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Bernhard Remmers-Preis: Gewinner kommen aus München und Budapest

Die Preisträger hatten sich jahrelang mit ihren Projekten beschäftigt und neben Fachwissen auch jede Menge Herzblut eingebracht. Das wurde in Löningen gewürdigt.

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Ausgezeichnet: Die Träger des Bernhard Remmers Preises kommen diesmal aus München und Budapest. Foto: Meyer

Ausgezeichnet: Die Träger des Bernhard Remmers Preises kommen diesmal aus München und Budapest. Foto: Meyer

Nach 4-jähriger Pause hat die Bernhard-Remmers-Akademie  wieder den Bernhard-Remmers-Preis für herausragende Leistungen in der handwerklichen Baudenkmalpflege verliehen. Ausgezeichnet wurde die Sanierung der National Glypothek München sowie die Wiederherstellung eines historischen Gebäudes in Budapest. Die Verleihung fand erstmals im neuen Kompetenzzentrum des Löninger Unternehmens statt.

Was die beiden Projekte miteinander verbindet, ist der Einsatz von Materialien aus dem Hause Remmers. Und davon waren jede Menge nötig, denn sowohl die knapp 200 Jahre alte Glyptothek am Münchner Königsplatz als auch das 1885 eröffnete International Millenium Haza wurden aufwändig rekonstruiert. Gelungen ist die Sanierung in beiden Fällen so gut, dass Moderator Ludger Abeln gleich einmal eine Studienreise zu den ausgezeichneten Objekten anregte.  Jurymitglied Professor Dr. Uwe Meiners konnte da nur zustimmen. Bei der Bewertung hätten sowohl die fachliche Qualifikation als auch die Zusammenarbeit zwischen Planenden und Handwerkern gezählt, erklärte der ehemalige Direktor des Cloppenburger Museumsdorfes. Mitentscheidend sei auch die Empathie der Ausführenden gewesen. Und die sei bei beiden Projekten deutlich spürbar gewesen. "Wir waren restlos begeistert", bestätigte Meiners.

Sanierung findet in München besondere Beachtung

Sichtlich stolz auf sein Haus war auch der Direktor der Staatlichen Antikensammlung Florian Knauß. Für ihn ist die Glyptothek "das schönste Museum in München", weshalb die Sanierung in der Landeshauptstadt auch unter besonderer Beobachtung gestanden habe. Das im Krieg schwer zerstörte Gebäude war jahrzehntelang eine Baustelle. Sein Inneres wurde erst zu den Olympischen Spielen 1972 in Schuss gebracht. Die Generalsanierung begann im Oktober 2018. Im März 2021 konnte die Glyptothek wiedereröffnet werden, und zwar "nicht in neuem Glanz, sondern mit dem alten Charme" wie der verantwortliche Architekt Michael Pfanner betonte.  

Nicht weniger Aufwand als ihre bayerischen Kollegen trieben die Denkmalpfleger in Budapest. Die Träger des Bernhard Remmers-Preises International stellten die farbenfrohe Fassade des bei Renovierungsbeginn weitgehend vergessenen Millenium Haza wieder her und mussten dafür tausende Einzelelemente in Handarbeit anfertigen lassen. Das in seiner wechselvollen Geschichte bereits als Museum, Krankenhaus, Werkstatt und Café genutzte Gebäude ist heute wieder ein Anziehungs- und Ruhepunkt im hektischen Treiben der ungarischen Metropole. Professor Meiners hob in seiner Laudatio auch den europäischen Gedanken hervor. "Als Kulturleute ist es unsere Aufgabe, gerade in diesen Zeiten einander die Hände zu reichen und Verantwortung für die europäische Idee zu übernehmen."

Während der Renovierung: Inzwischen wurde die Glyptothek in München wieder eröffnet. Foto: dpaWährend der Renovierung: Inzwischen wurde die Glyptothek in München wieder eröffnet. Foto: dpa

Der Bernhard Remmers-Preis wird alle 2 Jahre verliehen. 2020 musste die bis dato in Leipzig stattfindende Veranstaltung pandemiebedingt ausfallen. Dirk Sieverding, Vorstandsvorsitzender der Remmers-Gruppe freute sich über die erstmalige Ausrichtung in Löningen. Das  Kompetenzzentrum beherbergt Schulungsräume für die inner- wie außerbetriebliche Fortbildung. Technisch ist das Gebäude auf dem neuesten Stand. So sind auch Übertragungen nach außen möglich. "Die Zukunft ist hybrid", erklärte Sieverding. Nicht jeder könne zur Weiterbildung persönlich anwesend sein. Sieverding sagte, sein Wunsch sei jedoch, dass künftig möglichst viele Kunden und Vertreter von Partnerunternehmen den Weg nach Löningen fänden.

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