Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Bilanzsumme der VR-Bank steigt auf 1,2 Milliarden Euro

Die VR-Bank in Südoldenburg hat ihre Vertreterversammlung für das Geschäftsjahr 2020 abgehalten. Ein Ergebnis davon: 224.000 Euro Dividendengutschrift.

Artikel teilen:
Das Führungspersonal nimmt Aufstellung: Jürgen Fuhler (Vorstandssprecher, von links), Ludger Ostermann (Vorstand), Dr. Clemens Hackstedt (Aufsichtsrat), Ludger Niehaus (Aufsichtsratsvorsitzender), August Behrens (Aufsichtsrat), Georg Wienken (Aufsichtsrat), Fritz Strop (Aufsichtsrat), Reiner Herbers (Vorstand) und Werner Timmen (Aufsichtsrat). Foto: Bork / VR-Bank in Südoldenburg

Das Führungspersonal nimmt Aufstellung: Jürgen Fuhler (Vorstandssprecher, von links), Ludger Ostermann (Vorstand), Dr. Clemens Hackstedt (Aufsichtsrat), Ludger Niehaus (Aufsichtsratsvorsitzender), August Behrens (Aufsichtsrat), Georg Wienken (Aufsichtsrat), Fritz Strop (Aufsichtsrat), Reiner Herbers (Vorstand) und Werner Timmen (Aufsichtsrat). Foto: Bork / VR-Bank in Südoldenburg

Die VR-Bank in Südoldenburg hat das Geschäftsjahr 2020 positiv abgeschlossen. Wie auf der diesjährigen Vertreterversammlung in der Stadthalle Cloppenburg aufgezeigt wurde, stieg die Bilanzsumme per 31. Dezember 2020 um 22,2 Prozent auf 1,2 Milliarden Euro und erreichte damit den bisher höchsten Wert in der Geschichte der Bank. Gleiches gilt für die Kundenforderungen, die insgesamt 83,4 Prozent der Bilanzsumme ausmachen. Sie stiegen laut Mitteilung im vergangenen Jahr um 21,7 Prozent auf mehr als eine Milliarde Euro.

Dieses Wachstum sei deutlich überdurchschnittlich, sodass die Bank ihren Marktanteil im Geschäftsgebiet stark ausbauen konnte, teilt das Geldhaus weiter mit. Das bilanzunwirksame Kundenkreditvolumen habe man ebenfalls deutlich erhöhen können, wobei der Großteil dieser Kredite, wie in den Vorjahren, auf Bauspardarlehen und Darlehen der R+V-Versicherung entfalle. "Über diese Entwicklung freuen wir uns natürlich sehr, da damit das Vertrauen unserer mehr als 27.000 Kunden in unsere Beratungsleistungen zum Ausdruck gebracht wird", erklärte Jürgen Fuhler, Vorstandssprecher der VR-Bank in Südoldenburg eG.

Erfolgskennzahlen fallen trotz allem positiv aus

Auch bei den Kundeneinlagen konnte seinen Angaben zufolge ein Wachstum von rund 11 Prozent verzeichnet werden. Abschließend könne daher festgehalten werden, dass im Geschäftsjahr 2020 trotz der widrigen Rahmenbedingungen und erneut deutlich gestiegener Verwaltungsaufwendungen (von 14,2 auf 16,4 Millionen Euro) die wichtigen Erfolgskennzahlen der Bank positiv ausfallen: Der Provisionsüberschuss ist demnach von 5,3 auf 6,5 Millionen Euro und der Zinsüberschuss von 19,6 auf 20,4 Millionen Euro gesteigert worden.

Gleichzeitig wurde die Risikovorsorge deutlich ausgebaut, sodass sich unterm Strich nach Verrechnung aller Erträge und Aufwendungen ein Jahresüberschuss von 867.414,97 Euro ergibt, wie aus dem Jahresbericht hervorgeht. Neben einer weiteren Zuführung zu den Rücklagen der Bank wurde der Vertreterversammlung die Ausschüttung einer Dividende von 4 Prozent vorgeschlagen und einstimmig beschlossen, sodass sich die Mitglieder in den nächsten Tagen über eine Dividendengutschrift in Höhe von insgesamt 224.000 Euro freuen können.

Corona-Krise hat Spuren bei der VR-Bank hinterlassen

Gleichwohl: Auch die allgegenwärtige Corona-Krise hat Spuren hinterlassen. Innerhalb kürzester Zeit musste sich die VR-Bank nach eigenen Angaben im Geschäftsjahr 2020 auf ganz neue Herausforderungen, Rahmenbedingungen und Arbeitsweisen einstellen.

Neben der Vergabe von Corona-Hilfskrediten mit einem Volumen von insgesamt 28,5 Millionen Euro seien auch zahlreiche Stundungsvereinbarungen für Darlehen getroffen worden, um Unternehmern und Privatkunden kurzfristig zu helfen. Gleichzeitig sei der Bedarf nach individuellen Beratungsgesprächen – persönlich und digital – gestiegen. Auch die zeitweise Schließung einiger Filialen sei eine Reaktion auf die pandemische Lage gewesen.

Zum Schutz der Mitarbeiter wurden Maßnahmen umgesetzt

Zum Schutz der Mitarbeiter, führte Jürgen Fuhler aus, seien zahlreiche weitere Maßnahmen sehr kurzfristig umgesetzt worden. So waren alle Abteilungen über mehrere Monate räumlich getrennt, Mitarbeiter konnten nur noch in einer festen Filiale arbeiten. Zusätzlich wurde ein Großteil der Mitarbeiter zeitweise in einen bezahlten Sonderurlaub entsandt und das mobile sowie zeitlich flexible Arbeiten sind ermöglicht worden.

Unzählige Team-Meetings seien digital durchgeführt worden, während stets die gesamte Bank mit medizinischen Masken und Corona-Selbsttests ausgestattet worden ist. Dieser – von Beginn an – sehr umsichtige – Umgang mit der Corona-Pandemie habe dazu beigetragen, dass die VR-Bank in Südoldenburg nur in überschaubarem Maße von Infektionen und Quarantänezeiten innerhalb der Belegschaft betroffen war.

In Garrel und Molbergen wurden neue Filialen eröffnet

Zwei besondere Ereignisse haben ferner das Geschäftsjahr 2020 geprägt: In Garrel haben die Mitarbeiter im Juni nach eineinhalb Jahren Bauzeit die neuen Räume in der Hauptstraße 43 bezogen. Hier wurden der 1500 Quadratmeter große Altbau vollständig erneuert sowie ein 1000 Quadratmeter umfassender Neubau errichtet. "In Molbergen wurde das neue Bankgebäude in der Ortsmitte zum echten Blickfang: Ende Oktober 2020 wurde hier die 300 Quadratmeter große, moderne Filiale eröffnet", informiert die Bank.

"Mit diesen beiden Investitionen sagen wir ganz deutlich 'Wir bleiben als Bank vor Ort, denn am Ende sind es die Menschen und nicht allein die Produkte, die uns ausmachen'", so Vorstandssprecher Jürgen Fuhler. Ferner habe man im Jahr 2020 rund 200.000 Euro an Vereine, kulturelle Einrichtungen, Kitas, Schulen und Senioreneinrichtungen ausgeschüttet, "um sie in ihrer wichtigen Arbeit für die Gesellschaft zu unterstützen".

Digitalisierung des Banksektors schreitet voran

Im Rahmen der satzungsgemäßen Wahlen zum Aufsichtsrat wurde Fritz Strop einstimmig wiedergewählt. Zum Ende der Veranstaltung folgte der Blick auf das aktuelle Geschäftsjahr, das ebenfalls von den Auswirkungen der Corona-Pandemie geprägt sein wird: Lieferengpässe werden zum Konjunkturrisiko, das auch hiesige Unternehmen betrifft.

Die Digitalisierung des Bankensektors geht unterdessen ungehindert voran – auch hier hat die Corona-Pandemie großen Einfluss auf das Kundenverhalten ausgeübt. Die Abhebungen an den Geldautomaten der Bank sind von 2019 bis 2020 fast um die Hälfte gesunken – und dieser Trend wird sich fortsetzen, ist man sich bei der VR-Bank sicher.

So verpassen sie nichts mehr. Mit unseren kostenlosen Newslettern informieren wir Sie über das Wichtigste aus dem Oldenburger Münsterland. Jetzt einfach für einen Newsletter anmelden!

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Bilanzsumme der VR-Bank steigt auf 1,2 Milliarden Euro - OM online