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Berentzen-Vorstand Schwegmann ist "vorsichtig optimistisch"

Der Haselünner Konzern legt den Halbjahres-Finanzbericht vor, der einen Umsatz-Rückgang von fast 8 Prozent, aber ein leicht verbessertes Betriebsergebnis gegenüber dem Vorjahreszeitraum ausweist.

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Berentzen-Produktion: Vorsichtig optimistisch hofft der Vorstand, die gesteckten Umsatzziele zu erreichen. Symbolfoto: Berentzen

Berentzen-Produktion: Vorsichtig optimistisch hofft der Vorstand, die gesteckten Umsatzziele zu erreichen. Symbolfoto: Berentzen

"Vorsichtig optimistisch" blickt Oliver Schwegmann, Vorstand der im Regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notierten Berentzen-Gruppe Aktiengesellschaft auf das 2. Halbjahr. Denn traditionell ist das 4. Quartal das wichtigste für die Geschäftsentwicklung des emsländischen Traditions-Unternehmens mit ihren Geschäftsfeldern Spirituosen (Berentzen, Puschkin), alkoholfreien Getränken und Frischsaft-Systemen.

Voraussetzung sei natürlich, dass es nicht, wie im vergangenen Jahr, ab dem Herbst zu einem harten Lockdown mit praktischem Stillstand des öffentlichen Lebens kommen werde, erklärte der gebürtige Löninger am Mittwoch bei der Vorstellung des Halbjahres-Finanzberichts. Ein Lockdown schwebe wie ein Damokles-Schwert über allem. Schwegmann bestätigte seine Prognose für das gesamte Jahr, in dem er mit Konzern-Umsatzerlösen in einer Bandbreite von 152 bis 158 Millionen Euro und einem Betriebsergebnis vor Zinsen und Steuern zwischen 4 und 6 Millionen sowie einem Konzern-EBITDA zwischen 13 und 15 Millionen Euro rechnet.

"Vorzeichen stehen auf Wachstum"

"Natürlich können wir noch nicht das Niveau von 2019, dem letzten normalen Jahr, erreichen, aber die Vorzeichen stehen auf Wachstum und es zeigt sich, dass wir auf externe Marktstörungen gut reagieren können", so Schwegmann im Gespräch mit dieser Redaktion. Im ersten Geschäftshalbjahr hat die Unternehmensgruppe Umsatzerlöse in Höhe von 67,7 Millionen Euro erzielt – ein Minus von 7,9 Prozent gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (73,5). Das Konzernbetriebsergebnis vor Zinsen und Steuern lag allerdings bei 2,6 Millionen gegenüber 2,1 Millionen zum Vergleichszeitraum 2020, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen bei 7,1 gegenüber 6,4 Millionen. Aufgrund der geringeren Geschäftstätigkeit habe sich zwar der Rohertrag verringert, aber gleichzeitig sei eine deutlich bessere Rohertragsquote erzielt worden.

Vivaris wird zu starker eigener Marke ausgebaut

Dafür sieht Schwegmann 2 Gründe. Zum einen sei mit der beendeten Lohnabfüllung für Pepsi zwar viel Umsatz weggefallen, der aber ohnehin wenig Ertrag gebracht habe. Daher sei das kein Beinbruch, zumal der Konzern das Ziel habe, immer unabhängiger bei den alkoholfreien Getränken seiner Mark Vivaris von Drittparteien-Geschäften zu werden. "Wir wollen Vivaris zu einer starken eigenen regionalen und nationalen Marke weiterentwickeln."

Er verwies dabei auf einige positive Entwicklungen des ersten Halbjahres in diesem Sektor: "Ganz besonders viel Freude bereitet uns immer noch unsere Marke Mio Mio aus dem Segment Alkoholfreie Getränke." Obwohl damit bereits ein hohes Umsatzniveau erreicht worden sei, konnte Berentzen im ersten Halbjahr ein weiteres Umsatzplus von 14 Prozent erzielen. Deutlich positiv habe sich auch das Geschäft mit Premium-Markenspirituosen sowie höherwertigen Handelsmarkenspirituosen entwickelt.

Einsparungen vor allem bei Marketing und Promotion

Zudem verweist Schwegmann auf Effizienzgewinne durch viele Kosteneinsparungen, die auch zum Plus bei den Betriebsergebnis-Kennzahlen beigetragen hätten. Neben Einsparungen im Vertrieb und geringeren Investitionen sei im Bereich Marketing und Promotion gespart worden: "Wir können nicht über Party sprechen, wenn aufgrund von Corona und Lockdown keine möglich ist."

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