die Horstmann-Gruppe weiter nach vorne zu bringen und  die Wachstums-Strategie fortzusetzen. Welche Rolle dabei die Corona-Pandemie spiele, lasse sich allerdings noch nicht vorhersehen, die Bewältigung dieser Krise sei eine weitere Herausforderung, so Boog. Er glaube, dass die einzelnen Firmen in den unterschiedlichen Sparten gut aufgestellt seien. Seine wichtigste Aufgabe sieht der Manager darin, angesichts der unterschiedlichen Branchen und Standorte den Teamgeist zu stärken und eine hohe Eigenmotivation aller Beteiligten zu erreichen.

Boog bleibt Löningen verbunden

Mittelfristig sei geplant, dass er die Aufgabe als Vertreter der Inhaberfamilie mit Carola Landhäuser, der Tochter, und Jürgen Horstmann übernehme, so Boog. Der 50-Jährige betont, dass er Löningen und dem Oldenburger Münsterland weiter verbunden bleibe. Dafür sorge unter anderem seine Verantwortung als Geschäftsführer bei Beckermann. Er werde sich ebenfalls weiter als stellvertretender Vorsitzender des Beirats Oldenburger Münsterland der Industrie- und Handelskammer und in der IHK-Vollversammlung engagieren.

Zudem bleibe Löningen sein Wohnsitz und Lebensmittelpunkt. Boog hatte vor acht Jahren als einer der Verhandlungsführer entscheidenden Anteil an der Rettung des Löninger Krankenhauses in der existenziellen KKOM-Krise Ende 2012. Der Kontrolling-Spezialist hatte ein Jahr vor der drohenden Pleite den Weihbischof Heinrich Timmerevers in einem Brief vor der drohenden Existenz-Krise gewarnt. Großen Anteil am Erfolg der Aktion mit fast 250.000 Euro eingesammelter Spenden hatte Boog auch neben Rudolf Bögershausen und dem Vorsitzenden des Fördervereins, Johannes Fortmann, an der privaten Spendenaktion der Firmen und Privatleute für den Neubau der Gelbrink-Turnhalle.

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