Das Nachrichtenportal vonMünsterländische Tageszeitung MT undOldenburgische Volkszeitung OV

Betreiber will Windräder südlich von Klein Brockdorf modernisieren

Mindestens 2 deutlich leistungsstärkere Anlagen sollen aufgestellt werden. Der Bauausschuss befasste sich jüngst mit der Änderung des Flächennutzungsplans. Die Lokalpolitiker hatten keine Einwände.

Artikel teilen:
Repowering südlich von Klein Brockdorf: Mindestens 2 Windräder sollen ausgetauscht und durch deutlich leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden. Foto: Pixabay

Repowering südlich von Klein Brockdorf: Mindestens 2 Windräder sollen ausgetauscht und durch deutlich leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden. Foto: Pixabay

Mehr Leistung für den Lohner Windpark südlich von Klein Brockdorf: In seiner jüngsten Sitzung empfahl der Bau-, Verkehrs-, Planungs- und Umweltausschuss eine Flächennutzungsplanänderung in dem Gebiet. Der Verwaltungsausschuss hat sich der Einschätzung angeschlossen.

"Der Windparkbetreiber möchte den Windpark mit leistungsstärkeren Anlagen versehen", erklärt Bauamtsmitarbeiter Matthias Reinkober. Momentan stünden in dem Windpark 4 Anlagen, die jeweils eine Leistung von ca. 1,3 Megawatt hätten; davon befinde sich zudem eine Anlage auf Steinfelder Gebiet. "Die bestehenden Anlagen sollen jetzt durch mindestens 2 leistungsstärkere Anlagen ersetzt werden, die eine Leistung von 4 bis 6 Megawatt haben", sagt Reinkober.

Stadt profitiert durch die Gewerbesteuer 

Diese wären dann – je nach Modell – circa 180 bis 240 Meter hoch. Der Betreiber habe in seinem Schreiben zum Vergleich die Modelle "Enercon E138" oder "Vestas V150" genannt; dies heiße aber noch nicht, dass die genannten Modelle auch wirklich eingesetzt werden, so Reinkober.

Die Verwaltung sieht das Vorhaben des Windparkbetreibers positiv: In der Beschlussvorlage der Verwaltung hieß es, dass die Stadt Lohne von den modernen Windenergieanlagen durch die Gewerbesteuer die nächsten 20 Jahre profitieren werde.

Auf Nachfrage des SPD-Fraktionsvorsitzenden Eckhard Knospe, ob durch die höheren Anlagen Nachteile für die Siedlungen Richtung Brockdorf entstehen könnten, antwortete Reinkober: "Größere Anlagen müssen generell größere Abstände einhalten und die neuen Anlagen werden das natürlich auch tun." Zudem seien größere Anlagen in der Regel zumindest nicht lauter als die kleineren Modelle. Dr. Lutz Neubauer (parteilos) fand es eine "lustige" Diskussion, ob leistungsstärkere Windkraftanlagen Wohnbebauung stören könnten: "Es gibt bei Weitem noch nicht genug regenerative Energie, die wir für die E-Mobilität aber dringend benötigen."

Sie wollen nichts verpassen, worüber das Oldenburger Münsterland spricht? Dann abonnieren Sie jetzt unseren Newsletter „Moin, OM!“. Er fasst für Sie das Wichtigste für den Tag auf einen Blick zusammen – immer montags bis freitags zum Start in den Tag.  Hier geht es zur Anmeldung

Das könnte Sie auch interessieren

Hier klicken und om-online zum Start-Bildschirm hinzufügen

Betreiber will Windräder südlich von Klein Brockdorf modernisieren - OM online